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Nachrichten

20.06.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die Finanzminister der Euro-Zone haben die Entscheidung über die Auszahlung einer Kredittranche in Höhe von zwölf Milliarden Euro an das hoch verschuldete Griechenland verschoben. Erst müssten die von der griechischen Regierung zugesagten weiteren Spar- und Reformmaßnahmen auch vom Parlament beschlossen werden, erklärten die Finanzminister nach Beratungen in Luxemburg. Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker sagte, eine Entscheidung werde Anfang Juli fallen. Bis dann sollen auch die Kriterien über ein neues Hilfspaket mit einem Volumen von bis zu 120 Milliarden Euro festgelegt werden. Laut Beschluss der Finanzminister sollen sich daran private Griechenland-Gläubiger wie Banken und Versicherungen auf freiwilliger Basis beteiligen. - Die Zwölf-Milliarden-Euro-Tranche stammt aus dem Griechenland-Rettungspaket von 2010. Falls das Land die Mittel im Juli nicht erhält, droht ihm die Zahlungsunfähigkeit. In Griechenland wächst gleichzeitig der Widerstand gegen weitere finanzielle Einschnitte. Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat im Parlament die Vertrauensfrage gestellt.

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Aus Protest gegen die Regierung und die angespannte wirtschaftliche Lage sind in Spanien erneut zehntausende Menschen auf die Straßen gegangen. Nach offiziellen Angaben demonstrierten in Madrid knapp 40 000 Menschen, in Barcelona 20.000 und in Granada knapp 18.000. Kundgebungen gab es insgesamt in fast 60 Städten. Dabei äußerten die Teilnehmer vor allem Unmut über die hohe Arbeitslosigkeit in Spanien und den Umgang der Politiker und Finanzinstitutionen mit der Wirtschaftskrise. Nach Polizeiangaben verliefen alle Demonstrationen friedlich.

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In Deutschland sind die Steuereinnahmen im Mai wieder kräftig gestiegen. Wie das Bundesfinanzministerium bestätigte, gab es ein Plus von gut zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Mit fast 204 Milliarden Euro hat die öffentliche Hand damit in den ersten fünf Monaten 2011 bereits 18 Milliarden Euro mehr eingenommen als im Vergleichszeitraum 2010. Das liege vor allem an dem sprunghaften Anstieg des Lohnsteueraufkommens - ein Indiz für den Anstieg der Beschäftigtenzahl und höhere Einkünfte, hieß es aus dem Finanzministerium. - Gleichzeitig teilte das Ministerium mit, der Aufschwung in Deutschland verliere an Kraft. Der Start der Wirtschaft in das zweite Quartal sei verhalten gewesen.

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Angesichts der andauernden Proteste gegen sein Regime will Syriens Präsident Baschar al-Assad eine weitere Rede an die Bevölkerung halten. Assad werde sich an diesem Montag zur Lage im Lande äußern, meldet die syrische Nachrichtenagentur Sana, ohne weitere Einzelheiten mitzuteilen. Nach Informationen der US-Zeitung "Los Angeles Times" will Assad unter anderem eine Änderung des Verfassungsartikels ankündigen, der seiner Baath-Partei bislang das Machtmonopol sichert. - Die syrische Armee setzt unterdessen im Nordwesten des Landes ihre Strafaktionen gegen Regimegegner fort. Die Streitkräfte belagern weiter mehrere Ortschaften, teilten Oppositionelle mit. Mit Panzern seien Soldaten in das Dorf Badama an der Grenze zur Türkei eingerückt.

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Die EU-Außenminister beraten an diesem Montag über mögliche weitere Maßnahmen gegen das Regime in Syrien. Die EU hat bereits ein Einreiseverbot gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und mehr als 20 führende Vertreter seines Regimes verhängt. Ihr in Europa angelegtes Vermögen wurde eingefroren. - Bundesaußenminister Guido Westerwelle hatte am Wochenende eine Ausweitung der Sanktionen gefordert und den UN-Sicherheitsrat aufgerufen, eine Syrien-Resolution zu verabschieden, in der die Gewalt verurteilt wird.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielerorts freundlich, in der Nordhälfte zum Teil gewittrige Schauer; im Westen auch länger anhaltender Regen. Tagestemperaturen zwischen 16 und 24 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag im Süden längere freundliche Abschnitte, sonst wieder viele Schauer und Gewitter. Höchstwerte 18 bis 27 Grad.

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