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Fußball

20. Spieltag: Hertha erstürmt die Tabellenspitze

Ist der Höhenflug der Hoffenheimer zu Ende? Ist Hertha ein ernsthafter Meisterschaftsanwärter? Können die Bayern den Titel doch noch verteidigen? Das sind die Fragen nach den Samstags-Partien der 20. Runde.

Voronin erzielt am Boden liegend den ersten von zwei Treffern für Hertha gegen Bayern. Rensing schaut dem Ball hinterher. (Quelle: AP)

Matchwinner Voronin (li.) erzielt den ersten von zwei Treffern für Hertha gegen Bayern

Mit der 1:4-Heimpleite am Freitag gegen Bayer 04 Leverkusen hatte 1899 Hoffenheim den Weg bereitet und Hertha BSC Berlin nutzte die Gunst der Stunde. Die Hauptstädter gewannen das Top-Spiel der 20. Runde gegen den Titelverteidiger FC Bayern München mit 2:1 und stürmten an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga. Matchwinner war der Berliner Stürmer Andrej Voronin, der beide Treffer für die Hertha erzielte. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre hat damit 40 Punkte auf dem Konto und führt vor "Herbstmeister" Hoffenheim mit 39 und den Bayern mit 38 Zählern. Klar, dass der Berliner-Coach stolz auf seine Mannschaft war: "Das 2:1 war nicht unverdient, das war fantastisch. Vor 75.000 Zuschauern mit 2:1 gegen Bayern gewonnen, das genügt für heute."

Hertha-Coach hatte gut lachen (Quelle: dpa)

Hertha-Coach Favre hatte gut lachen

Wolfsburg bleibt auf Europapokal-Kurs

Unterdessen beendete der VfL Wolfsburg seine neunmonatige Auswärtsmisere. Die Niedersachsen gewannen bei Eintracht Frankfurt mit 2:0 und feierten damit den ersten Sieg auf des Gegners Platz seit dem 17. Mai 2008. Mit jetzt 33 Punkten rangieren die "Wölfe" hinter Leverkusen und Hamburg, die beide jeweils 36 Zähler auf dem Konto haben, auf Position sechs. Damit hat das Team von Trainer Felix Magath die UEFA-Cup-Plätze weiter im Visier.

Spannung pur in Hannover

Balitsch im Zeikampf mit Hitzlsperger (Quelle: AP)

Balitsch (li.) im Zweikampf mit Hitzlsperger (re.)

Im Verfolgerfeld musste sich der VfB Stuttgart bei Hannover 96 nach einer 2:0-Führung am Ende doch noch mit einem 3:3 zufrieden geben. Nach 85 Minuten stand es in der spannenden Partie noch 2:2, dann gelang Joker Mikael Forssell sogar das 3:2 für die 96`er. Doch der Stuttgarter Thomas Hitzlsperger sorgte in der 88. Minute doch noch für den Ausgleich. Markus Babbel, der Trainer der Schwaben, meinte anschließend, man solle nach zwei Auswärtsspielen mit vier Punkten auch mal zufrieden sein, fügte allerdings hinzu: "Wenn man 2:0 führt, dann will man das Spiel natürlich auch gewinnen." Mit 32 Punkten stehen die Schwaben in der Tabelle damit direkt hinter Wolfsburg auf Platz sieben.

Kein Ende der Schalker Krise

Dabrowski erzielt den Bochumer Siegtreffer (Quelle: AP)

Dabrowski (li.) erzielt den Bochumer Siegtreffer

Einen Zähler und einen Platz dahinter befindet sich der FC Schalke 04. Die Königsblauen verloren im "kleinen" Revier-Derby beim VFL Bochum mit 1:2 und finden weiterhin keinen Weg aus der Krise. Die Bochumer dagegen rangieren mit jetzt 17 Punkten auf dem rettenden 15. Platz. Deren Trainer, Marcel Koller, blieb trotz des Heimsiegs gewohnt gelassen: "Schalke hatte im Spiel sicher mehr Ballbesitz. Wir hatten aber auch unsere guten Möglichkeiten, noch mehr Tore zu erzielen." Wenn man aber gegen Schalke oder Dortmund gewinne, zähle das für die eigenen Fans natürlich noch ein bisschen mehr, freute sich Koller.

Bremen hadert weiter

Özil setzt sich gegen Bradley durch (Quelle: AP)

Özil setzt sich gegen Bradley durch

Endgültig den Anschluss zu den Spitzenplätzen droht dagegen Werder Bremen zu verlieren. Trotz überlegener Spielweise reichte es für die Hanseaten gegen Borussia Mönchengladbach nur zu einem 1:1. Der nach Ablauf seiner Sperre ins Team zurückgekehrte Claudio Pizarro brachte die Gastgeber in Führung, doch schon kurz danach erzielte Michael Bradley den Ausgleich für die Borussia. Die Elf vom Niederrhein bleibt mit jetzt 13 Zählern Schlusslicht der Liga. Aus Gladbacher Sicht Garant für das Remis war der überragende Torhüter Logan Bailly. Dessen Leistung hob anschließend auch Hans Meyer hervor, räumte aber ein: "Dass wir hier ein 1:1 geholt haben, war natürlich glücklich"

Karlsruhe wittert Morgenluft

Nach dem zweiten Erfolgserlebnis auf fremden Plätzen schöpft der Karlsruher SC im Kampf um den Klassenerhalt neue Hoffnung. Die Mannschaft von Trainer Edmund Becker kam beim 1. FC Köln zu einem 0:0 und holte damit zum zweiten Mal in der laufenden Saison in einem Auswärtsspiel etwas Zählbares. In der Tabelle bedeutet das 17 Punkte und Relegationsplatz 16. Einen Zähler weniger weist der FC Energie Cottbus auf Position 17 auf. Allerdings sind die Lausitzer am Sonntag noch gefordert in der Partie bei Borussia Dortmund. Im zweiten Sonntags-Spiel hat der Hamburger SV gegen Arminia Bielefeld die Chance, mit einem Heimsieg bis auf den dritten Tabellenplatz vorzurücken.

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