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Nachrichten

19.05.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 06:30

Nachrichten von Montag, 19. Mai 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Knapp sechs Tage nach dem folgenschwersten Grubenunglück in der Geschichte der Türkei hat die Staatsanwaltschaft Verfahren gegen drei Verdächtige wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Staatsanwalt Bekir Sahiner erklärte, insgesamt seien vorübergehend 25 Personen festgenommen worden, darunter Manager der Betreibergesellschaft des Kohlebergwerks in Soma. Nach der Explosion und bei einem anschließenden Feuer unter Tage waren insgesamt mehr als 300 Kumpel ums Leben gekommen. Die Grube ist weiter abgeriegelt. Vor dem für das kommende Wochenende geplanten umstrittenen Auftritt des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Köln bereitet sich die örtliche Polizei auf einen Großeinsatz vor. Zu Kundgebungen gegen den wegen seines Umgangs mit dem Bergwerksunglück in der Kritik stehenden Erdogan haben sich laut Behörden bereits mehr als 10.000 Demonstranten angemeldet. Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) riet Erdogan indirekt, den Besuch abzusagen. "Es gibt jetzt Wichtigeres, als reine Wahlkampftermine im Ausland wahrzunehmen", sagte Roters. Zuvor hatten bereits Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien den geplanten Auftritt kritisiert. Erdogan will bei der Wahl im August in der Türkei zum Präsidenten gewählt werden.

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Die Deutsche Bank will mit der zweitgrößten Kapitalerhöhung ihrer Geschichte rund acht Milliarden Euro einnehmen und holt sich dazu Katar an Bord. Die Herrscherfamilie des Golfstaates habe Aktien im Wert von 1,75 Milliarden Euro übernommen, teilte Deutschlands größtes Geldhaus mit. Katar hält zunächst einen Anteil von knapp sechs Prozent und steigt damit zum neuen Ankerinvestor auf. Die übrigen bis zu 300 Millionen Papiere sollen bis Ende Juni auf den Markt geworfen werden. Mit der Kapitalerhöhung will sich die Deutsche Bank Luft verschaffen, denn im Zuge der Finanzkrise müssen Banken mehr Eigenkapital aufweisen. Im Vergleich zu den angelsächsischen und Schweizer Rivalen galt die Kapitaldecke der Deutschen Bank bislang aber als recht dünn.

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Bei den Kommunal- und Regionalwahlen in Griechenland hat das Bündnis Syriza der radikalen Linken kräftig zugelegt. In der Hauptstadt Athen ist die regierende konservative Partei Nea Dimokratia deswegen zum ersten Mal seit 1974 nicht mit einem Kandidaten in der Stichwahl vertreten. In den Provinzen konnten Konservative und Sozialisten ihre Stellung verteidigen. Die Kommunalwahlen galten als Test für die Europawahlen. Dort wird ein spannendes Rennen zwischen der Regierung aus Konservativen und Sozialisten unter Ministerpräsident Antonis Samaras und dem Bündnis der radikalen Linken erwartet. Samaras steht für einen rigiden Sparkurs, mit dem er das Land aus der Schuldenkrise führen will, das Linksbündnis von Alexis Tsipras lehnt die Sparpolitik ab.

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Bei einem schweren Busunglück sind in Kolumbien 31 Kinder ums Leben gekommen, weitere 24 wurden schwer verletzt. In dem Fahrzeug hatte es nach Angaben der Polizei eine Explosion gegeben, der Bus brannte vollständig aus. Die Ermittlungsbehörden gehen zunächst von einem technischen Defekt aus. Es gibt aber auch Meldungen, wonach der Busfahrer kurz vor dem Unglück in der Stadt Fundación im Landesinneren mit einem Benzinkanister hantiert haben soll.

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Als Konsequenz aus dem Untergang der südkoreanischen Fähre "Sewol" hat Staatspräsidentin Park Geun Hye angekündigt, die Küstenwache des Landes aufzulösen. Die Aufgaben der Küstenwache würden an ein neues Ministerium für nationale Sicherheit gehen, kündigte sie an. In einer Fernsehansprache entschuldigte sie sich zudem für das verheerende Unglück, bei dem am 16. April mindestens 286 Menschen ums Leben gekommen waren. 18 Menschen gelten noch immer als vermisst. Die meisten der 476 Menschen an Bord waren Schulkinder auf einem Klassenausflug. Der Kapitän der Fähre und drei Besatzungsmitglieder sind inzwischen wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.

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