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Nachrichten

19.09.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Als Konsequenz aus den Ermittlungspannen rund um die Morde der rechtsextremen Terrorzelle NSU startet an diesem Mittwoch die zentrale Neonazi-Datei von Bund und Ländern. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich nimmt sie in Berlin offiziell in Betrieb. 36 deutsche Sicherheitsbehörden sammeln darin ihre Informationen über gewaltbereite Rechtsextremisten. Die Datei soll den Informationsaustausch zwischen der Polizei und Nachrichtendiensten verbessern. Vorbild ist die Anti-Terror-Datei, in der Polizeibehörden und Geheimdienste schon seit Jahren ihre Erkenntnisse über mutmaßlich gefährliche Islamisten teilen.

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In der Debatte über den Mohammed-Schmähfilm hat sich Außenminister Guido Westerwelle dagegen ausgesprochen, mit schärferen Gesetzen gegen Gotteslästerung in Deutschland vorzugehen. Die Verunglimpfung von Andersgläubigen sei im deutschen Strafrecht bereits untersagt, sagte Westerwelle in einem Fernsehinterview. Zuvor hatte der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Johannes Singhammer (CSU) eine Verschärfung des Strafgesetzbuches gefordert. Danach soll jede öffentliche Beschimpfung eines religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses strafbar sein. Die FDP lehnt den Vorstoß ab.

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Die Justiz in Ägypten will den Produzenten des Mohammed-Schmähfilms vor Gericht stellen. Wegen Beleidigung des Islams soll zudem weiteren sieben an dem Video beteiligten Personen der Prozess gemacht werden, wie die ägyptische Staatsanwaltschaft mitteilte. Bei den Betroffenen handele es sich um einen US-Hassprediger und um sechs koptische Christen aus Ägypten, die im Ausland lebten. Ägypten verlangte die Auslieferung der Personen. Unterdessen hat der saudische König Abdullah wegen des islamfeindlichen Mohammed-Films den Zugang zu allen Webseiten gesperrt, auf denen das Video zu sehen ist. So war die Seite der Videoplattform YouTube am Dienstagabend aus Saudi-Arabien nicht erreichbar.

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Als Reaktion auf zunehmende Angriffe durch afghanische Sicherheitskräfte schränkt die Nato-Schutztruppe Isaf die Zusammenarbeit mit der einheimischen Armee und Polizei ein. Die Isaf teilte in Kabul mit, das sogenannte "Partnering" werde künftig in der Regel auf Bataillonsebene oder höher stattfinden. Kleinere Einheiten benötigten nach Einzelfallprüfungen eine Sondererlaubnis ihrer jeweiligen Regionalkommandos. Die Entscheidung gilt als herber Rückschlag für die Bemühungen der Nato, die afghanischen Kräfte für ihren künftigen Einsatz nach dem Abzug der ausländischen Truppen bis 2014 fit zu machen.

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Der chinesische Vizepräsident Xi Jinping hat sich in Peking mit dem amerikanischen Verteidigungsminister Leon Panetta getroffen. Seit seiner überraschenden Abwesenheit für zwei Wochen war es der erste diplomatische Termin des so genannten Kronprinzen, der im Oktober neuer Staats- und Parteichef der Volksrepublik werden soll. Sein Verschwinden hatte in China und weltweit tagelang Gerüchte ausgelöst über seinen Gesundheitszustand und einen parteiinternen Machtkampf.

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