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Langsam gesprochene Nachrichten

19.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:36

Nachrichten von Samstag, 19. August 2017 – langsam gesprochen als MP3

Polizei vermutet Terrorzelle hinter Doppelanschlag in Spanien:

Für die Terroranschläge im Norden Spaniens ist nach Erkenntnissen der Polizei eine organisierte Islamisten-Zelle verantwortlich. Die Ermittler nehmen an, dass die Angreifer die Terrorakte in Barcelona und Cambrils verübt haben und Pläne für einen weitaus größeren und verheerenderen Anschlag hatten. Die Täter sollen in der Stadt Alcanar südlich von Barcelona eine Bombenwerkstatt eingerichtet haben. Dort gab es offenbar eine Panne, bei der das Sprengmaterial vorzeitig explodierte. Daraufhin änderten die Islamisten nach Ansicht der Polizei ihre Strategie und fuhren erst auf Barcelonas Flaniermeile Las Ramblas in eine Menschenmenge und dann in den Badeort Cambrils. Dabei töteten sie insgesamt 14 Menschen, mehr als hundert wurden verletzt. Der mutmaßliche Haupttäter, der den Lieferwagen in Barcelona gefahren hatte, wurde laut spanischen Medienberichten in Cambrils zusammen mit vier weiteren Angreifern erschossen.

 

Trump-Vertrauter Bannon verlässt Weißes Haus:

US-Präsident Donald Trumps umstrittener Chefstratege Stephen Bannon gibt mit sofortiger Wirkung seine Arbeit im Weißen Haus auf. Das teilte eine Sprecherin der Regierung mit. Bannon galt als nationalkonservativer Kopf in Trumps Team mit Verbindungen ins rechtsradikale Lager. Nach den rechtsextremen Ausschreitungen im US-Bundesstaat Virginia war seine Rolle im Weißen Haus wieder verstärkt in den Fokus geraten. Kritiker sehen in Bannon einen der geistigen Brandstifter der Krawalle in der Stadt Charlottesville. Der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte Bannon nach seinem Abgang, er werde weiter gegen die Widersacher Trumps - so wörtlich - in den Krieg ziehen. - Der 63-Jährige war lange Chef der ultrarechten Propagandaplattform "Breitbart News". Er teilte inzwischen mit, er werde dort wieder einsteigen.

 

Venezuelas Parlament entmachtet:

Die neu eingerichtete Verfassunggebende Versammlung in Venezuela, die von Anhängern des sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro kontrolliert wird, hat das von der Opposition dominierte Parlament für abgesetzt erklärt. Die Versammlung verabschiedete einstimmig ein Dekret, das die Autorität zur Gesetzgebung in den meisten wichtigen Bereichen an sie überträgt. Aus Sicht der Opposition gleicht das Vorgehen endgültig einem Staatsstreich. Die Versammlung wird von vielen Staaten nicht anerkannt. Die Wahl der fast ausschließlich Maduro-treuen Mitglieder der Verfassungsversammlung Ende Juli wurde von massiven Betrugsvorwürfen begleitet und von der Opposition boykottiert. - Die abgesetzte Generalstaatsanwältin Luisa Ortega, eine der wichtigsten Gegenspielerinnen Maduros, ist inzwischen nach Kolumbien geflohen.

 

Parteien verbitten sich Einmischung Erdogans in Bundestagswahlkampf:

Die Bundesregierung hat sich jegliche Einmischung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in den Wahlkampf verbeten. Deutschland erwarte von ausländischen Regierungen, "sich nicht in unsere inneren Angelegenheiten einzumischen", schrieb der Sprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Kurzbotschaftendienst Twitter. Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) sprach von einem bislang einmaligen Eingriff in die Souveränität Deutschlands. Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir nannte den Aufruf "wenig überraschend" angesichts von Erdogans Versuchen, Deutsch-Türken zu beeinflussen. Erdogan hatte türkischstämmige Wähler in Deutschland aufgefordert, bei der Bundestagswahl im September die Regierungsparteien CDU, SPD oder die Oppositionspartei Bündnis90/Die Grünen nicht zu wählen. - In Deutschland leben rund 1,25 Millionen türkischstämmige Bürger mit deutscher Staatsangehörigkeit, die damit wahlberechtigt sind.

 

US-Justiz stellt Vergewaltigungsverfahren gegen Polanski nicht ein:

Ein US-Gericht hat den Antrag auf Einstellung eines Missbrauchsverfahrens gegen Regisseur Roman Polanski abgelehnt. Der Filmemacher sei ein flüchtiger Gesetzesbrecher, der den Auflagen des Gerichts nicht Folge leiste, begründete der Richter in Kalifornien seine Entscheidung. Im Falle einer Einreise in die USA muss der 84-Jährige somit eine Haftstrafe wegen eines vor 40 Jahren begangenen Sexualverbrechens befürchten. 1977 hatte Polanski die Vergewaltigung einer damals 13-Jährigen zugegeben. Unmittelbar vor der Urteilsverkündung floh er nach Europa und kehrte nie mehr in die USA zurück. - Auch das Opfer hatte die US-Justiz um die Einstellung des Verfahrens gebeten. Die Frau will den Fall laut eigener Aussage endlich abschließen und sich nicht länger als Opfer fühlen.

 

Fußball: München schlägt zum Bundesligaauftakt Leverkusen:

Das Auftakt-Spiel der 55. Bundesligasaison hat der deutsche Meister Bayern München für sich entschieden. Die Bayern besiegten vor heimischem Publikum bei strömendem Regen Bayer Leverkusen 3:1.

 

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