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Nachrichten

20.05.2011 - Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Knapp eine Woche nach seiner Festnahme wegen des Vorwurfs der versuchten Vergewaltigung steht Dominique Strauss-Kahn kurz vor seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft. Um eine Flucht zu verhindern, wird der inzwischen zurückgetretene Chef des Internationalen Währungsfonds allerdings rund um die Uhr von bewaffneten Sicherheitsleuten überwacht. Zudem wird ihm eine elektronische Fußfessel angelegt. Strauss-Kahn muss eine Kaution von einer Million Dollar in bar zahlen und weitere fünf Millionen in Form von Bürgschaften hinterlegen, wie ein New Yorker Gericht entschied. Dem 62-jährigen Franzosen werden im Zusammenhang mit dem angeblichen Übergriff auf eine Hotelangestellte insgesamt sechs Straftaten zur Last gelegt, darunter in zwei Fällen "sexuelle Belästigung ersten Grades". Allein dafür drohen ihm jeweils 25 Jahre Haft. Strauss-Kahn weist alle Vorwürfe zurück.

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Bei neuen Luftangriffen in Libyen hat die NATO nach eigenen Angaben acht Kriegsschiffe von Machthaber Muammar al-Gaddafi zerstört. Die Angriffe in der Nacht zum Freitag hätten sich gegen die Häfen von Tripolis, Al Chums und Sirte gerichtet, teilte das westliche Militärbündnis mit. Angesichts der zunehmenden Aktivitäten der libyschen Marine habe man keine andere Wahl gehabt, als entschlossen zum Schutz der libyschen Zivilbevölkerung und der eigenen Seestreitkräfte zu handeln, erklärte ein NATO-Admiral. Nach libyscher Darstellung wurden im Hafen von Tripolis sechs Schiffe getroffen, darunter aber nur ein Kriegsschiff und fünf der Küstenwache.


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Im Mittelmeer haben Patrouillenboote vor der italienischen Insel Lampedusa und vor Malta mehrere hundert Flüchtlinge aus Nordafrika aus Seenot gerettet. Die italienische Küstenwache kam mit sechs Schnellbooten einem Schiff mit rund 500 Flüchtlingen zu Hilfe. An Bord war Feuer ausgebrochen. Die Menschen wurden in Sicherheit gebracht, das Schiff an die Küste geleitet. Vor Malta rettete ein Patrouillenschiff der Marine 320 Flüchtlinge, die wegen eines Maschinenschadens im Meer trieben. - Zahllose Flüchtlinge versuchen jedes Jahr, auf kleinen Booten Lampedusa und Malta zu erreichen. Seit Januar sind auf der Überfahrt schon Hunderte Menschen ums Leben gekommen.

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US-Präsident Barack Obama hat in einer Grundsatzrede zu den Umwälzungen in der arabischen Welt die historische Leistung der Protestbewegungen gewürdigt. Die Ereignisse in Tunesien, Ägypten, Libyen, dem Jemen, Bahrain und anderen Ländern zeigten, dass Unterdrückung nicht mehr funktioniere, sagte Obama in Washington. Der Präsident verglich den "arabischen Frühling" mit der amerikanischen Revolution. Es habe sich das Prinzip der Selbstbestimmung verbreitet. Den syrischen Staatschef Baschar al-Assad forderte Obama auf, entweder den Übergang zur Demokratie einzuleiten oder die Macht abzugeben. Obama ging auch auf den Nahost-Konflikt ein. Erstmals plädierte er für einen eigenen Palästinenserstaat auf der Grundlage der Grenzen vor dem Sechstagekrieg 1967. Dies wird von der israelischen Regierung strikt abgelehnt. Im Sechstagekrieg hatte Israel unter anderem das Westjordanland, den Gaza-Streifen und den Ostteil Jerusalems erobert. An diesem Freitag empfängt Obama Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im Weißen Haus.

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Nach US-Präsident Barack Obama hat auch die Bundesregierung Israelis und Palästinenser nochmals zur Wiederaufnahme der Friedensgespräche gedrängt. Durch Verhandlungen müsse eine Zwei-Staaten-Lösung erreicht werden, sagte Außenminister Guido Westerwelle dem Deutschlandfunk in Köln. Die Umbrüche in der arabischen Welt könnten auch als Chance für den Friedensprozess gesehen werden. Schließlich hänge die Sicherheit Israels wesentlich davon ab, dass das Land stabile und demokratische Nachbarn habe.


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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunächst vielerorts aufgelockert oder sonnig, später immer mehr Wolken und teils kräftiger Regen, örtlich auch Gewitter. Höchstwerte 21 bis 27 Grad, in Küstennähe auch darunter.

Die weiteren Aussichten: Am Samstag anfangs oft heiter, am Nachmittag vor allem in der Südosthälfte erneut Quellwolken mit Schauern und Gewittern. Die Temperaturen erreichen 22 bis 26 Grad.

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