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Nachrichten

19.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die US-Ostküstenmetropole Boston wird von neuer Gewalt erschüttert. Auf dem Campus der Universität MIT erschoss ein Bewaffneter einen Polizisten. Bei der Fahndung nach dem Täter waren nach Korrespondentenberichten weitere Schüsse und Explosionen im Bereich der Hochschule zu hören. Gleichzeitig wird von einem massiven Polizeieinsatz in der benachbarten Stadt Watertown berichtet. Einzelheiten und Hintergründe sind noch nicht bekannt. Unklar ist, ob ein Zusammenhang mit den Bombenanschlägen auf den Boston-Marathon besteht, bei dem am Montag drei Menschen getötet und 180 verletzt worden waren. Die US-Bundespolizei FBI veröffentlichte Fahndungsfotos von zwei Verdächtigen. Videoaufnahmen von Überwachungskameras zeigten die beiden Männern mit Rucksäcken, in denen sich möglicherweise die Bomben befanden, teilte das FBI mit.

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Nach der verheerenden Explosion einer Düngemittelfabrik im US-Bundesstaat Texas suchen die Rettungskräfte mit Hochdruck nach Überlebenden in den Trümmern des Werkes und des nahen Wohngebiets. Nach Angaben des Bürgermeisters Tommy Muska sind nach dem Flammeninferno in der Kleinstadt West nördlich von Waco bislang 14 Todesopfer zu beklagen. Die Zahl der Verletzten wurde auf 160 geschätzt. In der Fabrik der Firma West Fertilizer war ein Feuer ausgebrochen, das offenbar eine gigantische Ammoniak-Explosion auslöste. Bis zu 80 Häuser, darunter eine Schule und ein Altenheim, wurden zerstört.

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Die Regionalwahlen im Irak sind von einem weiteren schweren Bombenanschlag überschattet worden. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich in einem beliebten Lokal im Westen der Hauptstadt in die Luft und riss mindestens 27 junge Leute mit in den Tod, wie die Polizeibehörden mitteilten. Die Wahlen in zwölf der 18 Provinzen beginnen am Samstag. Nach dem Abzug der US-Truppen sind die Rivalitäten zwischen Sunniten und dominierenden Schiiten wieder aufgeflammt. Zuletzt hatte die Gewalt in dem Land wieder deutlich zugenommen.

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Einen Tag nach seiner spektakulären Flucht hat sich der frühere pakistanische Militärmachthaber Pervez Musharraf nach Angaben eines Anwalts freiwillig einem Gericht in Islamabad gestellt. Nach einer kurzen Anhörung habe Musharraf in seine Residenz zurückkehren können. Am Donnerstag hatte ein Gericht während einer Verhandlung gegen Musharraf dessen sofortige Verhaftung angeordnet. Mit Hilfe seiner Leibwächter konnte der Ex-Präsident aus dem Gerichtssaal fliehen. Musharraf war erst im März nach vier Jahren im selbstgewählten Exil in Dubai nach Pakistan zurückgekehrt, um bei den Parlamentswahlen am 11. Mai anzutreten. Gegen ihn sind verschiedene Gerichtsverfahren wegen Machtmissbrauchs und Korruption anhängig. Seine Hoffnung auf ein politisches Comeback zerschlug sich, weil seine Kandidatur nicht zugelassen wurde.

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Deutschland will nach dem Ende des NATO-Kampfeinsatzes in Afghanistan 2014 mit 600 bis 800 Soldaten im Land bleiben. In diesem Umfang wolle man sich an einer Mission zur Ausbildung und Beratung der afghanischen Sicherheitskräfte beteiligen, sagte Verteidigungsminister Thomas de Maiziere in Berlin. In dem Bundeswehr-Kontingent seien auch Kräfte zur Unterstützung des Einsatzes, für Sanitätshilfe sowie zum Schutz der Soldaten enthalten. Deutschland wolle in der Hauptstadt Kabul sowie als Führungsnation in Masar-i-Scharif im Norden Verantwortung übernehmen, wo die Bundeswehr auch jetzt schon das Kommando habe, sagte der CDU-Minister. Der Einsatz solle zunächst auf zwei Jahre befristet werden. Anschließend wolle Deutschland die Ausbildung und Unterstützung mit 200 bis 300 Soldaten in Kabul konzentrieren.

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In ganz Polen wird an diesem Freitag des Aufstands im Warschauer Ghetto vor 70 Jahren gedacht. Am 19. April 1943 hatten sich die Juden in dem Ghetto gegen die NS-Diktatur erhoben. Die Kämpfe gegen die SS-Einheiten dauerten bis zum 16. Mai. Es gab nur wenige Tausend Überlebende. An der zentralen Feier in Warschau nehmen unter anderem Staatspräsident Bronislaw Komorowski, der israelische Bildungsminister Schai Piron und Martin Schulz, der Präsident des Europaparlaments, teil. Die blutige Niederschlagung des Aufstands besiegelte auch das Schicksal der meisten bis dahin überlebenden Warschauer Juden, die vor dem Krieg ein Drittel der Bevölkerung stellten. Tausende wurden erschossen oder in die Todeslager deportiert.

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