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Langsam gesprochene Nachrichten

19.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:12

Nachrichten von Dienstag, 19. September 2017 – langsam gesprochen als MP3

Suu Kyi verurteilt erstmals Gewalt gegen Rohingya:

Myanmars De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi hat nach der Massenflucht von Hunderttausenden Muslimen der Rohingya-Minderheit erstmals Gewalt und Menschenrechtsverletzungen in dem Land verurteilt. Zugleich kündigte die Friedensnobelpreisträgerin bei einer Rede in der Hauptstadt Naypidaw an, dass ihre Regierung bereit sei, die Rückkehr der ins Nachbarland Bangladesch geflüchteten Rohingya zu gestatten - allerdings abhängig von einer Überprüfung des "Status" der Geflohenen. Myanmar solle nicht wegen unterschiedlicher Religionen gespalten sein. Nach wochenlangem Schweigen war dies Suu Kyis erster öffentlicher Auftritt, bei dem sie sich zu dem Konflikt äußerte. Dabei lud sie ausländische Diplomaten ein, die Unruhe-Provinz Rakhine zu besuchen, um sich über die Lage zu informieren. Mehr als 410.000 Rohingya sind nach UN-Angaben ins Nachbarland Bangladesch geflüchtet. Die Vereinten Nationen sprechen von "ethnischen Säuberungen".

 

Hurrikan "Maria" verbreitet Schrecken in der Karibik:

Zwei Wochen nach dem verheerenden Wirbelsturm "Irma" werden die Inseln der Karibik erneut von einem Hurrikan der höchsten Kategorie fünf bedroht. "Maria" traf auf der Insel Domenica mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Stundenkilometern auf Land. Es wurden Dächer weggerissen und es kam zu Überschwemmungen. Wegen des Hurrikans gelten auf mehreren Karibik-Inseln Unwetterwarnungen, auf der französischen Insel Guadeloupe wurden Evakuierungen eingeleitet. Dort drohten Überflutungen und Erdrutsche, hieß es zur Begründung. Die Bewohner der französischen Insel Martinique wurden angewiesen, wegen des gefährlichen Sturms in den Häusern zu bleiben.

 

Trump kritisiert "Bürokratie und Missmanagement" bei den UN:

US-Präsident Donald Trump hat die Bürokratie bei den Vereinten Nationen scharf kritisiert. Die UN sollten sich mehr auf die Menschen und weniger auf die Bürokratie konzentrieren, sagte Trump einen Tag vor Beginn der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. Die UN seien mit "noblen Zielen" gegründet worden. Allerdings hätten sie "wegen Bürokratie und Missmanagement" in den vergangenen Jahren nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen können. Zugleich erklärte der US-Präsident, er unterstütze die von UN-Generalsekretär Antonio Guterres angestrengten Reformschritte. Trump hatte die Vereinten Nationen in der Vergangenheit immer wieder als ineffektiv und als Verschwender von Steuergeldern kritisiert.

 

Trumps Ex-Wahlkampfchef offenbar monatelang abgehört:

Der frühere Wahlkampfmanager von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, ist laut einem CNN-Bericht während des Wahlkampfs und auch noch danach heimlich von den Behörden abgehört worden. Manaforts Gespräche seien auf Grundlage einer geheimen Gerichtsanordnung bis mindestens Anfang dieses Jahres mitgeschnitten worden, so der US-Nachrichtensender. Unklar sei, ob auch Gespräche mit Trump abgehört worden seien. Manafort hatte Trumps Kampagne von Juni bis August 2016 geleitet. Unter Berufung auf drei Quellen berichtete CNN, die belauschten Gespräche hätten bei den Ermittlern den Verdacht genährt, dass Manafort Russland ermutigt habe, zugunsten von Trump in den Wahlkampf einzugreifen. Zwei der Quellen gaben demnach allerdings an, dass die Beweise nicht ausreichend gewesen seien. - Manafort soll erstmals 2014 überwacht worden sein. Dies sei im Rahmen von Ermittlungen der Bundespolizei FBI geschehen, bei denen es um die Arbeit von in Washington ansässigen Beraterfirmen für die damalige Regierungspartei in der Ukraine gegangen sei.

 

USA schicken mehr als 3000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan:

Die USA schicken mehr als 3000 weitere Soldaten nach Afghanistan. Das sagte Verteidigungsminister James Mattis im Pentagon. Einige der zusätzlichen Kräfte sind demnach bereits auf dem Weg in das Land am Hindukusch. Das US-Militär hat derzeit rund 11.000 Soldaten in Afghanistan. Der Einsatz ist mit fast 16 Jahren die längste Militär-Operation der USA. Die Sicherheitslage in dem Land hat sich mit dem Erstarken der radikalislamischen Taliban zuletzt wieder deutlich verschlechtert. Nach Militärangaben kontrollieren die Aufständischen rund elf Prozent des Landes. Weitere knapp 30 Prozent gelten als umkämpft. Zudem gibt es einen Ableger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS).

 

Ryanair veröffentlicht Liste mit Flugstreichungen:

Die irische Billig-Fluggesellschaft Ryanair hat nach heftiger Kritik von Kunden und von Seiten der EU eine vollständige Liste mit rund 2000 Flugstreichungen bis Ende Oktober veröffentlicht. Betroffene Kunden würden zudem per E-Mail benachrichtigt, teilte das Unternehmen in Dublin mit. Die Liste der Flugstreichungen lässt sich über die Website einsehen. Ursache "dieser chaotischen Verhältnisse" sind laut Ryanair-Chef Michael O'Leary "Schwierigkeiten mit der Planung des Jahresurlaubs" der Piloten. O'Leary wollte damit Berichte entkräften, wonach Ryanair mit einem Pilotenmangel zu kämpfen habe, weil die Fluggesellschaft viel niedrigere Gehälter zahle als die Konkurrenz.

 

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