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Nachrichten

19.07.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Im Abhörskandal um die britische Boulevardzeitung "News of the World" soll an diesem Dienstag Medienunternehmer Rupert Murdoch vor einem Ausschuss des Parlaments in London aussagen. Neben Murdoch sind auch sein Sohn James und die frühere Chefredakteurin des inzwischen eingestellten Blattes, Rebekah Brooks, vorgeladen. Brooks war am Sonntag vorübergehend festgenommen und mehrere Stunden befragt worden. In der Affäre sind inzwischen der Chef der Londoner Polizei und sein Stellvertreter zurückgetreten. Beiden werden zu enge Beziehungen zu Murdochs britischer Zeitungsgruppe News International vorgeworfen. Unterdessen wurde ein früherer Reporter der "News of the World" tot aufgefunden. Der Journalist hatte im vergangenen Jahr behauptet, der frühere Chefredakteur des Skandalblattes und spätere Pressechef von Premierminister David Camaron, Andy Coulson, sei über die Abhörpraktiken informiert gewesen. Nach Angaben der Polizei gibt es keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen.

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Im Rahmen des "Petersburger Dialogs" kommen Bundeskanzlerin Angela Merkel und der russische Staatspräsident Dmitri Medwedew zu deutsch-russischen Regierungskonsultationen zusammen. An dem Treffen in Hannover nehmen zahlreiche Minister beider Staaten teil. Es werden mehrere Verträge zur wirtschaftlichen und politischen Zusammenarbeit abgeschlossen. Zur Sprache kommen sollen aber auch das Thema Menschenrechte und die innenpolitische Lage in Russland vor der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr. Am Vorabend hatten die Kanzlerin und ihr russischer Gast bereits die Lage im Euro-Raum sowie die Bemühungen um eine Lösung des Libyen-Konflikts erörtert. Die Konsultationen werden in diesem Jahr überschattet von der Debatte über den zurückgezogenen Quadriga-Preis für den russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin.

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In Deutschland sind die realen Nettolöhne von Geringverdienern in den vergangenen Jahren offenbar stark gesunken. Die Einbußen bei Beschäftigten in den unteren Einkommensgruppen hätten 16 bis 22 Prozent betragen, berichtet die "Berliner Zeitung" unter Berufung auf das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, DIW. Während die Wirtschaft seit der Jahrtausendwende ein ordentliches Wachstum erzielt habe, sei bei den meisten Erwerbstätigen davon nichts angekommen, so ein DIW-Sprecher.

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In den Streit um die Anhebung der Schuldengrenze in den USA kommt möglicherweise Bewegung. US-Präsident Barack Obama sagte laut Agenturberichten in Washington, bei den Verhandlungen zwischen Demokraten und Republikanern gebe es Fortschritte. Regierungssprecher Jay Carney erklärte, es werde über einen "Plan B" geredet. Im Gespräch ist offenbar unter anderem eine Kompromisslösung, wonach Präsident Obama selbst das Recht erhalten könnte, die Schuldengrenze von derzeit 14,3 Billionen Dollar weiter anzuheben. Das darf normalerweise nur der Kongress. Sollte das Schuldenlimit nicht rechtzeitig erhöht werden, wären die USA Anfang August zumindest zeitweise zahlungsunfähig. Die Parteien sind sich zwar einig, dass der Schritt nötig ist. Sie zanken sich aber darüber, wie die Schulden in Zukunft abgebaut werden sollen.

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Vertreter der US-Regierung und des Regimes des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi sind nach einem Bericht des US-Fernsehsenders CNN zu direkten Gesprächen zusammengekommen. Die Gespräche sollen bereits am Wochenende in Tunesien stattgefunden haben. Dabei sei jedoch nicht verhandelt worden, zitiert CNN Beamte des US-Außenministeriums. Ziel sei es vielmehr gewesen, Gaddafi klar zu machen, dass er abtreten müsse. Der libysche Regierungssprecher Musa Ibrahim sagte dagegen, bei dem Treffen sei es darum gegangen, die Beziehungen zu den USA und anderen NATO-Staaten wieder in Ordnung zu bringen. Unterdessen melden die Aufständischen schwere Kämpfe um die Ölstadt Brega. Die Truppen Gaddafis hätten rund um die Stadt zehntausende von Landminen verlegt. Regierungssprecher Ibrahim erklärte, die Armee werde Brega um jeden Preis verteidigen.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Osthälfte längere freundliche Abschnitte. Sonst wechselnd bewölkt mit Schauern. Im Süden gegen Abend kräftige Regenfälle und Gewitter. Die Maximaltemperaturen liegen zwischen 17 und 25 Grad. DIE WEITEREN AUSSICHTEN: Am Mittwoch im Südosten Dauerregen mit Gefahr von Unwettern. Richtung Nordwesten Schauer mit Aufheiterungen. Höchstwerte von 14 bis 22 Grad.

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