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Geschichte

1995 bis 1999

Die Bundesregierung entscheidet, dass die DW-Zentrale nach Bonn umzieht.

Die Baustelle zum Schürmann-Bau

Die Baustelle zum Schürmann-Bau

1995

Am 11. Oktober beschließt die Bundesregierung: Die DW-Zentrale zieht in den Schürmann-Bau in Bonn. Der nach dem Kölner Architekten Prof. Joachim Schürmann benannte Bau war ursprünglich für die Abgeordneten des Deutschen Bundestages bestimmt. Mit dem Beschluss, Bundestag und Bundesregierung als Folge der deutschen Einheit in die neue alte Hauptstadt Berlin zu verlegen, war diese Bestimmung hinfällig. Die DW ihrerseits muss das Kölner Funkhaus auf Grund der Asbestbelastung in absehbarer Zeit räumen. Beim Rheinhochwasser Weihnachten 1993 war das im Bau befindliche Gebäude stark beschädigt, soll aber dennoch fertiig gestellt werden.

Ab 1. Juli wird das Programm von DW-TV rund um die Uhr ausgestrahlt. – Die DW erhält ein neues Corporate Design und somit auch ein neues Logo.

Der Start von AsiaSat 2 für die asiatisch-pazifische Region schließt die letzte Lücke im DW-Satellitennetz.

Die DW beginnt mit der Digitalisierung im Hörfunk – zunächst im Englischen Programm.

Die DW steigt auch in das EDR-Projekt ein (Europäisches Digitales Radio), ein von der EU gefördertes europäisches Pilotprojekt, an dem auch BBC World Service, Radio France Internationale und Radio Nederland beteiligt sind – der spätere Name: Radio.E.


Im Juni wird Dieter Weirich vom Rundfunkrat als Intendant bestätigt. Er legt ein "Zehn-Punkte-Programm zur Reform der Deutschen Welle (DW) bis zum Jahr 2000" vor.

Der fünfte Literaturpreis der DW geht an die mexikanischen Autoren Gabriela Riveros (Funkerzählung) und José Concepción Flores Arce (Hörspiel).

1996

Fernsehfortbildungszentrum Berlin

FernsehfortbildungszentrumBerlin

Das bisherige TV-Trainingszentrum des SFB wird in die DW integriert. Künftig gibt es neben dem Deutsche Welle Fortbildungszentrum (DWFZ) Hörfunk in Köln auch das DWFZ Fernsehen in Berlin.

Das neue bimediale Studio Moskau wird eröffnet

Mit dem DW-FORUM "Lateinamerika" startet die Deutsche Welle eine neues, hochkarätiges Veranstaltungsformat. Zu den prominenten Gästen zählen Bundesaußenminister Klaus Kinkel und der Bundesminister für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Carl Dieter Spranger.

1997

Zum ersten Mal verleiht die DW den gemeinsam mit der EBU (European Broadcasting Union) ausgeschriebenen Weltmusikpreis – den "World Music Award". Ausgezeichnet werden: "Samische Joiks", eine Sendung der WDR-Reihe Musikpassagen; die Sendung Cucamonga von BRTN Radio/Brüssel und der Beitrag "Katadjak" in der Reihe Svangrum der Swedisch Broadcasting Corporation. Den Rahmen für die Preisverleihung bietet die ebenfalls erstmals veranstaltete DW-Weltmusiknacht im Funkhaus in Köln.

Der Rundfunkrat beschließt die Schaffung eines Bosnischen Programms Wegen der Unruhen in Albanien wird die Sendezeit von DW-RADIO/Albanisch um 30 Minuten ausgeweitet.

DW-RADIO startet den Sprachkurs "Marktplatz – Deutsche Sprache in der Wirtschaft", in Kooperation mit dem Deutschen Industrie- und Handelstag (DIHT) und den Carl-Duisberg-Centren (CDC).

Sechste Ausgabe des DW-Literaturpreises – dieses Mal in türkischer Sprache: Ausgezeichnet werden Hidayet Karakus aus Izmir und Asli Erdogan aus Istanbul.

Im Dezember tritt die neue gesetzliche Grundlage für den Auslandsrundfunk, das "Deutsche Welle Gesetz", in Kraft. Es sieht unter anderem die Möglichkeit für Werbung in den DW-Programmen vor.

