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Nachrichten

19.03.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:31

Nachrichten von Samstag, 19. März 2016 – langsam gesprochen als MP3

Mutmaßlicher Paris-Attentäter Abdeslam gefasst:

Bei einem Anti-Terror-Einsatz in der belgischen Hauptstadt Brüssel hat die Polizei einen der Hauptverdächtigen der Anschläge von Paris festgenommen. Nach dem Islamisten Salah Abdeslam wurde seit November in ganz Europa gefahndet. Neben ihm wurden nach Angaben der belgischen Behörden vier weitere Terrorverdächtige bei der Razzia im Brüsseler Stadtteil Molenbeek gefasst. Der französische Staatschef Francois Hollande sprach bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem belgischen Premier Charles Michel von einem "erfolgreichen Kampf gegen den Terrorismus". Hollande hält die Bedrohung durch Anschläge jedoch weiterhin für groß. Die Zahl an Komplizen und Helfern sei höher als vermutet. Der nun gefasste Abdeslam soll bald der französischen Justiz ausgeliefert werden. Der 26-jährige gilt als einer der Drahtzieher der Pariser Attentate vom 13. November, bei denen 130 Menschen getötet wurden.

61 Tote bei Flugzeugabsturz in Russland:

Beim Absturz eines Passagierflugzeuges in Südrussland wurden alle 61 Menschen an Bord getötet. Das berichten russische Nachrichtenagenturen. Die aus Dubai kommende Maschine war beim Anflug auf die Stadt Rostow am Don abgestürzt und abgebrannt. Die Boeing 738 stammt von der Fluggesellschaft FlyDubai. Zum Zeitpunkt der Landung herrschte stürmisches Wetter mit Regen in der Region nahe der ukrainischen Grenze.

Trauer um früheren Außenminister Westerwelle:

Deutschland trauert um den früheren deutschen Außenminister Guido Westerwelle. Der langjährige FDP-Vorsitzende erlag im Alter von 54 Jahren den Folgen seiner schweren Krebserkrankung. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich "tief erschüttert" über den Tod ihres politischen Weggefährten. Sie habe ihn als "verlässlichen und treuen Menschen" erlebt. Bundespräsident Joachim Gauck würdigte den FDP-Politiker als "leidenschaftlichen Demokraten und Europäer". US-Außenminister John Kerry sprach von Westerwelle als einem "Verfechter der Menschenrechte", dessen Stimme nun fehle. Guido Westerwelle war von 2001 bis 2011 FDP-Chef und von 2009 bis 2013 Bundesaußenminister. Seine Blutkrebs-Erkrankung war 2014 festgestellt worden.

EU billigt Flüchtlingsabkommen mit der Türkei:

Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben sich auf dem EU-Gipfel in Brüssel mit der Türkei auf ein Abkommen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise geeinigt. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Türkei von Sonntag an alle neu in Griechenland ankommenden Flüchtlinge zurücknimmt. Dadurch soll der Schleuserkriminalität und der irregulären Einwanderung der Boden entzogen werden. Im Gegenzug wollen die Europäer der Türkei Zehntausende syrische Flüchtlinge abnehmen, die schon in der Türkei leben. Ankara soll außerdem mehr Geld für die Unterbringung von Flüchtlingen bekommen. Zudem sollen türkische Staatsbürger ab Sommer ohne Visum in die EU reisen dürfen und auch die EU-Beitrittsverhandlungen mit Ankara sollen ausgeweitet werden. Kritik kommt von Menschenrechtsorganisationen, die Massenabschiebungen befürchten.

Oberstes Gericht in Brasilien stoppt Lulas Rückkehr in die Politik:

Das juristische Tauziehen um den ehemaligen brasilianischen Staatschef Luiz Inacio Lula da Silva geht weiter: einer Entscheidung des Obersten Gerichts zufolge darf Lula nun doch keinen Regierungsposten innehaben. Damit können die Korruptionsermittlungen gegen ihn fortgesetzt werden. Lula war erst tags zuvor von Präsidentin Dilma Rousseff als Kabinettschef vereidigt worden. Die Entscheidung hatte Rousseff nach eigenen Angaben getroffen, um ihre kriselnde Regierung zu stärken. Gegen das Urteil kann die Regierung nun in Revision gehen - bis eine weitere Entscheidung des Gerichts fällt, könnte Lula allerdings Untersuchungshaft drohen. Landesweit gingen Hunderttausende Unterstützer der linksgerichteten Regierung auf die Straße.

UN-Sicherheitsrat verurteilt jüngsten Raketentest Nordkoreas:

Der UN-Sicherheitsrat hat den erneuten Raketentest Nordkoreas scharf verurteilt. Bei einer kurzfristig einberufenen Sondersitzung zeigte sich das Gremium "tief besorgt" angesichts des Tests. Die jüngsten Aktionen Pjöngjangs seien nicht akzeptabel, verstießen gegen UN-Resolutionen und stellten eine Gefahr für die regionale und internationale Sicherheit dar, heißt es in New York. Nach Angaben südkoreanischer Behörden hatte Nordkorea am Freitag eine Mittelstreckenrakete abgefeuert sowie möglicherweise auch eine weitere, die dann vom Radar verschwand. Als Reaktion auf frühere Militärversuche Nordkoreas verhängte der Sicherheitsrat bereits vor zwei Wochen schärfere Sanktionen gegen das Land.

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