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Nachrichten

20.02.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:04

Nachrichten von Samstag, 20. Februar 2016 – langsam gesprochen als MP3

EU-Gipfel einigt sich über britische Sonderwünsche:

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich bei ihrem Gipfeltreffen auf ein Reformpaket für Großbritannien verständigt, mit dem ein Austritt des Landes aus der Union verhindert werden soll. Dem "Deal", wie EU-Ratspräsident Donald Tusk es nannte, waren mehr als 18-stündige zähe Verhandlungen vorausgegangen. Er sei von den EU-Staaten einstimmig unterstützt worden. Der britische Premierminister David Cameron sagte, damit erhalte das Vereinigte Königreich einen besonderen Status in der EU. Dies gilt für den Bereich Sozialleistung sowie für das Verhältnis zwischen Euro-Zone und Nicht-Euro-Ländern. London wird in Belangen der Währungsunion keinerlei Vetorecht bekommen.

EU fordert Schutzzonen in Syrien:

Die Europäische Union hat Schutzzonen in Syrien gefordert. Der EU-Gipfel habe sich dafür ausgesprochen, dass auf dem Verhandlungswege Zonen definiert werden, in denen die Zivilbevölkerung davon ausgehen könne, dass sie sicher sei, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach dem EU-Gipfel in Brüssel. Damit unterstützt die EU nicht nur die notleidende syrische Zivilbevölkerung, sondern auch ein Anliegen der Türkei. In der Abschlusserklärung zum Gipfel fordern die EU-Staaten das Regime von Machthaber Baschar al-Assad und seine Verbündeten auf, Angriffe auf moderate Oppositionsgruppen unverzüglich zu beenden.

PKK-nahe Gruppe bekennt sich zu Anschlag von Ankara:

Zu dem Anschlag in Ankara mit 28 Toten hat sich zwei Tage nach der Tat eine militante Kurdenorganisation bekannt. Die sogenannten "Freiheitsfalken Kurdistans" (TAK), eine Splittergruppe der PKK, erklärte auf ihrer Internetseite, sie habe im - so wörtlich - "Herzen des faschistischen türkischen Staates in Ankara zugeschlagen". Am Mittwoch hatte ein Selbstmordattentäter im Regierungsviertel seinen Sprengsatz neben einem Militärkonvoi gezündet. Ermittler hatten das Attentat wenig später der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK sowie Kurdengruppen in Syrien zugeschrieben. Diese hatten aber die Verantwortung zurückgewiesen und argumentiert, die türkische Staatsführung wolle so lediglich den Militäreinsatz gegen die Kurden in der Südosttürkei sowie in Syrien rechtfertigen.

Italienischer Schriftsteller Umberto Eco gestorben:

Der italienische Schriftsteller Umberto Eco ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Das melden Medien des Landes unter Berufung auf die Familie. Bekannt wurde Eco mit dem Roman "Der Name der Rose". Aber auch mit weiteren Romanen feierte er internationale Erfolge: "Das Foucaultsche Pendel" (1988), "Die Insel des vorigen Tages" (1994) und "Baudolino" (2000) wurden Bestseller. Der am 5. Januar 1932 im nord-italienischen Alessandria geborene Eco machte sich aber auch als Philosoph und Sprachwissenschaftler einen Namen.

Freiheit nach mehr als 40 Jahren Einzelhaft:

Nach mehr als 40 Jahren umstrittener Isolationshaft in einer nur fünf Quadratmeter großen Zelle in einem Gefängnis im US-Bundesstaat Louisiana ist Albert Woodfox freigelassen worden. Der 69-Jährige saß bereits wegen bewaffneten Raubes und Körperverletzung im Gefängnis, als er 1972 angeblich einen Wärter ermordete. Er selbst beteuerte seine Unschuld, wurde aber zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Gefängnisbehörden begründeten die Einzelhaft damit, dass Woodfox als Aktivist der Black-Panther-Bewegung ansonsten andere Häftlinge aufgehetzt hätte. Die Black-Panther-Partei kämpfte seit Mitte der 1960-Jahre für Gleichberechtigung und gegen Rassendiskriminierung in den USA.

UNESCO: 40 Prozent der Weltbevölkerung lernen nicht in ihrer Muttersprache:

Rund 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen weltweit werden nicht in ihrer Muttersprache unterrichtet. Das geht aus einem Bericht der UN-Wissenschafts- und Kulturorganisation UNESCO hervor. In dem Papier wird darauf hingewiesen, dass sechs Jahre Unterricht in der eigenen Sprache erforderlich seien, um eine soziale Benachteiligung zu vermeiden. In afrikanischen Staaten wie dem Senegal und Mali sei nicht einmal jeder zehnte Lehrer in der Lage, in der ortsüblichen Sprache Unterricht zu erteilen, kritisierte die UNESCO. Der Bericht führt zahlreiche Beispiele von Staaten an, in denen trotz verschiedener muttersprachlicher Traditionen nur in einer Sprache unterrichtet wird, darunter die Türkei, Nepal, Pakistan, Bangladesch und Guatemala.

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