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Nachrichten

19.09.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:58

Nachrichten von Freitag, 19. September 2014 – langsam gesprochen als MP3

Referendum: Schottland bleibt bei Großbritannien:

In Schottland sind die Befürworter einer Unabhängigkeit von Großbritannien bei dem Referendum gescheitert. Nach Auszählung fast aller Stimmbezirke stimmte eine klare Mehrheit von gut 55 Prozent gegen eine Abspaltung. Die Befürworter eines unabhängigen schottischen Staates kommen auf etwa 44 Prozent. Der schottische Regierungschef und Anführer der Unabhängigkeitskampagne, Alex Salmond, räumte die Niederlage ein. Der britische Premier David Cameron gratulierte den Unabhängigkeitsgegnern zum Sieg. Nicht nur Schottland, sondern allen Regionen des Vereinigten Königreichs versprach der konservative Regierungschef mehr Autonomie. - Das Ergebnis der Abstimmung wurde nicht nur in Großbritannien, sondern in ganz Europa mit Spannung erwartet. Eine Abspaltung Schottlands hätte wohl weitreichende Folgen für die Europäische Union gehabt und andere Regionen ermutigt, ebenfalls die Loslösung anzustreben.

Obama macht keine Zusage für Waffenlieferungen an Ukraine:

Trotz eindringlicher Bitten des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko sieht US-Präsident Barack Obama von Waffenlieferungen an das konfliktgeplagte europäische Land vorerst ab. Nach einem Treffen mit Poroschenko im Weißen Haus machte Obama keine Zusagen für solche Lieferungen, sondern verwies lediglich auf Unterstützung zur "Sicherheit der Ukraine". Die Regierung in Washington hat der Führung in Kiew bereits Hilfen in Höhe von 60 Millionen Dollar gewährt - unter anderem für Lebensmittel, Schutzwesten und Nachtsichtgeräte. Dieses Geld soll nun um weitere 46 Millionen Dollar aufgestockt werden, wie das Weiße Haus mitteilte. Die USA seien zudem bereit, der Ukraine bei Verhandlungen mit Russland zu helfen, sagte Obama. Diplomatie sei der beste Weg, den Konflikt zwischen der ukrainischen Regierung und pro-russischen Separatisten zu lösen. Poroschenko bekannte sich zu dem Anfang des Monats vereinbarten Friedensplan mit den Rebellen. Er hoffe, dass sich die vereinbarte Feuerpause in einen echten Frieden wandeln werde, so der der ukrainische Staatschef.

Breite Unterstützung für Kampf der USA gegen IS-Miliz:

Die USA werden in ihrem Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" nach Angaben von Präsident Barack Obama inzwischen von mehr als 40 Ländern unterstützt. Auch arabische Länder hätten ihre Mithilfe angeboten, sagte Obama in Washington. Zuvor hatte nach dem Repräsentantenhaus auch der US-Senat seinem Vorhaben zugestimmt, moderate syrische Rebellen für den Kampf gegen die IS-Miliz auszubilden und zu bewaffnen. Die Kräfte der gemäßigten Opposition würden sowohl die "Brutalität" der IS-Miliz als auch die "Tyrannei" des syrischen Machthabers Baschar al-Assad bekämpfen, sagte Obama in einer kurzen Ansprache im Weißen Haus.

UN gründen Sondermission im Kampf gegen Ebola-Epidemie:

Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika haben die Vereinten Nationen eine Sondermission gegründet. Sie werde Helfer, Hilfsgüter und Gelder schnell zusammentragen, kündigte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon vor dem Weltsicherheitsrat an. Dieser erklärte die Seuche, die vor allem in Liberia, Sierra Leone und Guinea grassiert, per einstimmig beschlossener Resolution zu einer "weltweiten Gefahr für Frieden und Sicherheit". Die Generalsekretärin der Weltgesundheitsorganisation, Margaret Chan, warnte während der Sitzung des höchsten UN-Gremiums, das exponentielle Wachstum der Ebola-Fallzahl bringe die betroffenen Staaten an den Rand des Zusammenbruchs. Die Entwicklung sei inzwischen beispiellos, sagte Chan. Unterdessen wurden in Guinea die Leichen von mindestens sieben Mitgliedern einer Gruppe gefunden, die Ebola-Aufklärung im abgelegenen Südosten des Landes betreiben wollten. Die Helfer wurden "kaltblütig ermordet", wie ein Regierungssprecher sagte.

Startschuss für Rekordbörsengang von Alibaba:

Der chinesische Online-Händler Alibaba wird seine Aktien beim Börsengang zum Höchstpreis von 68 Dollar losschlagen und steuert damit auf den größten Börsengang aller Zeiten zu. Der Konzern um seinen Gründer Jack Ma teilte mit, die angebotenen Papiere würden am obersten Ende der von 66 bis 68 Dollar reichenden Preisspanne verkauft. Das Volumen des Börsengangs liegt somit bei 21,8 Milliarden Dollar (16,9 Milliarden Euro). Sollte wie erwartet noch die sogenannte Mehrzuteilungsoption ausgeübt werden, würde Alibaba auf rund 25 Milliarden Dollar kommen. So viel Geld hat noch kein Unternehmen je bei seiner Erstnotiz eingesammelt. Der Internetriese Alibaba führt derzeit den chinesischen Onlinemarkt an. Nach eigenen Angaben macht der Konzern mehr Umsatz als Amazon und Ebay zusammen.

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