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Nachrichten

20.02.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ARCHIVBILD: Der Kandidat von SPD und Grüne für das Amt des Bundespräsidenten, Joachim Gauck, sitzt am 22.06.2010 im Deutschen Theater in Berlin

Joachim Gauck mit Lebensgefährtin Daniela Schadt

Der parteilose evangelische Theologe Joachim Gauck wird neuer Bundespräsident. Die Vorsitzenden der schwarz-gelben Koalitionsparteien verständigten sich mit den Oppositionsparteien SPD und Grüne in Berlin auf den einstigen DDR-Bürgerrechtler und früheren Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde als gemeinsamen Kandidaten. Gauck sagte nach seiner Nominierung, am meisten bewege es ihn, dass ein Mensch, der noch im finsteren Weltkrieg geboren worden sei und 50 Jahre in einer Diktatur gelebt habe, an die Spitze des Staates gerufen werde. Der Einigung auf Gauck war ein Streit zwischen den Regierungsparteien FDP und CDU/CSU vorausgegangen. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe erst nach stundenlangem dramatischen Ringen ihren Widerstand gegen Gauck aufgegeben, hieß es. - Der 72-Jährige war bereits 2010 Kandidat von SPD und Grünen für das Bundespräsidentenamt. Er hatte in der Bundesversammlung aber im dritten Wahlgang gegen den Koalitionsbewerber Christian Wulff verloren, der am Freitag zurückgetreten war.

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Mexiko hat die internationale Staatengemeinschaft aufgefordert, durch "globales Regieren" besser auf Krisen und Konflikte zu reagieren. Bei der ersten Konferenz der G20-Außenminister im mexikanischen Los Cabos kritisierte Außenministerin Patricia Espinosa die weltweit arbeitenden großen Institutionen als zu schwerfällig und bürokratisch. Es gebe viele Themen, bei denen die internationale Gemeinschaft nicht den geringsten Fortschritt mache. Die Menschen hätten das Vertrauen in die Fähigkeit der Politik verloren, die richtigen Antworten geben zu können, sagte die Gastgeberin. Neben aktuellen Problemen wie der Krise in Syrien stehen auch die Themen nachhaltige Entwicklung, Handel, Klimaschutz und die Bekämpfung der Korruption auf der Tagesordnung des Treffens. Außerdem wollen die Außenminister den G-20-Gipfel vorbereiten, der im Juni ebenfalls in Los Cabos stattfinden wird. Deutschland wird in Mexiko durch Außenminister Guido Westerwelle vertreten.

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Die Finanzminister der Euro-Zone wollen an diesem Montag über das zweite Hilfspaket für das hochverschuldete Griechenland im Umfang von 130 Milliarden Euro entscheiden. Die Regierung in Athen hatte am Wochenende weitere Einsparungen beschlossen, die die EU und der Internationale Währungsfonds zur Auflage gemacht hatten. Erwartet wird deshalb, dass die Minister die Milliardenkredite freigeben. Ohne neue Hilfen droht Griechenland im März der Staatsbankrott.

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Zum zweiten Mal in diesem Jahr ist ein Expertenteam der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA im Iran eingetroffen. Chefinspekteur Herman Nackaerts erklärte, er hoffe auf konkrete Ergebnisse der Reise. Im Mittelpunkt stehe die mögliche militärische Dimension des iranischen Atomprogramms. Es sollten aber alle offenen Fragen angesprochen werden, sagte Nackaerts. - Vergangene Woche hatte der Iran der EU mitgeteilt, er sei zur Wiederaufnahme der seit einem Jahr auf Eis liegenden Gespräche über sein Atomprogramm bereit. Insbesondere der Westen verdächtigt das Land, insgeheim an der Entwicklung der Atombombe zu arbeiten. Teheran hat dies stets bestritten.

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Auf Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt am Main wird wieder gestreikt. Der 48-stündige Ausstand der Mitarbeiter auf dem Flugvorfeld werde bis zum frühen Mittwochmorgen dauern, teilte die Gewerkschaft der Flugsicherung (GDF) mit. Ursprünglich sollte der Streik am Dienstagmorgen zu Ende gehen. - Die Lufthansa hat bereits rund 200 Starts und Landungen gestrichen - Langstreckenflüge sollen nach Auskunft eines Sprechers aber nicht betroffen sein. Der Flughafenbetreiber Fraport erklärte, mit einem Notbetrieb solle mindestens die Hälfte der Flüge sichergestellt werden. Die Gewerkschaft will mit dem Streik deutliche Einkommenssteigerungen für die rund 200 Beschäftigten auf dem Vorfeld durchsetzen.

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Mit den Rosenmontagszügen erreicht der Straßenkarneval in den deutschen Karnevalshochburgen seinen Höhepunkt. In Köln, Düsseldorf und Bonn werden rund zwei Millionen Schaulustige erwartet, in Mainz etwa eine halbe Million. Der größte Umzug im Rheinland macht sich in Köln auf den Weg durch die Innenstadt. Thema der in Rekordzeit umgebauten Motivwagen ist in diesem Jahr auch der Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff. Nicht einmal zwei Tage blieben den Karnevalisten, um die Wagen der neuen Situation anzupassen. Weitere große Themen der Umzüge sind der FDP-Niedergang und die Euro-Rettung.

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FUSSBALL: In der 1. Bundesliga spielten am Sonntag: Schalke - Wolfsburg 4:0 und Hannover - Stuttgart 4:2. - Die Schalker verkürzten mit ihrem Sieg den Rückstand auf den Tabellendritten Bayern München auf einen Punkt.

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