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Nachrichten

20.05.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nach den Ausschreitungen mit Anhängern der Salafisten-Bewegung "Ansar al-Scharia" hat die tunesische Regierung dieser erstmals eine Verwicklung in terroristische Aktivitäten vorgeworfen. Die Organisation sei in den Terrorismus verstrickt, sagte Regierungschef Ali Larayedh im Staatsfernsehen. Anhänger von "Ansar al-Scharia" hatten sich an mehreren Orten im Land Straßenschlachten mit Sicherheitskräften geliefert. Mindestens ein Mensch wurde laut Innenministerium getötet, etwa 15 weitere wurden verletzt. Auslöser der Krawalle war das behördliche Verbot eines Kongresses der islamistischen Bewegung, der schon länger eine Nähe zum Terrornetzwerk Al-Kaida nachgesagt wird.

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Israel hat seine Entschlossenheit bekräftigt, Waffenlieferungen aus Syrien an die libanesische Hisbollah-Miliz zu verhindern. Man werde gegen Versuche vorgehen, die Hisbollah und terroristische Elemente mit modernen Waffen zu versorgen, sagte Regierungschef Benjamin Netanjahu bei der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem. Seine Regierung verfolge die Entwicklungen und Veränderungen in Syrien sehr genau. Vor zwei Wochen hatte die israelische Luftwaffe Ziele nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus bombardiert, dem Vernehmen nach um eine Lieferung iranischer Waffen an die Hisbollah zu verhindern. Unterdessen hat Syriens Präsident Baschar al-Assad die Chancen einer Friedenskonferenz, mit der Russland und die USA den Bürgerkrieg beenden wollen, skeptisch beurteilt. In einem Interview sagte der Machthaber, er rechne eher mit einer westlichen Militärintervention.

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Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat zum Auftakt eines Besuchs in Serbien auf eine Normalisierung des Verhältnisses des Landes zum Kosovo gedrungen. Dies sei eine wichtige Voraussetzung für die Beitrittsverhandlungen Serbiens mit der EU, erklärte der FDP-Politiker. Deutschland wolle, dass Serbien den europäischen Weg gehe. Die Regierung in Belgrad und die ehemalige Provinz Kosovo hatten Mitte April nach mühsamen Verhandlungen unter EU-Vermittlung ein Abkommen zur Normalisierung ihrer Beziehungen geschlossen. Das Kosovo hatte im Jahr 2008 seine Unabhängigkeit erklärt, deren Anerkennung Serbien strikt ablehnte. Westerwelle wird auch zu Gesprächen im Kosovo erwartet.

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Bei der Offensive von Nigerias Streitkräften gegen Islamisten im Norden des Landes sind am vergangenen Wochenende nach offiziellen Angaben mindestens 17 Menschen getötet worden. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, kamen 14 "Terroristen" und drei Soldaten ums Leben. Nigerias Armee geht mit massivem Truppeneinsatz gegen die islamistische Rebellenbewegung "Boko Haram" vor. Die Gefechte konzentrieren sich derzeit auf die Stadt Maiduguri, die als Hochburg von "Boko Haram" gilt. Die Bewegung kämpft seit Jahren im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias für einen islamischen Staat. "Boko Haram" verübte dabei zahlreiche blutige Anschläge gegen Sicherheitskräfte, Regierungsvertreter und Kirchen.

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Der wegen des gescheiterten Drohnenprojekts der Bundeswehr unter Druck geratene Verteidigungsminister Thomas de Maizière will die Bundestagsabgeordneten Anfang Juni genauer informieren. De Maizière werde auf der nächsten Sitzung des Verteidigungsausschusses am 5. Juni einen Bericht über den "Euro Hawk" abgeben, teilte eine Sprecherin mit. Presseberichten zufolge soll das Ministerium schon vor Jahren über Probleme mit der Drohne informiert gewesen sein. Den Mitgliedern des Verteidigungsausschusses hingegen wurde mitgeteilt, dass es erst Ende 2011 die Erkenntnis gegeben habe, dass eine Musterzulassung des Fluggeräts nur mit erheblichem finanziellem Mehraufwand von 500 bis 600 Millionen Euro möglich sei. De Maizière hatte in der vergangenen Woche die Beschaffung von vier weiteren Drohnen gestoppt. Bislang wurden rund 562 Millionen Euro in das Projekt investiert.

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