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Nachrichten

20.03.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:27

Nachrichten von Freitag, 20. März 2015 – langsam gesprochen als MP3

Seltenes Himmelsspektakel: Sonnenfinsternis über Europa:

Von 9.30 Uhr MEZ bis nach zwölf Uhr spielt sich über Europa ein seltenes Himmelsphänomen ab. Über weiten Teilen des Kontinents gibt es eine partielle Sonnenfinsternis. In einem 400 Kilometer schmalen Streifen über dem Nordatlantik wird sich der Mond sogar komplett vor die Sonne schieben und den Himmel verdunkeln. Wolken werden die Beobachtung des Naturphänomens allerdings vielerorts einschränken. Mediziner mahnen, die Sonnenfinsternis nur mit speziellen Schutzbrillen zu beobachten. Wer seine Augen nicht schütze, riskiere Verbrennungen der Netzhaut und könne sogar erblinden. Auch die Stromnetzbetreiber verfolgen das Naturschauspiel mit Sorge. Sie befürchten bei wolkenlosem Himmel starke Schwankungen in der Solarleistung und müssen die entstandenen Ausfälle mit konventionellem Strom aus Kraftwerken und mit Wasserkraft ausgleichen.

Griechenland will schnell Reformliste vorlegen:

Griechenland hat sich verpflichtet, in den kommenden Tagen eine vollständige Liste detaillierter Reformen vorzulegen. Das ist das Ergebnis eines nächtlichen Spitzentreffens am Rande des EU-Gipfels in Brüssel. Ministerpräsident Alexis Tsipras sagte anschließend, alle Beteiligten hätten versucht, das Beste zu tun. Allerdings müsse sein Land keine Maßnahmen vorschlagen, die zum Schrumpfen der Wirtschaft führen könnten. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, es bleibe dabei, dass die Geldgeber die Reformpläne aus Athen bestätigen müssten, bevor weitere Milliardenhilfen ausgezahlt würden. - Bei ihrem Gipfeltreffen hatten die 28 EU-Staats- und Regierungschefs zuvor die Grundzüge der geplanten Energieunion beschlossen. Ziel ist neben einer größeren Transparenz vor allem mehr Unabhängigkeit von Gasimporten, etwa aus Russland. An diesem Freitag befassen sich die Staats- und Regierungschefs mit der angespannten Lage in Libyen und der jüngsten Entwicklung in Tunesien.

EU will Russland-Sanktionen verlängern:

Die Regierungschefs der Europäischen Union haben eine Verlängerung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland bis Dezember beschlossen. Auf ihrem Gipfel in Brüssel koppelten sie ein Ende der Einschränkungen an die Einhaltung des Minsker Abkommens zum Frieden in der Ostukraine. Dadurch soll der Druck auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin erhöht werden, seinen Einfluss auf die prorussischen Separatisten zu nutzen und so ein Ende des Konflikts herbeizuführen. Der Beschluss der Staats- und Regierungschefs muss noch vom EU-Ministerrat abgesegnet werden. Ursprünglich sollten die Sanktionen Ende Juli auslaufen. Schätzungen zufolge ist Russland durch die Beschränkungen bereits ein Schaden in dreistelliger Milliarden-Höhe entstanden.

Attentäter von Tunis wurden in Libyen ausgebildet:

Zwei Tage nach dem Anschlag auf das Nationalmuseum in Tunis werden immer mehr Informationen über die beiden getöteten Attentäter bekannt. Nach Angaben der tunesischen Regierung seien die Männer in Moscheen angeworben und im September zum Terrortraining ins Nachbarland Libyen geschickt worden. Außerdem hätten sie bei dem Angriff auf das Bardo-Museum auch Sprengstoff bei sich getragen, erklärte der tunesische Staatspräsident Béji Caid Essebsi einem französischen Fernsehsender. Am Donnerstag bekannte sich die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" zu dem Anschlag, bei dem am Mittwoch nach letzten Angaben 20 ausländische Touristen und ein Polizist getötet worden waren.

Netanjahu rudert bei Wahlversprechen zurück:

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist nach nur drei Tagen von seinem Nein zu einer Zweistaatenlösung im Nahost-Konflikt wieder abgerückt. Er wolle keine "Einstaatenlösung", sagte er dem US-Sender NBC laut veröffentlichten Auszügen eines Interviews. Er wolle eine nachhaltige, friedliche Zweistaatenlösung. Erst am Montag hatte er - einen Tag vor der israelischen Parlamentswahl - im Bemühen um rechte Wähler dem bisherigen Ziel eines Palästinenserstaates eine Absage erteilt. Nun versucht er offensichtlich, wieder zurückzurudern.

Frau in Kabul wegen angeblicher Koran-Verbrennung gelyncht:

Ein Mob hat in der afghanischen Hauptstadt Kabul eine Frau gelyncht, weil sie einen Koran verbrannt haben soll. Die Gruppe habe die Frau zu Tode geprügelt, ihre Leiche in Brand gesteckt und in einen Fluss geworfen, sagte der Leiter der Kabuler Kriminalpolizei. Seinen Angaben zufolge versammelten sich Tausende Menschen an der Moschee im Stadtteil Schahin Doschamschira, wo die Frau den Koran verbrannt haben soll. Die Polizei habe Mühe gehabt, die wütende Menge auseinanderzutreiben. Das Innenministerium bestätigte den Vorfall. Es seien Untersuchungen zum Hergang eingeleitet worden. In sozialen Netzwerken machten Fotos von dem Angriff die Runde.

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