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Nachrichten

20.03.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:41

Nachrichten von Donnerstag, 20. März 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Australische Experten haben möglicherweise Spuren des seit knapp zwei Wochen verschwundenen malaysischen Flugzeugs entdeckt. Auf Satellitenbildern wurden offenbar zwei Teile entdeckt, die von der Boeing stammen könnten. Premierminister Tony Abbott sprach von glaubwürdigen Informationen. Eine Suchmannschaft sei bereits auf dem Weg zu dem Fundort im Indischen Ozean. Die Maschine war am 8. März mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking vom Radar verschwunden und wird seitdem vermisst.

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Russische Truppen haben am Mittwochabend die Kontrolle über einen weiteren Stützpunkt der ukrainischen Marine auf der Halbinsel Krim übernommen. Der Vorfall ereignete sich rund 30 Kilometer südwestlich von Simferopol. Zuvor hatten sich russische Kräfte bereits die Kontrolle über den ukrainischen Flottenstützpunkt in Sewastopol gesichert. Dabei wurde der ukrainische Marinechef Sergej Gajduk von prorussischen Milizen festgenommen. Sowohl Moskau als auch Kiew forderten die handelnden Kräfte auf der Krim auf, den Mann wieder freizulassen. Die ukrainische Führung kündigte den Rückzug des eigenen Militärs auf das Festland an. Moskau will den international nicht anerkannten Anschluss der Krim an Russland bis zum Wochenende vollziehen.

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Die Chefs mehrerer deutscher Großkonzerne haben vor harten Wirtschaftssanktionen gegen Russland gewarnt. Diese beinhalteten die "Gefahr eines gegenseitigen Hochschaukelns der Strafmaßnahmen", sagte der Co-Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, der "Bild"-Zeitung. Über einen langen Zeitraum aufgebaute wirtschaftliche und politische Beziehungen sollten nicht zerrüttet werden. Auch Adidas-Chef Herbert Hainer betonte in dem Blatt die engen ökonomischen Verbindungen Deutschlands und Russlands. Er hoffe auf eine diplomatische Lösung des Konflikts. Gerade weil Adidas in Russland und der Ukraine Marktführer sei und dort mehr als 11.000 Mitarbeiter beschäftige, verfolge das Unternehmen die Entwicklung mit großer Sorge", fügte Hainer hinzu. Die Bundesregierung hatte zuvor einen Rüstungsdeal des Konzerns Rheinmetall mit Russland gestoppt.

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Die libysche Regierung hat die Vereinten Nationen um Unterstützung im Kampf gegen die Aufständischen im eigenen Land gebeten. In einer Erklärung heißt es, terroristische Gruppen hätten mehreren Städten den Krieg erklärt. Welche Art von Hilfe die Regierung sich vorstellt, wurde nicht erläutert. In Libyen gibt es seit Monaten immer wieder Bombenanschläge und Attentate. Rebellengruppen halten außerdem mehrere Ölhäfen besetzt. Die Rebellen fordern Autonomie für den Osten des Landes.

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Der Bundestag setzt heute den Untersuchungsausschuss zur Spähaffäre rund um den US-Geheimdienst NSA ein. Die Fraktionen von Koalition und Opposition hatten sich auf einen gemeinsamen Untersuchungsauftrag für das Gremium geeinigt. Anfang kommenden Monats soll der Ausschuss seine Arbeit aufnehmen. Im vergangenen Sommer war bekanntgeworden, dass die NSA im großen Stil die Kommunikation in Deutschland überwacht. Auch das Handy von Kanzlerin Angela Merkel hatte der US-Geheimdienst demnach über Jahre hinweg abgehört.

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Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hat sich erneut stundenlang Fragen von Ermittlern zu einer Affäre um die mutmaßliche Veruntreuung öffentlicher Mittel stellen müssen. Die 58-Jährige wurde am französischen Gerichtshof der Republik in Paris vernommen. Lagarde sagte anschließend vor Journalisten, sie habe stets im Interesse des Staates gehandelt und Gesetze eingehalten. Ermittler verdächtigen die Politikerin, sie könne in ihrer Zeit als französische Wirtschaftsministerin von 2007 bis 2011 regelwidrig eine Entschädigungszahlung von rund 400 Millionen Euro an den Unternehmer Bernard Tapie ermöglicht haben. Der Geschäftsmann hatte sich von der früheren Staatsbank Crédit Lyonnais beim Verkauf seiner Anteile am deutschen Sportartikelhersteller Adidas geprellt gesehen und deswegen geklagt.

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