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Nachrichten

19.04.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Indien hat nach eigenen Angaben erfolgreich eine atomwaffenfähige Langstreckenrakete getestet. Der Versuch der Interkontinental-Rakete vom Typ Agni-V sei ein "hundertprozentiger Erfolg gewesen", sagte Vijay Saraswat, der Leiter der Entwicklungsbehörde des Verteidigungsministeriums (DRDO), die die Rakete gebaut hat. Sie hat eine Reichweite von mehr als 5000 Kilometern und wurde vom Testgelände auf der Insel Wheeler Island vor der Ostküste abgefeuert. Indien könnte mit der Rakete, die einen atomaren Sprengkopf tragen kann, die chinesischen Städte Peking und Schanghai erreichen. Die Regierung in Neu Delhi wertete den Versuch als wichtigen Meilenstein bei ihren Bemühungen, ein Gegengewicht zur chinesischen Dominanz in der Region zu setzen. Bislang verfügten nach gesicherten Erkenntnissen nur die fünf ständigen Mitglieder des Weltsicherheitsrats - die USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien - über atomwaffenfähige Interkontinental-Raketen.

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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat dem syrischen Machtapparat vorgeworfen, die zugesagten Verpflichtungen nach dem Friedensplan nicht voll zu erfüllen. So sei der Rückzug der Soldaten und schwerer Waffen aus Städten bislang nicht im vollen Umfang umgesetzt worden, heißt es in einem Schreiben Bans an den UN-Sicherheitsrat in New York. Der syrischen Regierung unter Staatschef Baschar al-Assad müsse das klare Signal vermittelt werden, dass es eine vollständige Waffenruhe geben müsse. Ban stellt in dem Brief fest, dass die Zahl der gewalttätigen Zwischenfälle stark zugenommen habe. Sowohl Assad als auch die Aufständischen hätten aber versichert, sich dem Friedensplan des internationalen Vermittlers Kofi Annan verpflichtet zu fühlen. Der UN-Generalsekretär empfahl dem Weltsicherheitsrat die Billigung einer dreimonatigen Beobachtermission mit 300 Mitarbeitern, die unter anderem die Einhaltung der Waffenruhe überprüfen sollen.

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Bei einer Serie von Anschlägen sind im Irak mindestens 23 Menschen getötet worden. Durch Autobomben und andere Sprengsätze habe es in der Hauptstadt Bagdad und in deren Umgebung elf Todesopfer gegeben, teilte das Innenministerium mit. Nach Angaben von Polizei und Rettungkräften starben zudem neun Menschen bei Anschlägen in der Region von Kirkuk im Norden des Landes. Drei Menschen seien in Samarra nördlich der Hauptstadt getötet worden. - Nach Abzug der US-Truppen Ende Dezember 2011 ist in der irakischen Regierung ein offener Machtkampf zwischen Sunniten und Schiiten ausgebrochen. Seitdem stieg auch die Zahl der Anschläge deutlich an.

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Kurz vor Beginn der Islamkonferenz hat Unionsfraktionschef Volker Kauder den Islam als nicht zu Deutschland gehörend bezeichnet. "Der Islam ist nicht Teil unserer Tradition und Identitiät in Deutschland und gehört somit nicht zu Deutschland", sagte Kauder der "Passauer Neuen Presse" und widersprach damit der Aussage von Ex-Präsident Christian Wulff. Muslime gehörten aber sehr wohl zu Deutschland, ergänzte der CDU-Politiker. "Sie genießen selbstverständlich als Staatsbürger die vollen Rechte." - Vertreter des Staates und der Muslim-Verbände kommen an diesem Donnerstag in Berlin zum dritten Mal in dieser Legislaturperiode zusammen. Im Mittelpunkt des Treffens auf Einladung von CSU-Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich steht das Thema Geschlechtergerechtigkeit, insbesondere die Probleme mit Zwangsverheiratungen und häuslicher Gewalt. Außerdem geht es um die umstrittenen Koranverteilungen der islamistischen Salafisten.

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Im Kampf gegen eine Ausweitung der Schuldenkrise setzt der Internationale Währungsfonds (IWF) auf weitere Hilfsgelder seiner Mitglieder. IWF-Chefin Christine Lagarde sagte bei einer Veranstaltung der Bertelsmann-Stiftung in Washington, sie habe Zusagen von mittlerweile 316 Milliarden Dollar. Ihr Ziel sei es, die Krise zu bekämpfen und die wirtschaftliche Stabilität zu stärken. Der IWF will 400 Milliarden Dollar zusammenbekommen, um eine Brandmauer gegen die Ausbreitung der Schuldenkrise zu errichten. Nach Einschätzung von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso ist die Schuldenkrise noch lange nicht vorbei. Vor dem EU-Parlament in Straßburg warb er erneut für gemeinsame Anleihen, sogenannte Eurobonds. Diese seien zur langfristigen Erholung der Eurozone nötig. Vor allem Deutschland ist gegen Euro-Anleihen.

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Gut zwei Wochen nach dem Militärputsch in Guinea-Bissau haben sich Junta und Opposition auf Wahlen in zwei Jahren geeinigt. Ein Abkommen, das beide Seiten am Mittwoch vor der Presse unterzeichneten, sieht vor, dass das Parlament aufgelöst wird. Außerdem werden Präsident und Regierung abgesetzt, stattdessen wird ein Nationaler Übergangsrat gebildet. Dieser soll den Übergangspräsidenten und die Übergangsregierung bestimmen. Nach Ablauf einer zweijährigen Übergangszeit soll dann wieder regulär gewählt werden.

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