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Nachrichten

19.12.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Nordkoreas langjähriger Machthaber Kim Jong Il ist tot. Nach Angaben des Staatsfernsehens starb der 69-Jährige bereits am Samstag während einer Zugfahrt. Als Grund wurde Herzversagen angegeben. Der seit 17 Jahren amtierende Staatschef des abgeschotteten kommunistischen Landes galt bereits seit längerem als gesundheitlich angeschlagen. Sein jüngster Sohn Kim Jong Un soll nach Angaben der Staatsmedien Nachfolger werden. Wann er die Regierungsgeschäfte übernimmt ist unklar. Kim hatte in den letzen Monaten die Machtübergabe an seinen Sohn vorangetrieben. Als Reaktion auf die Nachricht vom Tod des Diktators wurde die südkoreanische Armee in Alarmbereitschaft versetzt. Auch Japan reagierte. Ministerpräsident Yoshihiko Noda berief den nationalen Sicherheitsrat ein und wies das Verteidigungsministerium und andere Regierungsstellen an, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten.

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In Tschechien haben tausende Menschen Abschied von ihrem verstorbenen Ex-Präsidenten Vaclav Havel genommnen. Im Stadtzentrum von Prag fanden am Abend und in der Nacht spontane Trauerkundgebungen für den am Sonntag im Alter von 75 Jahren Verstorbenen statt. Sein Nachfolger Vaclav Klaus würdigte ihn als Symbol des modernen tschechischen Staates. Der Schriftsteller und einstige Dissident Havel zählte zu den Anführern der sogenannten Samtenen Revolution 1989, in deren Verlauf die kommunistische Führung der damaligen Tschechoslowakei gestürzt wurde. Nach der Trennung von der Slowakei wurde er 1993 tschechischer Staatschef und blieb bis 2003 im Amt. Weltweit wurden Havels Leistungen vor allem während der Wendezeit gewürdigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel nannte Havel einen großen Europäer, dessen Einsatz für Freiheit und Demokratie unvergessen bleibe.

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Israel hat einen großangelegten Gefangenenaustausch mit der radikal-islamischen Hamas abgeschlossen. Bei den 550 Palästinensern, die aus israelischen Gefängnissen entlassen wurden, handelt es sich um die zweite Gruppe von insgesamt mehr als 1000 Häftlingen, die im Austausch gegen den Soldaten Gilad Schalit auf freien Fuß gesetzt wurden. Bei ihrer Ankunft im Gaza-Streifen und dem Westjordanland wurden sie von tausenden Menschen jubelnd empfangen. Schalit war 2006 als 19-Jähriger von der Hamas in den Gazastreifen entführt worden. Vor zwei Monaten kam er nach mehr als fünf Jahren Geiselhaft frei.

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US-Außenministerin Hillary Clinton hat sich besorgt über die Gewalt der ägyptischen Sicherheitskräfte gegen Demonstranten gezeigt. Sie fordere Soldaten und Polizei auf, die "universellen Rechte aller Ägypter zu respektieren, einschließlich des Rechts auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit", erklärte Clinton in Washington. Ähnlich hatten sich zuvor UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton geäußert. Der regierende ägyptische Militärrat wies die Kritik zurück. Die seit drei Tagen andauernden Krawalle seien Teil einer Verschwörung gegen Ägypten und die Truppen hätten das Recht, das Eigentum des Volkes zu schützen, hieß es auf der Facebook-Seite des Militärrats. Bei den Protesten wurden seit Freitag nach amtlichen Angaben mindestens zehn Menschen getötet und 500 weitere verletzt. Die Demonstranten fordern vor allem eine rasche Machtübergabe des Militärrats an eine zivile Regierung.

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Der wegen seines Privatkredits und enger Beziehungen zu vermögenden Unternehmern in der Kritik stehende Bundespräsident Christian Wulff ist in die Offensive gegangen. Von diesem Montag an können Journalisten die Unterlagen zu dem 500.000-Euro-Kredit einsehen, den Wulff 2008 von der Ehefrau eines befreundeten Unternehmers erhalten hat. Über seine Anwälte ließ Wulff zudem eine Liste mit Urlauben veröffentlichen, die er als niedersächsischer Ministerpräsident bei befreundeten Geschäftsleuten verbracht hat. Aufgezählt sind sechs - für Wulff und seine Familie kostenlose - Urlaube aus den Jahren 2003 bis 2010. - Rückendeckung erhielt Wulff von den Regierungsparteien. SPD und Grüne bekräftigten ihre Forderung nach vollständiger Aufklärung der Modalitäten des Privatkredits.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viele Wolken mit weiteren Schnee- und Graupelschauern, in höheren Lagen Glättegefahr. An Nord- und Ostsee sowie am Alpenrand auch sonnige Abschnitte. Tageshöchstwerte minus zwei Grad auf der Schwäbischen Alb und bis plus sechs Grad in Kiel. Die weiteren Aussichten: Auch am Dienstag stark bewölkt mit Regen- und Schneeschauern. Wieder etwas milder. Tagestemperaturen minus eins bis plus acht Grad.

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