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Nachrichten

20.06.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der frühere ägyptische Machthaber Husni Mubarak liegt nach einem Herzanfall im Koma und wird künstlich am Leben erhalten. Das berichteten unabhängigen Medien in Ägypten unter Berufung auf Ärzte. Zuvor hatte die staatliche Nachrichtenagentur MENA berichtet, der 84-Jährige sei bereits "klinisch tot". Das wurde dann aber vom regierenden Militärrat als "Unsinn" dementiert. Offenbar hatte Mubarak am Dienstagabend einen Schlaganfall erlitten und ist in ein Militärkrankenhaus gebracht worden. Mubarak war Anfang 2011 nach wochenlangen Protesten der Bevölkerung gegen sein Regime als Präsident zurückgetreten. Er war fast 30 Jahre an der Macht. Erst Anfang Juni hatte ihn ein Strafgericht zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Richter gaben ihm eine Mitschuld am Tod von über 800 Demonstranten bei den Protesten im vergangenen Jahr.

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Im Schnellverfahren hat sich der UN-Umweltgipfel in Rio noch vor dem eigentlichen Beginn überraschend auf eine Abschlusserklärung geeinigt. Es wird nun erwartet, dass die rund 100 Staats- und Regierungschefs den Kompromiss nicht mehr aufweichen werden. Der "Rio+20"-Gipfel spricht sich in der Erklärung für das sogenannte "Grüne Wirtschaften" aus. Ob dafür gesetzliche Vorgaben gemacht werden oder auf Freiwilligkeit und marktwirtschaftliche Anreize gesetzt wird, kann jedes Land selbst entscheiden. Umweltschützer zeigten sich entsetzt über das Verfahren: Die Einigung sei ein Minimalkompromiss und bringe keine Fortschritte.

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Nach der Parlamentswahl in Griechenland streben die drei wahrscheinlichen Koalitionspartner für Mittwoch eine Einigung über die Bildung einer neuen Regierung an. Ministerpräsident soll der Parteivorsitzende der konservativen Nea Dimokratia, Antonis Samaras, werden. Mit der sozialistischen Pasok und der Demokratischen Linken (Dimar) hätte die Koalition eine klare Mehrheit von 179 der 300 Abgeordneten. Die drei Parteien wollen sicherstellen, dass Griechenland in der Eurozone bleibt. Allerdings wollen sie die Bedingungen der internationalen Geldgeber nachverhandeln. So soll die Zeit für die vereinbarten Sparauflagen um zwei Jahre gestreckt werden. Die Demokratische Linke wird die neue Regierung allerdings möglicherweise nur unterstützen, sich aber nicht an ihr beteiligen.

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Der Gründer der Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, ist in die Londoner Botschaft des südamerikanischen Landes Ecuador geflüchtet und hat dort politisches Asyl beantragt. Ecuadors Außenminister Ricardo Patino teilte mit, Assanges Asylantrag werde nun geprüft. Dem 40-jährigen Australier wird in Schweden Vergewaltigung und sexuelle Nötigung vorgeworfen. Mit einem Widerspruch gegen seine Auslieferung nach Schweden war er jüngst gescheitert. Assange hatte wiederholt gemutmaßt, dass ihn in Schweden kein fairer Prozess erwarten würde, sondern dass er stattdessen an die USA ausgeliefert werden könnte. Assange fürchtet, dass ihm dort wegen Geheimnisverrat die Todesstrafe droht. Wikileaks hatte vor zwei Jahren für weltweites Aufsehen gesorgt, als es Tausende geheime US-Dokumente unter anderem über die Kriege im Irak und in Afghanistan veröffentlichte.

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Nach Polen ist auch das andere Gastgeberland Ukraine bei der Fußball-EM in der Vorrunde gescheitert. Die Ukrainer unterlagen England im letzten Gruppenspiel in Donezk mit 0:1 Toren. Frankreich verlor in Kiew 0:2 gegen Schweden, zieht aber dennoch als Zweiter in die K.o.-Runde ein. Dort treffen die Franzosen dann auf Titelverteidiger Spanien. England spielt im Viertelfinale gegen Italien.

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