1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

20.03.2011 - Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TRIPOLIS: Der internationale Militäreinsatz in Libyen richtet sich nun auch gegen die Hauptstadt Tripolis und die Hochburg der Aufständischen, Bengasi. In der Nacht zum Sonntag gab es Luftangriffe auf beide Städte, derzeit ist die Lage wieder ruhig. Viele Bewohner Bengasis, die am Samstag vor Kämpfen zwischen den Aufständischen und den Truppen von Machthaber Gaddafi geflohen waren, kehrten zurück. Nach Korrespondentenberichten wurden viele Fahrzeuge der Gaddafi-Truppen entlang der Straße zwischen Bengasi und der Stadt Adschdabija zerstört. Im umkämpften Misrata postierten sich Gaddafi-treue Scharfschützen auf Hausdächern. Sie seien offenbar bereit, auf alles zu feuern, was sich bewege, so ein Bewohner. Nach Berichten des libyschen Fernsehens wurden seit Samstag 48 Menschen getötet und rund 150 verletzt. Gaddafi bezeichnete die Militäroperation unter Führung Frankreichs, Großbritanniens und der USA als "Kreuzfahrerkrieg" und kündigte die Bewaffnung von Zivilisten an.

PEKING: China hat die Luftangriffe auf Libyen kritisiert. Die Volksrepublik respektiere die Souveränität des nordafrikanischen Landes und lehne auch die Anwendung von Gewalt in internationalen Angelegenheiten ab, hieß es in einer Erklärung des Pekinger Außenministeriums. Russland distanzierte sich ebenfalls von dem Militäreinsatz, appellierte zugleich aber an Libyen, schnell einen Dialog mit der internationalen Gemeinschaft aufzunehmen. - Bei der Abstimmung im UN-Sicherheitsrat über die Resolution, die den Libyen-Einsatz legitimiert, hatten sich China und Russland ebenso wie Deutschland der Stimme enthalten.

TOKIO: Neun Tage nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan haben die Rettungskräfte noch zwei Menschen lebend bergen können. In der Stadt Ishinomaki wurden eine 80 Jahre alte Frau und ein 16-jähriger Jugendlicher aus den Trümmern gerettet. Sie waren stark unterkühlt, aber bei Bewusstsein, wie die Polizei mitteilte. Bei den Naturkatastrophen im Nordosten Japans kamen weitaus mehr Menschen ums Leben als bislang befürchtet. Allein in der Präfektur Miyagi rechnen die Behörden mit mehr als 15.000 Toten. Die Zahl der offiziell bestätigten Todesopfer stieg auf 8133, mehr als 12.000 Menschen werden noch vermisst. Unterdessen konnten Einsatzkräfte im Atomkraftwerk Fukushima den Druck im Reaktorblock 3 stabilisieren, nachdem dieser vorübergehend wieder angestiegen war. Die in dem Reaktor eingesetzten Brennelemente sind besonders gefährlich, weil es sich dabei um Plutonium-Uran-Mischoxide handelt. Plutonium ist um ein Vielfaches giftiger als Uran.

BERLIN: Nach dem Kurswechsel in der Atompolitik der Bundesregierung will Wirtschaftsminister Brüderle per Gesetz den Ausbau neuer Stromtrassen für Erneuerbare Energien vorantreiben. Laut Medien-Berichten sollen die Genehmigungsverfahren für neue Stromleitungen drastisch verkürzt werden. So müssten Gemeinden den Leitungsausbau künftig "im Interesse des Gemeinwohls" hinnehmen, heißt es. Sie sollen dafür einen finanziellen Ausgleich erhalten.

MAGDEBURG: In Sachsen-Anhalt sind an diesem Sonntag rund zwei Millionen Bürger aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Laut Umfragen zeichnet sich eine Neuauflage der großen Koalition aus CDU und SPD ab, die das ostdeutsche Bundesland schon in den vergangenen fünf Jahren gemeinsam regierten. Die SPD liebäugelt aber auch mit der Linkspartei als Bündnispartner, sollte sie selbst das prognostizierte Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz zwei gewinnen. In jedem Fall wird Sachsen-Anhalt einen neuen Ministerpräsidenten bekommen, da der bisherige CDU-Regierungschef Böhmer aus Altersgründen nicht mehr kandidiert. Spitzenkandidat der Christdemokraten ist der bisherige Wirtschaftsminister Haseloff, für die Sozialdemokraten tritt der bisherige Finanzminister Bullerjahn an.

ZUM SPORT: Vitali Klitschko bleibt Box-Weltmeister im Schwergewicht. Der WBC-Champion besiegte am Samstagabend in Köln den Exil- Kubaner Odlanier Solis durch technischen K.o. in der ersten Runde. Klitschko hält den Titel des WBC seit drei Jahren und baute seine Erfolgsserie auf 42 Siege in 44 Kämpfen aus.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend heiter, im Norden und Osten zeitweise dichtere Bewölkung. Höchstwerte sieben bis zwölf Grad, an der Ostsee und am Alpenrand lediglich vier bis sieben Grad. Am Vormittag meldeten: Hamburg: 4 Grad, stark bewölkt; Berlin: 2 Grad, dunstig; Dresden und Frankfurt am Main: 3 Grad, fast wolkenlos; Köln/Bonn: 4 Grad, leicht bewölkt und München: 3 Grad, wolkenlos.

Die Redaktion empfiehlt