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Nachrichten

19.07.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Iran für den tödlichen Anschlag auf israelische Touristen in Bulgarien verantwortlich gemacht. In den vergangenen Monaten habe es mehrere Versuche des Iran gegeben, Israelis in Thailand, Indien, Georgien, Kenia, Zypern und an anderen Orten anzugreifen. Der Iran überziehe die ganze Welt mit Terror, erklärte Netanjahu. Israel werde darauf hart reagieren. Durch die Explosion einer Bombe in einem Bus waren am Mittwoch am Flughafen Burgas an der bulgarischen Schwarzmeerküste mindestens sechs Menschen getötet worden. Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle verurteilte den Anschlag scharf. "Die Täter müssen gefunden und für diese schreckliche Tat zur Rechenschaft gezogen werden", sagte er in Berlin. Ähnlich äußerte sich die US-Regierung in Washington.

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Der tödliche Anschlag auf drei enge Vertraute des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad markiert nach Einschätzung der US-Regierung den Anfang vom Ende des Regimes. Assad verliere die Kontrolle, das Fenster für das Regime schließe sich, sagte ein Sprecher von US-Präsident Barack Obama. Bei dem Anschlag in Damaskus waren am Mittwoch ein Schwager Assads, Verteidigungsminister Radscheha und dessen Vorgänger Turkomani getötet worden. Zu der Tat bekannten sich die Rebellen der "Freien Syrischen Armee". Nach dem Anschlag verschob der UN-Sicherheitsrat die Abstimmung über eine Resolution zu Syrien auf diesen Donnerstag. Russland lehnt Sanktionen gegen das Assad-Regime allerdings weiter ab. Ein Telefonat Obamas mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin brachte keine Annäherung.

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Die Weltbank hat vor weitreichenden Konsequenzen der europäischen Schuldenkrise für andere Weltregionen gewarnt. Selbst wenn es gelinge, die Euro-Schuldenkrise einzudämmen, könnte sie zu einem Wachstumseinbruch in den meisten Regionen der Erde um bis zu 1,5 Prozent führen, sagte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim in seiner ersten größeren Rede seit seiner Ernennung zu Monatsbeginn. Eine anhaltende große Krise in Europa könne das Bruttosozialprodukt in den Entwicklungsländern um vier oder mehr Prozent senken und damit eine globale Rezession auslösen. Solche Ereignisse würde viele Fortschritte im Kampf gegen die Armut untergraben, sagte Kim. Was heute in Europa passiere, betrifft auch den Fischer im Senegal und den Programmierer in Indien. Kim forderte die europäischen Staaten auf, ihre Finanzmärkte wieder zu stabilisieren.

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Der Bundestag unterbricht an diesem Donnerstag seine Sommerpause, um über die Hilfen für angeschlagene Banken im Krisenland Spanien zu entscheiden. Es geht um Zahlungen der Euro-Staaten von bis zu 100 Milliarden Euro, an denen sich Deutschland beteiligen soll. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble braucht die Zustimmung des Bundestages, um im Kreis seiner Kollegen aus der Euro-Zone für die Hilfe grünes Licht geben zu können. Es wird erwartet, dass auch die Oppositionsfraktionen SPD und Grüne dem Hilfsprogramm mehrheitlich zustimmen werden.

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Die USA werden nach Angaben von Landwirtschaftsminister Tom Vilsack derzeit von der schwersten Dürre seit fast 25 Jahren heimgesucht. Fast zwei Drittel des Landes seien betroffen, sagte Vilsack nach einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama. Am schlimmsten sei die Lage im sogenannten Corn Belt im Mittleren Westen, wo der meiste Mais in den USA angebaut wird. Wegen der Trockenheit sind in den USA die Preise für Getreide in die Höhe geschossen. Die genauen Auswirkungen auf die diesjährigen Ernten sind nach den Worten Vilsacks aber noch unklar.

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