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Nachrichten

20.02.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:08

Nachrichten von Freitag, 20. Februar 2015 – langsam gesprochen als MP3

Schuldenstreit mit Griechen steuert auf Entscheidung zu :

Kurz vor der entscheidenden Sitzung der Euro-Finanzminister pocht Deutschland auf klare Reform- und Sparzusagen Griechenlands. In einem Papier aus Berlin zur Vorbereitung des Treffens an diesem Freitag in Brüssel heißt es, der schließlich von den Griechen vorgelegte Antrag auf weitere Milliardenkredite sei ein "Trojanisches Pferd". Der Athener Regierung gehe es lediglich für sechs Monate um eine Brückenfinanzierung. Weiter bleibe unklar, wie man die Rechnungen begleichen wolle. Vor allem Deutschland und Finnland hatten den Antrag Griechenlands abgelehnt, während bei der EU-Kommission und etwa bei Frankreich von "ermutigenden Zeichen" die Rede war. Griechenland droht in Kürze die Staatspleite, sollte bis Ende des Monats keine Einigung erzielt werden. Die USA mahnten zu Kompromissbereitschaft und warnten vor schlimmen Folgen für den Euro und die globale Wirtschaft.

Wenig Begeisterung für EU-Polizei für die Ostukraine :

Der Vorstoß des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko für einen internationalen Friedenseinsatz im Osten seines Landes ist in der EU mit Zurückhaltung aufgenommen worden. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, eine derartige Mission setze "einen stabilen Waffenstillstand" voraus. Vor allem sei ungeklärt, ob alle Konfliktparteien damit einverstanden seien. Poroschenko hatte gemeint, die beste Lösung sei eine von den UN beauftragte "Polizeimission der Europäischen Union". Russland und die Separatisten wiesen dies scharf zurück, da die EU in dem Konflikt parteiisch sei. Sie sprachen zudem von einem Bruch des Minsker Abkommens. In der monatelang umkämpften Rebellenhochburg Donezk traf erstmals ein Hilfskonvoi der UN und von Ärzte ohne Grenzen ein. In Kiew wird an diesem Freitag der Opfer der blutigen Ausschreitungen auf dem Maidan-Platz vor einem Jahr gedacht.

Geheimdienste stahlen Schlüsselcodes zu SIM-Karten :

Geheimdienste der USA und Großbritanniens haben nach einem Bericht der Enthüllungs-Internetseite "The Intercept" die Verschlüsselungscodes des führenden SIM-Karten-Herstellers Gemalto gestohlen, mit denen die Vertraulichkeit von Handy-Gesprächen geschützt wird. Intercept beruft sich auf Dokumente des früheren US-Geheimdienstmannes Edward Snowden aus dem Jahr 2010. Der amerikanische Dienst NSA und sein britisches Pendant GCHQ könnten damit sowohl Handygespräche abhören als auch Datenströme von Smartphones anzapfen, rund um den Globus und ohne Erlaubnis von Behörden, berichtet "Intercept" weiter. Gemalto stellt digitale Sicherheitstechnik und SIM-Karten für Handys, Bankkarten und biometrische Pässe her. Das französisch-niederländische Unternehmen zählt 450 Kunden, die weltweit Mobilfunknetze betreiben. Dazu gehören auch die US-Anbieter Verizon und AT&T. Eine Gemalto-Sprecherin kündigte eine gründliche Untersuchung an. Man nehme den Bericht sehr ernst.

Feuerpause für den Norden Malis vereinbart :

Die malische Regierung und sechs bewaffnete Rebellengruppen haben eine umfassende Waffenruhe für den Norden des Landes vereinbart. Regierung und Aufständische erklärten sich zur "Beendigung aller Arten von Gewalt" und "jeglicher provokativer Handlungen oder Äußerungen" bereit. Das entsprechende Dokument wurde in Algier im Beisein des algerischen Außenministers Ramtane Lamamra und dem Chef der 9300 Mann starken UN-Truppe Minusma, Mongi Hamdi, unterzeichnet. Darüber hinaus verpflichten sich die Konfliktparteien, Gefangene freizulassen und weitere Verhandlungen zu führen. Mali war durch einen Militärputsch im März 2012 ins Chaos gestürzt. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff im Januar 2013 militärisch ein, um das Vorrücken von Islamisten und Tuareg-Rebellen vom Norden in den Süden Malis zu stoppen und die geschwächten Regierungstruppen zu unterstützen. Trotz Frankreichs Eingreifen und der dort stationierten Blauhelm-Soldaten ist die Lage im Norden weiter sehr instabil.

USA und Türkei vereinbaren Ausbildung syrischer Rebellen:

Die USA und die Türkei haben sich nach monatelangen Verhandlungen darauf geeinigt, gemäßigte Rebellengruppen im syrischen Bürgerkrieg gemeinsam auszurüsten und auszubilden. Schon im März könne das Training beginnen, verlautete aus dem türkischen Außenministerium und der US-Botschaft. Das Pentagon hat angekündigt, im Kampf gegen die Dschihadistenarmee des so genannten "Islamischen Staats" (IS) 400 Soldaten als Ausbilder in die Region zu schicken. Während die USA vor allem den IS als Gegner sehen, will die Türkei die Rebellen auch im Kampf gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad stärken.

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