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Sportgeschichten

1976: Live-Reportage vom Finale im Degenfechten bei den Olympischen Sommerspielen in Montreal 1976 : Alexander Pusch gegen Gyoezoe Kulcsar

"Ein brillantes Finale, großartiges Fechten " - DW-Korrespondent Karl Bernd Skamper berichtet

Montreal 1976 Alexander Pusch Olympiasieger (Imago/Werek)

Alexander Pusch - Degenfechten Olympiasieger 1976 während der Siegerehrung

Mit gerade 18 Jahren wurde er zum ersten Mal deutscher Meister und sollte diesen Erfolg noch mehrmals wiederholen. Dazu gesellten sich Siege bei Europa- und Weltmeisterschaften sowie Europa- und Weltcups. Zu den Trophäen der beispiellosen Fechtkarriere von Alexander Pusch gehört auch die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Montreal im Jahr 1976.

Montreal 1976 Gold für Alexander Pusch (picture-alliance/dpa)

Montreal 1976: Gold für Alexander Pusch - auf den Schultern der Betreuer vom Fechtboden getragen

Jüngster Weltmeister der Disziplin

Zur Welt kam Alexander Pusch am 15.5.1955 in Tauberbischofsheim. Seine ersten Schritte auf der Planche setzte er bereits mit zehn Jahren in der heimischen Fechtschule. Nach einigen Versuchen mit dem Florett wechselte er zum Degen über. Dieser Wechsel sollte sich bald als sehr trefflich herausstellen, denn in dieser Disziplin wurde Alexander Pusch zum Fechtstar.  Seine erste deutsche Meisterschaft im Degen-Fechten holte er noch als Junior im Jahr 1973. Ein Jahr später wurde Alexander Pusch zum Vizeweltmeister der Junioren. International wurde der Tauberbischofsheimer bekannt, als er 1975 das Final-Duell gegen den Russen Boris Loukonsmi für sich entscheiden konnte und zum jüngsten Weltmeister in der Geschichte der Disziplin avancierte. Nun begann eine beispiellose Fechter-Karriere.

Erstes Olympiagold

Sowohl im Einzel wie auch mit der Mannschaft dominierte Alexander Pusch über Jahre die internationale Szene der Degenfechter. Ein Jahr nach seinem ersten Weltmeistertitel holte er das Olympiagold für Deutschland. Bei den Olympischen Sommerspielen in Montreal 1976 setzte er sich im Finale gegen den Ungarn Gyoezoe Kulcsar durch. Im gleichen Jahr wurde Alexander Pusch auch Sieger im Gesamtweltcup. Trotz so großer Erfolge mit gerade 21 Jahren blieb Alexander Pusch auf dem Boden, wie „Die Welt“ vom 23.12.76 in ihrer Reihe „Die Olympiasieger und die Folgen des Ruhms“ berichtete, und setzte seine Erfolgsgeschichte fort. Es sollten noch weitere Triumphe folgen.

Imposante Bilanz

Alexander Pusch Weltmeister Degenfechten 1975 (Imago/Werek)

Alexander Pusch mit seiner WM-Goldmedaille von 1975

Die Bilanz dieser außergewöhnlichen Fechterkarriere, die im Mekka des Degensports in Tauberbischofsheim begann, ist imposant und das sowohl im Einzel als auch mit der Mannschaft. So wurde er im Einzel insgesamt acht Mal deutscher Meister und Sieger beim Europa Cup. Vier Mal siegte er bei Weltcups. Hinzu kamen zwei Weltmeistertitel und unzählige Medaillen in Gold und Silber mit der Mannschaft. 1989 gab Alexander Pusch seinen Rücktritt von der aktiven Laufbahn bekannt und begann eine Trainertätigkeit. Unter anderem war er der Trainer der Fechtikone Anja Fichtel, mit der er große Erfolge feierte.

DW-Korrespondent Karl Bernd Skamper berichtete live von dem Finale-Duell zwischen Alexander Pusch und dem Ungarn Gyoezoe Kulcsar bei den Olympischen Sommerspielen in Montreal 1976.

Autor: Andreas Zemke

Redaktion. Uta Hardes-Schmeißer

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