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Nachrichten

19.09.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die deutschen Sozialdemokraten haben das Wahljahr 2011 mit einem klaren Sieg abgeschlossen. Im Bundesland Berlin bleibt der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit an der Macht. Bei der Abgeordnetenhaus-Wahl wurde seine SPD mit 28,3 Prozent wieder stärkste politische Kraft - trotz Verlusten von zweieinhalb Prozentpunkten. Keine Mehrheit mehr hat allerdings die bisherige "rot-rote" Koalition, da die Linkspartei auf 11,7 Prozent zurückfiel. Die Berliner SPD könnte nun eine Koalition mit den Grünen eingehen, die mit 17,6 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis in der Bundeshauptstadt erzielten. Möglich ist auch eine Große Koalition mit der CDU. Die Christdemokraten verbesserten sich auf 23,4 Prozent. Erstmals der Einzug in ein deutsches Parlament gelang mit 8,9 Prozent der Piratenpartei, die sich um Transparenz und Bürgerbeteiligung in der Politik bemühen will. Ein Wahldebakel erlebte die FDP. Die Liberalen verfehlten mit 1,8 Prozent deutlich die Fünf-Prozent-Hürde und flogen damit aus einem weiteren Landesparlament.

 

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Trotz des Debakels der Freien Demokraten bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin lehnt Generalsekretär Christian Lindner eine neue Personaldiskussion ab. Der ohnehin bestehende Eindruck mangelnder Geschlossenheit in der FDP werde sonst nur verstärkt, sagte Lindner dem Deutschlandfunk in Köln. Dies gelte auch für den Posten des Außenministers. Man werde mit Guido Westerwelle weiter und gut zusammenarbeiten. - Parteichef Philipp Rösler schloss persönliche Konsequenzen aus und bekräftigte seine umstrittene Position zur Euro-Rettung. Rösler war in die Kritik geraten, weil er als Wirtschaftsminister und Vizekanzler öffentlich eine "geordnete Insolvenz" Griechenlands thematisiert hatte. Dafür war er von Bundeskanzlerin Angela Merkel und CDU-Finanzminister Wolfgang Schäuble gerügt worden.

 

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Bei einem schweren Erdbeben sind im Nordosten Indiens und in Nepal nach jüngsten Angaben fast 50 Menschen ums Leben gekommen. Das Beben hatte die Stärke 6,9, wie Seismologen mitteilten. Das Epizentrum lag in der Nähe von Gangtok, der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Sikkim. Augenzeugen berichteten von etlichen zerstörten oder beschädigten Häusern in der Region. Die Erdstöße waren bis ins 1000 Kilometer entfernte Neu Delhi zu spüren. Indiens Premierminister Manmohan Singh berief eine Dringlichkeitssitzung der Katastrophenschutzbehörde ein.

 

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Bei einem Selbstmordanschlag auf den Chef der Kriminalpolizei in der südpakistanischen Millionenmetropole Karachi sind neun Menschen getötet worden. Der Chef der Kriminalpolizei, Chaudhry Aslam, blieb nach eigenen Angaben unverletzt. Karachis Polizeichef Saud Mirza sagte, neben dem Attentäter seien sechs Polizisten, eine Frau und ein Kind bei der Explosion ums Leben gekommen. Mehrere Menschen seien verletzt worden, als der Angreifer seinen mit Sprengstoff beladenen Wagen in die Mauer von Aslams Haus steuerte. Die Bombenexplosion hinterließ einen riesigen Krater.

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Das von der Staatspleite bedrohte Griechenland hat seinen internationalen Geldgebern zugesichert, es werde in seinen Anstrengungen zur Überwindung der Schuldenkrise nicht nachlassen. Vor der wichtigen Telefonkonferenz mit den Inspektoren von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds habe das Kabinett die notwendigen Schritte für Einsparungen skizziert, teilte Finanzminister Evangelos Venizelos mit. Er soll zu Wochenbeginn darlegen, wie Griechenland seine Finanzprobleme in den Griff bekommen will. Nach Angaben von Venizelos hält die griechische Regierung an ihrem Plan fest, eine neuerliche Deckungslücke im Haushalt mit einer Grundsteuer zu kompensieren. Die Aufgabe, Kosten im öffentlichen Dienst zu senken, werde im kommenden Jahr angegangen. Von den Sparplänen machen EU und IWF abhängig, ob sie die nächste, von Griechenland dringend benötigte Hilfstranche auszahlen.

 

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Teils dichte Bewölkung und freundliche Abschnitte wechseln sich ab, im Norden ist es auch längere Zeit sonnig. Tagestemperaturen allerdings nur noch sieben bis 19 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag freundlicher bei 13 bis 20 Grad.

 

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