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Nachrichten

19.06.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Bei seiner Rede vor dem Brandenburger Tor in Berlin will US-Präsident Barack Obama Russland vorschlagen, beiderseitig das Atomwaffenarsenal deutlich abzubauen. Die Zahl der strategischen Atomraketen in Europa solle demnach um ein Drittel auf dann rund 1000 reduziert werden. Das START-Abrüstungsabkommen von 2010 sieht noch eine Obergrenze von je 1550 einsatzbereiten Atomsprengköpfen auf beiden Seiten vor. Obama werde außerdem ein Gipfeltreffen zur atomaren Sicherheit im kommenden Jahr im niederländischen Den Haag vorschlagen, sagte ein US-Regierungsvertreter in Berlin. Ein weiteres derartiges Treffen solle 2016, im letzten Jahr seiner Amtszeit, stattfinden. Zentrale Botschaft der Rede Obamas in Berlin werde sein, dass die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nur gemeinsam gemeistert werden könnten, sagte sein Sicherheitsberater Ben Rhodes.

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Bei einem Angriff auf einen Militärstützpunkt in der Nähe von Kabul sind vier US-Soldaten getötet worden. Die Amerikaner seien auf dem Luftwaffenstützpunkt Bagram rund 45 Kilometer nördlich der afghanischen Hauptstadt durch Raketen oder Mörsergranaten ums Leben gekommen, teilte ein Vertreter des Verteidigungsministeriums in Washington mit. Der Angriff von Aufständischen ereignete sich genau an dem Tag, an dem Afghanistans Armee und Polizei landesweit die Sicherheitsverantwortung übernahmen. Unmittelbar vor dem Angriff auf die US-Soldaten hatte die Eröffnung eines Verbindungsbüros der Taliban in Katars Hauptstadt Doha Hoffnungen auf eine Beilegung des Dauerkonflikts im Land geweckt. Die USA kündigten bereits Gespräche mit den Taliban-Vertretern an.

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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den Ruf der Staats- und Regierungschefs der führenden Industriestaaten (G8) nach einer Übergangsregierung in Syrien begrüßt. Er unterstütze auch die Forderung, die Konfliktparteien zu Verhandlungen zu bewegen, sagte Ban. Er sei bereit, so schnell wie möglich eine zweite Syrien-Konferenz einzuberufen. Auch die beim G8-Gipfel angekündigten 1,5 Milliarden Dollar an zusätzlichen Hilfsgeldern vor allem für Flüchtlinge seien äußerst willkommen. Nach zähem Ringen hatten die G-8-Staaten geschlossen zur Ausrichtung einer Syrien-Friedenskonferenz und zur Bildung einer Übergangsregierung in Damaskus aufgerufen. Die Zukunft von Syriens Machthaber Baschar al-Assad blieb in der Abschlusserklärung auf Druck Russlands aber offen.

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Vor allem wegen bewaffneter Konflikte wie dem Bürgerkrieg in Syrien ist die Zahl der Flüchtlinge weltweit auf einen neuen Höchststand angewachsen. Ende 2012 waren 45,2 Millionen Menschen Flüchtlinge im Ausland oder Vertriebene innerhalb des eigenen Staates, teilten die Vereinten Nationen in Genf mit. Das sei der höchste Stand seit 18 Jahren. Deutschland gehört nach Pakistan und Iran zu den zehn wichtigsten Aufnahmeländern. Dem Jahresbericht des UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) zufolge beherbergte die Bundesrepublik 2012 fast 590.000 Flüchtlinge und damit deutlich mehr als etwa Frankreich, Großbritannien oder die USA. Der Jahresbericht wurde aus Anlass des Weltflüchtlingstages veröffentlicht, der an diesem Mittwoch begangen wird.

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Angesichts der sich ausbreitenden Massenproteste in Brasilien soll nun auch das Militär für Sicherheit bei den Testspielen für die Fußballweltmeisterschaft sorgen. Das Justizministerium teilte mit, die Soldaten würden die Sicherheitskräfte in jenen Städten unterstützen, in denen der Confederations Cup ausgetragen wird. Auch am Dienstag gingen wieder Zehntausende unter anderem in Sao Paulo und Rio de Janeiro auf die Straßen und demonstrierten gegen Korruption, Polizeigewalt, steigende Preise und mangelnde Sozialleistungen. Dabei kam es vereinzelt zu Ausschreitungen und Verhaftungen. Viele Brasilianer beklagen, dass vor der Fußball-WM und den Olympischen Spielen Milliarden-Summen in neue Sportstadien gesteckt und zugleich öffentliche Dienstleistungen vernachlässigt würden.

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Die Unesco hat die Himmelscheibe von Nebra und das Lorscher Arzneibuch in ihr Dokumentenerbe "Memory of the World" aufgenommen. Im Welterbe sind bedeutsame Aufzeichnungen aus der Geschichte der Menschheit versammelt. Das Arzneibuch des Klosters Lorsch in Südhessen zählt zu den ältesten Sammlungen von Rezepten und Medizin aus dem Mittelalter. Die 3600 Jahre alte Himmelsscheibe aus Nebra in Sachsen-Anhalt gilt als früheste bekannte Abbildung des Sternenhimmels. -- Das von der Unesco verwaltete "Gedächtnis der Menschheit" umfasst nun 299 Einträge. Die Gutenberg-Bibel zählt ebenfalls zu den Dokumenten.

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