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Nachrichten

20.04.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Nach sieben Wochen des Kampfes um die belagerte Stadt Misrata haben die Aufständischen jetzt um Hilfe durch ausländische Bodentruppen gebeten. Französische und britische Soldaten sollten auf der Basis "humanitärer" Prinzipien den Verbrechen der Truppen des Diktators Muammar al Gaddafi Einhalt gebieten, erklärte Rebellensprecher Nuri Abdullah Abdullati. Die NATO hatte die Entsendung von Bodentruppen wiederholt abgelehnt. Zum einen befürchtet das Militärbündnis, in den Bürgerkrieg hineingezogen zu werden. Zum anderen will man ein "neues Afghanistan" im Maghreb oder eine Teilung Libyens auf jeden Fall verhindern. Der britische Außenminister William Hague versprach den Rebellen Unterstützung durch Militärexperten. Sein französischer Kollege Alain Juppé bekräftigte, er sei strikt gegen den Einsatz von Bodentruppen. Selbst die Entsendung von Spezialkräften zur Identifizierung von Zielen für Luftschläge lehnte er ab.

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Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle spricht an diesem Mittwoch in Abu Dhabi mit den Kollegen anderer Golfstaaten über die prekäre Lage in Libyen. Der Minister nimmt in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate an einem EU-Treffen mit dem Golfkooperationsrat teil. Ihm gehören Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Am Dienstag hatte Westerwelle in Kairo der ägyptischen Übergangsregierung weitere Unterstützung auf dem Weg zur Demokratie zugesagt .

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Der gestürzte ägyptische Präsident Husni Mubarak trägt eine Mitschuld am Tod von rund 850 Zivilisten während der Proteste im Januar und Februar. Das geht aus dem Bericht einer Untersuchungskommission hervor, der in Kairo präsentiert wurde. Die Kommission wirft der Polizei darin exzessive Gewalt gegen die Demonstranten vor. Es sei erwiesen, dass der Einsatz scharfer Munition von Mubarak legitimiert worden sei. Die Tatsache, dass die Schützen auch nach Tagen nicht zur Rechenschaft gezogen wurden, bestätige die Billigung und Verantwortung des damaligen Präsidenten, sagte der Generalsekretär der Kommission, Richter Omar Marwan.

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Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat hinter verschlossenen Türen erstmals über die sich zuspitzende politische Lage im Jemen beraten. Teilnehmer riefen die Konfliktparteien anschließend zu Zurückhaltung auf. Eine offizielle Stellungnahme gab es nicht. Bei den seit Wochen anhaltenden Straßenprotesten gegen Staatschef Ali Abdullah Saleh sind oftmals auch durch gezielte Schüsse der dortigen Sicherheitskräfte inzwischen weit mehr als einhundert Demonstranten getötet worden. Die von Deutschland beantragte Debatte sollte nach Angaben von Diplomaten weiterer Gewalt vorbeugen.

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Durch die schweren Ausschreitungen nach der Wiederwahl von Präsident Goodluck Jonathan sind in Nigeria nach Informationen von Rettungskräften mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. Diese Zahl beziehe sich nur auf die Großstädte im moslemischen Norden des Landes, hieß es. Hunderte Menschen seien zudem bei den Unruhen verletzt worden, Tausende hätten ihre Häuser auf der Flucht verlassen. Staatschef Jonathan erhielt die meisten Stimmen für seinen Sieg im christlich geprägten Süden des Landes. Im Norden votierte dagegen eine Mehrheit für seinen moslemischen Herausforderer, den ehemaligen Militärmachthaber Muhammadu Buhari. Dieser hat sich inzwischen von den Ausschreitungen distanziert.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Sonne. Von Brandenburg bis Vorpommern locker bewölkt. Die Temperaturen steigen auf Höchstwerte zwischen 19 und 25 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Donnerstag geht es mit viel Sonnenschein weiter. Vereinzelt sind Schauer oder Gewitter möglich. Die Höchsttemperaturen reichen von 17 bis 26 Grad.

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