1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

19.11.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Außenminister Guido Westerwelle hat Afghanistan bei einem Kurzbesuch in Kabul die deutsche Unterstützung für die Zeit nach dem Abzug der internationalen Kampftruppen zugesichert. Deutschland werde seine Freunde in Afghanistan in den Jahren nach 2014 nicht vergessen, sagte er nach einem Treffen mit Präsident Hamid Karsai. Anlass für den Besuch ist die Vorbereitung der Afghanistan-Konferenz in Bonn, bei der Regierungsvertreter aus rund 100 Ländern am 5. Dezember über die Zukunft Afghanistans nach 2014 beraten werden. Karsai zeigte sich zuversichtlich, dass die Tagung zu einem Erfolg werde. Die Konferenz untermauere einmal mehr die guten Beziehungen zwischen beiden Ländern.

***

Nach einem Verhandlungsmarathon haben sich Spitzenvertreter der EU-Staaten und des Europa-Parlaments auf die Eckdaten des Haushalts der Europäischen Union für 2012 geeinigt. Der EU-Etat sieht Ausgaben von gut 129 Milliarden Euro vor. Das sind rund zwei Prozent mehr als im laufenden Jahr. Damit setzten sich die Mitgliedsländer durch, die die Ausgabensteigerung etwa in Höhe der Inflationsrate halten wollten. Das Europa-Parlament hatte einen Haushaltsplan aufgestellt, der Ausgaben von insgesamt 133 Milliarden Euro vorsah. Der Vorsitzende des Haushaltsausschusses im Europa-Parlament, Alain Lamassouré, sprach nach den 17-stündigen Verhandlungen in Brüssel von einem Kompromiss, der keinen wirklich glücklich mache. Er zeige aber, dass das Europa der 27 Staaten funktioniere.

***

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat vor der nächsten Hilfszahlung an Griechenland klare Zusagen auch von der Opposition in Athen verlangt. Solange keine schriftliche Zusicherung eines Sparkurses vorliege, sollte die nächste Tranche in Höhe von acht Milliarden Euro aus dem internationalen Rettungspaket zurückgehalten werden, sagte Schäuble in Berlin. Auch in Irland und Portugal habe es vor einer Unterstützung entsprechende Zusagen gegeben. Die konservative Partei Nea Dimokratia will den Sparkurs der neuen Athener Regierung zwar unterstützen. Eine schriftliche Verpflichtung zu Reformen verweigert sie aber. Ohne den nächsten Kredit ist Griechenland nach eigenen Angaben noch vor Weihnachten bankrott. Derzeit informiert sich die sogenannte Troika aus EU, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank in Athen über den Stand des Sparkurses.

***

Das neue Abwehrzentrum gegen Rechtsterrorismus soll laut Medien in der Nähe von Bonn angesiedelt werden. Wie die "Rheinische Post" berichtet, hätten sich die Innen- und Justizminister von Bund und Ländern bei ihrer Sonderkonferenz am Freitag in Berlin geeinigt, das neue Abwehrzentrum in Meckenheim einzurichten. In dem Ort 20 Kilometer südlich der ehemaligen Bundeshauptstadt ist bereits eine Zweigstelle des Bundeskriminalamtes. Dort sollten 50 Fachleute aus dem Kölner Bundesamt für Verfassungsschutz, dem Bundeskriminalamt und den Länderbehörden zusammengeführt werden, heißt es in dem Bericht weiter. Die Gründung des neuen Zentrums, in dem auch ein Zentralregister sämtlicher Ermittlungsergebnisse gegen Rechtsextremisten angelegt werden soll, ist die Konsequenz aus den Enthüllungen über eine rechtsextreme Terrorzelle aus Zwickau, die hinter einer Serie von Morden zwischen 2000 und 2006 stehen soll.

***

Die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte nach Deutschland soll offenbar weiter erleichtert werden. Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet über ein Eckpunktepapier von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler, nach dem künftig auch nicht akademische Fachkräfte unbürokratisch eine Niederlassungserlaubnis erhalten sollen. Um im internationalen Wettbewerb um Fachkräfte mitzuhalten, solle zudem ein "Punktesystem" entwickelt werden, durch das Kriterien wie Bedarf, Qualifikation und Integrationsfähigkeit berücksichtigt werden. Deutschland benötige "dringend eine deutlich offenere Zuwanderungspolitik für qualifizierte Fachkräfte", zitiert das Magazin aus dem Papier. Anfang November hatte die FDP im Koalitionsausschuss bereits durchgesetzt, dass die Gehaltsschwelle für Hochqualifizierte für eine sofortige Niederlassungserlaubnis von 66.000 Euro auf 48.000 Euro jährlich gesenkt wird.

***

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten oft dicht bewölkt oder trüb, vereinzelt Nieselregen. Sonst nach Nebelauflösung größere Auflockerungen. Im Süden und Westen auch Sonnenschein. Tagestemperaturen zwei bis zehn Grad Celsius. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag im Norden häufig dicht bewölkt oder neblig-trüb. Sonst längere Zeit sonnig, gebietsweise aber beständiger Nebel. Temperaturen zwei bis elf Grad.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema