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Aktuell Kultur

20. Juni wird Gedenktag für Vertriebene

Den Opfern von Flucht und Vertreibung wird in Deutschland künftig jedes Jahr am 20. Juni gedacht. Das hat die Bundesregierung beschlossen. Der Umgang mit der Erinnerung an Vertreibungen hatte lange für Debatten gesorgt.

Bereits im Jahr 2000 hatte die Vollversammlung der Vereinten Nationen den 20. Juni als Weltflüchtlingstag ausgerufen. In Deutschland soll dieser nun erweitert werden: Ab 2015 soll jedes Jahr an diesem Tag neben den weltweiten Opfern von Flucht und Vertreibung insbesondere an die deutschen Vertriebenen erinnert werden.

Versöhnungsarbeit der deutschen Vertriebenen würdigen

Flucht und Vertreibung seien Teil der Geschichte der europäischen Gemeinschaft, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Auch Millionen Deutsche hätten als Folge des Zweiten Weltkrieges ihre angestammte Heimat verlassen müssen. Der Gedenktag solle das Schicksal der Flüchtlinge in der Welt ebenso würdigen wie die Versöhnungsarbeit der deutschen Vertriebenen. Diese hätten von Beginn an der Gewalt eine Absage erteilt, neue Brücken zu den Nachbarn geschlagen und die Vision eines geeinten Europas mitgeprägt, sagte de Maizière.

Der Umgang mit der Erinnerung an die Vertreibung aus Ostpreußen, Schlesien, Pommern etc. und aus den von den Nazis bestzten Ländern sorgte lange für hitzige Debatten. Der Bund der Vertriebenen forderte jahrelang einen eigenen Gedenktag. Der 1958 in Berlin gegründete Verband versteht sich als Interessenvertretung der bis zu 14 Millionen als Folge des Zweiten Weltkrieges vertriebenen Deutschen und ihrer Nachkommen.

pg/chr (dpa, afp, epd, kna)

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