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Nachrichten

19.08.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die westlichen Staaten haben ihre Gangart gegenüber dem syrischen Gewaltregime massiv verschärft. In einer abgestimmten Aktion forderten mehrere Länder Syriens Präsident Baschar al-Assad erstmals zum Rücktritt auf. Angesichts des monatelangen gewaltsamen Vorgehens gegen Demonstranten müsse Assad seine Macht abgeben, erklärte US-Präsident Barack Obama. Ähnlich äußerten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und der britische Premierminister David Cameron. In einer gemeinsamen Erklärung verurteilten sie das Vorgehen der syrischen Führung gegen Demonstranten auf das Schärfste. Bei einer Sitzung des Weltsicherheitsrats in New York drängten derweil mehrere europäische Länder darauf, Sanktionen gegen Syrien zu verhängen. Eine entsprechende Resolution ist nach Angaben von Diplomaten bereits in Vorbereitung.

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Die Serie von Terroranschlägen im Süden Israels hat international Besorgnis über eine neue Eskalation der Gewalt im Nahen Osten ausgelöst. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte die Attentate und sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus. Zudem rief er alle Beteiligten zu beherrschtem Handeln auf. Auch die Außenbeauftragte der Europäischen Union, Catherine Ashton, äußerte ihr Bedauern über die Anschläge. Bei einer Serie koordinierter Terrorangriffe waren nahe dem Touristenort Eilat am Roten Meer nach jüngsten Militärangaben acht Israelis getötet worden. Etwa 30 weitere Menschen erlitten Verletzungen. Israel antwortete mit sofortiger Vergeltung und flog Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen. Nach palästinensischen Angaben wurden dabei sechs Menschen getötet. An der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ägypten gerieten zudem ägyptische Sicherheitskräfte zwischen die Fronten. Bei einem Feuergefecht seien zwei Polizisten getötet worden, hieß es in ägyptischen Sicherheitskreisen.

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In der afghanischen Hauptstadt Kabul haben zwei Selbstmordattentäter das britische Kulturzentrum angegriffen. Dabei wurden nach jüngsten offiziellen Angaben mindestens acht Menschen getötet. In dem durch Mauern gesicherten Gebäude soll sich noch einer der Angreifer aufhalten. Das British Council sei noch nicht geräumt, erklärte ein Behördenvertreter. Der Anschlag ereignete sich am afghanischen Unabhängigkeitstag. Afghanistan wurde 1919 von Großbritannien unabhängig. Zur Zeit sind rund 9.500 britische Soldaten am Hindukusch als Teil der internationalen ISAF-Truppe im Einsatz. Großbritannien ist damit nach den USA der zweitgrößte Truppensteller.

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Die Talfahrt der Börsen hat am Freitag auch die asiatischen und australischen Finanzmärkte erreicht. Nach dem "schwarzen" Donnerstag in Europa und den USA, rutschten auch die Kurse in Japan, Hongkong, Südkorea und Australien ins Minus. Die Leitindizes erlitten Verluste von 1,8 bis 4,5 Prozent. Grund für die Unruhe an den Märkten ist die Furcht vor einer weltweiten Rezession. Zudem flohen die Anleger in Scharen aus den Märkten, weil Lösungen für die Schuldenkrisen in Europa und den USA fehlen. Der Deutsche Aktienindex rutschte in Frankfurt am Main um 5,8 Prozent oder 346 Punkte auf 5.603 ab. Es war der größte Tagesverlust des Dax seit November 2008. Auch an der New Yorker Wall-Street brachen die Kurse ein. Dort sackte der Dow Jones-Index um 3,7 Prozent auf 10.990 Punkte.

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Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat die Zustimmung seiner Partei zu einer EU-weiten Finanztransaktionssteuer an Bedingungen geknüpft. Der FDP-Vorsitzende sagte der "Stuttgarter Zeitung", dass die angedachte Steuer für Geschäfte an den Börsen, wenn überhaupt, nur in allen 27 EU-Ländern eingeführt werden könne. Überlegungen, diese Steuer notfalls nur in der Euro-Zone einzuführen, erteilte Rösler eine Absage: Die Euro-Länder dürften gegenüber den anderen EU-Partnern nicht benachteiligt werden.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem in der Südosthälfte weitere teils heftige Schauer und Gewitter. In den übrigen Gebieten nur noch einzelne Regengüsse. Von Westen her lockern die Wolken zunehmend auf. Die Temperaturen erreichen maximal 16 Grad an der Küste und schwüle 27 Grad im Südwesten.

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