19.06.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 19.06.2014
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Nachrichten

19.06.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:44

Nachrichten von Donnerstag, 19. Juni 2014 – langsam gesprochen als MP3

WM-Aus für Titelverteidiger Spanien:

Die Fußball-Weltmeisterschaft hat ihre erste Sensation: Titelverteidiger Spanien ist bereits in der Vorrunde aus der WM ausgeschieden. Chile schoss das spanische Team mit einem 2:0 aus dem Turnier. Für die Chilenen trafen Eduardo Vargas in der 20. und Charles Aranguiz in der 43. Spielminute. Mit ihrem Sieg über Spanien haben sich die Südamerikaner vorzeitig für das Achtelfinale der Fußball-WM in Brasilien qualifiziert. Zweiter Vorrundensieger in der Gruppe B sind die Niederlande. Sie hatten Australien mit 3:2 besiegt. Gegen den amtierenden Welt- und Europameister Spanien hatten die Niederländer bereits ihr erstes Gruppenspiel mit 5:1 gewonnen. - Beendet ist die WM auch für Kamerun. Die Afrikaner verloren auch ihr zweites Spiel gegen Kroatien mit 0:4. Für die Kroaten geht es jetzt im letzten Gruppenspiel gegen Mexiko am Montag um den Einzug ins Achtelfinale.

Spanien hat einen neuen König:

Spaniens bisheriger Kronprinz Felipe ist neuer König des Landes. Die Abdankung seines Vaters Juan Carlos wurde Mitternacht mitteleuropäischer Zeit im Amtsblatt veröffentlicht und damit rechtswirksam. Der 76 Jahre alte König hatte am Mittwoch nach fast 39-jähriger Amtszeit das Gesetz zu seinem Thronverzicht unterzeichnet. Sein 46-jähriger Sohn wird mit dem Eid auf die Verfassung offiziell zum neuen spanischen König Felipe VI.. Am Vormittag übergibt Juan Carlos seinem Sohn zunächst die Insignien des Armeechefs, danach ist die Vereidigung Felipes vor den Parlamentskammern vorgesehen. Neue Kronprinzessin Spaniens ist Leonor, die achtjährige Tochter von Felipe und seiner Frau Letizia.

USA schließen Luftangriffe im Irak nicht aus:

Für US-Präsident Barack Obama sind Luftangriffe auf die Terrorgruppe ISIS im Irak nicht ausgeschlossen. Die irakische Regierung hatte sich mit dieser Bitte an die USA gewandt. Angesichts der sich zuspitzenden Lage traf Obama führende Mitglieder des Kongresses, um über ein Eingreifen zu beraten. Das Präsidialamt erklärte, Obama habe aber noch nicht entschieden, ob und wie die USA eingreifen würden. Immer mehr Kongress-Mitglieder fordern einen Rücktritt des schiitischen irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki. Sie werfen ihm vor, die Konflikte zwischen Schiiten und Sunniten im Irak verschärft und damit den Boden für den Erfolg der ISIS bereitet zu haben. Kämpfer der Terrorgruppe hatten am Mittwoch die größte Öl-Raffinerie des Irak angegriffen.

Deutschland beantragt Auslieferung von SS-Mitglied :

Deutschland hat offenbar in den USA die Auslieferung eines mutmaßlichen KZ-Wachmanns beantragt. Es soll sich um den 89-jährigen Johann Breyer handeln. Das Bundesbezirksgericht in Philadelphia teilte mit, er werde im Zusammenhang mit der Ermordung von Hunderttausenden Juden in Auschwitz und Buchenwald gesucht. Breyer sei am Dienstag festgenommen worden. Bis über den Auslieferungsantrag entschieden ist, bleibt Breyer in Untersuchungshaft. Die Möglichkeit, auf Kaution frei zu kommen, hat ihm das Gericht wegen der Schwere der ihm zur Last gelegten Taten verweigert. Breyer wanderte 1952 in die USA aus. Laut eigenen Angaben war er als 17-Jähriger zum Eintritt in die Waffen-SS gezwungen worden, aber nicht an den Morden beteiligt. Die deutsche Justiz hatte 2012 ein Ermittlungsverfahren gegen Breyer eingeleitet.

Hohe Haftstrafen für Anti-Korruptions-Aktivisten in China:

In China sind drei Anti-Korruptions-Aktivisten wegen einer Protestaktion zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. Ein Gericht in der zentralen Provinz Jiangxi habe Liu Ping und Wei Zhongping zu jeweils sechseinhalb Jahren Haft verurteilt, der dritte Aktivist Li Sihua habe eine Gefängnisstrafe von drei Jahren erhalten, sagte ihr Anwalt Zhou Ze der Nachrichtenagentur AFP. Die drei hatten vergangenes Jahr von sich Fotos gemacht, wie sie mit Plakaten Staatsbeamte drängten, ihr Vermögen offenzulegen. Laut dem Anwalt wurden Liu und Wei wegen Störung der öffentlichen Ordnung und Provokation von Unruhen verurteilt. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (ai) nannte die Beschuldigungen "absurd". Die Strafen gegen die drei Männer sind die bisher schärfsten, die gegen Mitglieder der Neuen Bürgerbewegung verhängt wurden. Diese setzt sich gegen Korruption sowie für Bildung und die Rechte von Migranten ein. Die Pekinger Führung betreibt eine Kampagne gegen Korruption, geht aber massiv gegen Bürgerrechts- und Basisbewegungen vor.

Amazon stellt eigenes Smartphone vor:

Der Online-Einzelhändler Amazon steigt ins Smartphone-Geschäft ein. Konzernchef Jeff Bezos stellte das neue Handy im US-amerikanischen Seattle vor. Es trägt den Namen "Fire-Phone" und kann Bilder in dreidimensionaler Optik wiedergeben. Als Teil des Angebots sollen Nutzer unbegrenzten Online-Speicherplatz für ihre Fotos erhalten. Der Smartphone-Markt ist stark umkämpft. Die beiden erfolgreichsten Anbieter sind Samsung und Apple.

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