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Nachrichten

19.03.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:36

Nachrichten von Mittwoch, 19. März 2014 – langsam gesprochen als MP3

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NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland verurteilt. Moskau habe sämtliche Appelle missachtet, sich an internationales Recht zu halten, erklärte Rasmussen in Brüssel. Damit setze Russland seinen "gefährlichen Weg" fort. Der NATO-Generalsekretär zeigte sich "zutiefst beunruhigt" über Berichte, wonach ein ukrainischer Soldat bei einer Schießerei an einem Armeestützpunkt in Simferopol getötet wurde. Alle Beteiligten müssten nun dringend Zurückhaltung üben und alles tun, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Einen Tag vor dem EU-Gipfel in Brüssel will die EU-Kommission an diesem Mittwoch Details ihrer geplanten Finanzhilfe für die Ukraine vorstellen. Das Land soll in einem ersten Schritt 1,6 Milliarden Euro erhalten. Die frühere Sowjetrepublik steht nach Angaben der prowestlichen Regierung in Kiew vor der Pleite.

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Israel hat Luftangriffe auf mehrere Ziele auf dem syrischen Teil der Golanhöhen geflogen. Es handele sich um Vergeltungsaktionen gegen die Armee Syriens, die einen Bombenanschlag auf Israelis unterstützt habe, erklärte ein Militärsprecher. Am Dienstag waren vier israelische Soldaten auf den besetzten Golanhöhen durch einen am Straßenrand versteckten Sprengsatz verletzt worden. Als Reaktion darauf seien unter anderem ein Ausbildungslager der syrischen Armee, ein Militärhauptquartier und Einrichtungen der Artillerie beschossen worden, hieß es in Jerusalem. Israels Verteidigungsminister Mosche Jaalon warnte Staatschef Baschar al-Assad, sein Regime werde einen "hohen Preis" bezahlen müssen, wenn es weiterhin extremistische Gruppen bei ihren Angriffen auf den jüdischen Staat unterstütze.

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Das höchste Gericht Italiens hat ein gegen den früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi verhängtes Ämterverbot bestätigt. Danach darf der dreifache Regierungschef nach seiner rechtskräftigen Verurteilung wegen Steuerbetrugs zwei Jahre lang keine öffentlichen Funktionen übernehmen. Das Kassationsgericht verwarf damit einen Einspruch der Anwälte Berlusconis. Dieser hat schon den Senat in Rom verlassen müssen. Berlusconi hatte jedoch angekündigt, bei den Europawahlen Ende Mai als Spitzenmann seiner konservativen Partei Forza Italia antreten zu wollen.

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Im Iran kann eine zweimal zum Tode verurteilte Frau das Gefängnis vorerst verlassen. Sakineh Mohammadi-Aschtiani bekomme wegen guter Führung bis auf weiteres Hafturlaub, sagte der Leiter der iranischen Menschenrechtskommission, Mohammed Dschawad Laridschani. Die Frau hatte acht Jahre lang im Gefängnis gesessen. Die Nachrichtenagentur Fars berichtete sogar, dass sie begnadigt worden sei. Dies wurde jedoch von offizieller Seite nicht bestätigt. Der Fall Mohammadi-Aschtiani hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Die iranische Justiz hatte die heute 46-Jährige 2006 wegen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilt. Nach massiven internationalen Protesten wurde das Urteil aber nicht vollstreckt. Die Frau wurde dann wegen Beihilfe zum Mord an ihrem Ehemann erneut zum Tod verurteilt.

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In Venezuela hat Oppositionsführer Leopoldo López aus der Haft heraus seine Anhänger zur Fortsetzung der Proteste gegen die Regierung des sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro aufgerufen. In einem bei einer Versammlung von Oppositionsanhängern verlesenen handschriftlichen Brief aus dem Gefängnis forderte López, den Druck auf die Regierung aufrecht zu erhalten. Für Samstag rief er zu neuen landesweiten Protesten auf. Seit Wochen gehen in dem Land Regierungsgegner auf die Straße. Dabei wurden bislang 29 Menschen getötet. Die Demonstrationen von Studenten und rechten Regierungsgegnern richten sich gegen die grassierende Kriminalität, verbreitete Korruption und die allgemeine Wirtschaftsmisere in Venezuela.

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Der FC Schalke 04 hat sich aus dieser Champions-League-Saison verabschiedet. Die Gelsenkirchener verloren das Achtelfinal-Rückspiel bei Real Madrid mit 1:3 . Das Hinspiel vor drei Wochen im eigenen Stadion war bereits 1:6 verloren gegangen. Weil nach dieser Hinspielpleite das Aus ohnehin besiegelt war, schonte Trainer Jens Keller seinen Mittelfeldstar Kevin-Prince Boateng und nach der Pause auch Torjäger Klaas-Jan Huntelaar für die nächsten Aufgaben in der Bundesliga. Er setzte hingegen vier Nachwuchsspieler ein, die jünger als 21 Jahre sind.

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