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Nachrichten

20.03.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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In Frankreich hat Staatspräsident Nicolas Sarkozy nach den tödlichen Schüssen auf drei Kinder und einen Lehrer vor einer jüdischen Schule in Toulouse die höchste Terrorwarnstufe in der Region ausgerufen. Der Angriff auf die Schule sei offensichtlich antisemitisch motiviert, sagte Sarkozy. Die Kinder und der Lehrer seien von derselben Person mit derselben Waffe erschossen worden, die in der vergangenen Woche drei französische Soldaten mit Migrationshintergrund getötet habe. Der unbekannte Täter hatte am Montagmorgen das Feuer in der jüdischen Schule eröffnet. Danach war er auf einem Motorroller geflüchtet. Am Abend nahmen mehr als 1000 Menschen an einer Feier in einer Pariser Synagoge teil - darunter Staatspräsident Nicolas Sarkozy, sein sozialistischer Herausforderer bei den Präsidentenwahlen François Hollande sowie mehrere Minister.

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Im Irak sind bei einer Serie von Autobombenanschlägen und Explosionen mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen seien mehr als 120 verletzt worden. Die Explosionen ereigneten sich demnach in Bagdad, Kirkuk, Hilla und Kerbela. Allein in der nordirakischen Stadt Kirkuk detonierten drei Autobomben. Dort starben den Berichten zufolge zwölf Menschen, mindestens 40 Menschen seien verletzt worden. Zuvor waren im Zentrum der irakischen Hauptstadt Bagdad bei einem vermutlich von einem Selbstmordattentäter ausgeführten Anschlag mindestens drei Menschen getötet und acht weitere verletzt worden. In Kerbela kamen neun Menschen bei zwei Explosionen um, in der nahe gelegenen Stadt Hilla starben zwei Menschen.

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Angesichts der eskalierenden Gewalt in Syrien hat der Westen bei den Vereinten Nationen einen neuen Vorstoß gestartet. Trotz der Blockade Russlands und Chinas brachten mehrere Staaten unter Federführung Frankreichs den Entwurf einer Stellungnahme in den Sicherheitsrat ein, darunter auch Deutschland. Auch die Russen bereiten ein Papier vor. Diplomaten zufolge geht es in dem französischen Entwurf darum, Unterstützung für die Mission des Syrien-Beauftragten Kofi Annan zu signalisieren. Für UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Lage in Syrien ein so wörtlich "inakzeptables und nicht tolerierbares" Niveau erreicht. Die internationale Gemeinschaft müsse sich der Gewalt rasch entgegenstellen, sagte Ban in der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Der UN-Chef forderte die Regierung von Präsident Baschar al-Assad auf, ungehinderten humanitären Zugang zu gewähren.

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Die Europäische Union stellt den Palästinensern 35 Millionen Euro für Infrastrukturprojekte zur Verfügung. Das teilte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton am Montagabend nach einem Treffen mit dem palästinensischen Regierungschef Salam Fajad in Brüssel mit. Mit dem Geld sollen eine Kläranlage im Westjordanland gebaut und der einzige Grenzübergang zwischen dem Gazastreifen und Israel instand gesetzt werden. - Der Internationale Währungsfonds hatte in der vergangenen Woche davor gewarnt, dass sich die palästinensische Autonomiebehörde wirtschaftlich in einer schwierigen Phase befinde.

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Die nordkoreanische Führung hat der Wiederaufnahme der Inspektionen von Teilen ihres Atomprogramms zugestimmt. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA habe eine offizielle Einladung aus Pjöngjang erhalten, teilte eine Sprecherin in Wien mit. Nach der Ankündigung eines Satellitenstarts am vergangenen Freitag hatten sich die Spannungen zwischen Nordkorea und der internationalen Gemeinschaft erneut verschärft. Die USA und Südkorea vermuten, der Start könne ein verdeckter Raketentest Nordkoreas sein.

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