1998

Reorganisation bei DW-RADIO: Das Dänische, Norwegische, Niederländische und Italienische Programms werden eingestellt. – Die Redaktion Afrika/Französisch und die Französische Redaktion des Europa-Programms werden im Französischen Programm zusammengefasst. – Das Russische Programm wird von acht auf 13 Stunden täglich aufgestockt. – Das Deutsche Programm sendet wieder im Vier-Stunden-Rhythmus.

Digital Radio Mondiale (DRM) wird in Guangzhou, China, gegründet. Das Konsortium umfasst internationale Rundfunksender, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Organisationen der Medienbranche. Ihr Vorsitzender wird Peter Senger, Chefingenieur der DW. Das Ziel: die AM-Bereiche sollen digitalisiert, der Kurzwellenempfang UKW-Qualität erreichen.

Der DW-Weltmusikpreis wird – erneut im Rahmen der DW-Weltmusiknacht im Funkhaus Köln – überreicht: Die Preise gehen an Autoren von Radio France Internationale (RFI), des Österreichischen Rundfunks (ORF) sowie des belgischen Senders Vlaamse Radio en Televisie (VRT).

Im Dezember debattiert der Deutsche Bundestag über die "Reform der medialen Außenrepräsentanz". Grundlage ist ein Positionspapier von Michael Naumann, der nach der Bundestagswahl vom Oktober zum Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kuultur und der Medien berufen wurde. Zu seinem Geschäftsbereich gehört künftig auch die DW, deren Aufsichtsbehörde bis dahin das Bundesinnenministerium war.

Als erster öffentlich-rechtlicher Sender in Deutschland bildet die DW Online-Volontäre aus.

1999

DW-TV wird mit Beginn des Jahres neu positioniert: als reiner Nachrichten- und Informationskanal mit klarem Schema und neuem Programm-Layout: Journal, Magazine und Dokumentationen. Im stündlichen Wechsel Deutsch und Englisch, dazu zwei Stunden Spanisch.

Mit Jahresbeginn werden die Aufgaben der Fernsehproduktions- und Vertriebsgesellschaft vollständig in die DW integriert.

Der Haushaltsausschuss des Bundestages votiert für einen um 30 Millionen gekürzten DW-Etat: 606 Millionen für das laufende Jahr. Weitere Kürzungen in den kommenden Jahren sollen Folgen. Der Haushalt 2000 soll nach Beschluss der Bundesregierung 581 Millionen DM umfassen, die mittelfristige Finanzplanung sieht bis 2003 Kürzungen um insgesamt 89 Millionen DM vor.

Der Intendant legt ein Konzept mit dadurch erforderlichen tief greifenden Einsparmaßnahmen vor. Rundfunk- und Verwaltungsrat stimmen den Vorschlägen der Geschäftsleitung zu.

Im September demonstrieren rund 600 Kölner und Berliner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Berlin gegen die Etat-Kürzungen.

DW-RADIO weitet die Fremdsprachen-Programme für den krisengeschüttelten Balkan aus. In Berlin veranstaltet die DW ein Konzert mit dem Bundesjugendorchester (BJO) zugunsten der Kosovo-Flüchtlinge.

20 Jahre Internationale Koproduktionen – die Bilanz: 227 gemeinsame Produktionen der DW mit Sendern in 84 Ländern

Ab Juli übernimmt Radio Guangdong in der VR Chian Sendungen des Chinesischen Programms von DW-RADIO. Tage später sendet die DW ein historisches und folgenreiches Interview mit Taiwans Präsident Lee Teng-hu – "eine Art politisches Testament", wie Ortwin Lowack, Präsident der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft, urteilt. Lee bezeichnet die Beziehungen Taiwans mit der Volksrepublik erstmals als "Beziehungen besonderer Art zwischen Staaten" und setzt sich damit ab von der offiziellen Lesart Pekings: "Ein Land – Zwei-Systeme". Diese Äußerungen im DW-Interview führten zu ernsten politischen Spannungen zwischen den beiden Staaten.

Im Rahmen der Weltmusiknacht – dieses Mal in der Bonner Beethovenhalle – wird der dritte DW-Weltmusikpreis verliehen. Die Preise gehen an Vlaamse Radio en Televisie (VRT), Radio France Internationale (RFI) und die Canadian Broadcasting Corporation (CBC).

Jubiläum

Signet DEU 60 Jahre im Dialog mit der Welt NOCHT NICHT VERWENDEN

Seit 1953 auf Sendung

60 Jahre im Dialog mit der Welt: Im Jubiläumsjahr 2013 haben wir für Sie Infos, Stimmen und Bilder zusammengestellt. 

Meilensteine der DW