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Nachrichten

19.04.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der Oberbefehlshaber über den Nato-Einsatz in Libyen, Generalleutnant Charles Bouchard, hat die Truppen des Machthabers Muammar al Gaddafi beschuldigt, in Misrata auf Zivilisten zu schießen. Heckenschützen stünden auf den Dächern von Moscheen und feuerten von dort auf Menschen, sagte Bouchard dem kanadischen Fernsehen. Gaddafis Soldaten versteckten sich in der Nähe von Krankenhäusern und hätten gepanzerte Wagen in Schulen abgestellt. Manchmal zögen sie auch ihre Uniformen aus, damit niemand sie in der eingekesselten Rebellenbastion erkennen könne. Der Kanadier Bouchard kritisierte dieses Vorgehen als "unmoralisch" und "hinterhältig". Zugleich betonte er, dass er sich um die humanitäre Situation im belagerten Misrata sorge. Gaddafi hatte mit den Vereinten Nationen zwar Korridore für humanitäre Hilfe vereinbart, aber keinerlei Sicherheitsgarantien gegeben.

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Kubas Kommunisten haben auf ihrem ersten Parteitag seit 14 Jahren die gemäßigten Wirtschaftsreformen von Staatschef Raúl Castro gebilligt. Die Delegierten stimmten in der Hauptstadt Havanna für rund 300 Einzelmaßnahmen, die vor allem mehr private Initiative innerhalb der vorherrschenden Planwirtschaft zum Ziel haben. So sollen die Kubaner unter anderem künftig in etwa 180 Bereichen selbstständig arbeiten dürfen. Vorgesehen sind auch ein Stellenabbau im öffentlichen Sektor, eine Kürzung der staatlichen Subventionen sowie eine Dezentralisierung des Regierungsapparates. Rauls Bruder, der frühere Präsident Fidel Castro, bestätigte seinen Rückzug aus der KP-Führung. Er werde für keine offizielle Position in der Partei kandidieren, wird der Revolutionsführer zitiert.

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Die hoch verschuldete amerikanische Regierung hat öffentliche Zweifel der Rating-Agentur "Standard & Poor's" an der künftigen Kreditwürdigkeit der USA zurückgewiesen. Die Politik werde die Befürchtungen der Agentur widerlegen, hieß es offiziell aus dem Weißen Haus in Washington. Präsident Barack Obama habe in seiner Grundsatzrede in der vergangenen Woche einen Weg für eine Übereinkunft von Republikanern und Demokraten über den Schuldenabbau aufgezeigt. Zuvor hatte Standard & Poor's die US-Bonität zwar weiterhin mit der Bestnote "AAA" bewertet, den Ausblick für die langfristige Beurteilung allerdings von "stabil" auf "negativ" gesenkt. ***

In Syrien haben Sicherheitskräfte wieder auf tausende Demonstranten geschossen und eine Massenkundgebung auseinandergetrieben. Aktivisten der Protestbewegung berichteten telefonisch, in der Stadt Homs im Nordwesten des Landes sei auf dem zentralen Platz eine Sitzblockade gewaltsam aufgelöst worden. Bis zu 20.000 Menschen hatten dort auch die Nacht über gegen Präsident Baschir Al Assad demonstriert. Am Montag hatte sich der Trauerzug für 14 getötete Demonstranten zu einem Protestmarsch gegen die syrische Regierung entwickelt. Assad hatte am Wochenende die Aufhebung des jahrzehntelangen Ausnahmezustands und politsche Reformen versprochen.

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Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle ist erneut zu politischen Gesprächen nach Ägypten gereist. Ziel des Besuchs sei es, angesichts stockender Fortschritte die Demokratiebewegung zu stärken, hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Der Minister betonte mehrfach, für ihn sei Ägypten der Schlüsselstaat bei der Frage, ob die Umbrüche im arabischen Raum die Basis für eine dauerhafte Demokratie in der Region legen könnten. ***

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet sonnig mit einigen harmlosen Schönwetterwolken. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte zwischen 17 und 23 Grad. An den Küsten etwas kühler. Die weiteren Aussichten: Auch am Mittwoch viel Sonne. An der Ostsee und an den Alpen vorübergehend wolkiger. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 17 und 25 Grad.

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