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Nachrichten

19.03.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der neu gewählte Bundespräsident Joachim Gauck tritt an diesem Montag in Berlin sein Amt an. Auf der Tagesordnung steht ein Gespräch mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, der als Bundesratspräsident kommissarisch das Amt des Staatsoberhauptes ausgeübt hatte. Außerdem trifft sich Gauck mit seinem Amtsvorgänger Christan Wulff. Der 72-jährige Gauck war am Sonntag mit einer großen Mehrheit von gut 80 Prozent von der Bundesversammlung zum neuen Bundespräsidenten gewählt worden. Sein Vorgänger Wulff war wegen staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen gegen ihn vor vier Wochen zurückgetreten.

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In der syrischen Hauptstadt Damaskus hat es nach Angaben von Oppositionsaktivisten in der Nacht zu Montag schwere Gefechte zwischen Regierungstruppen und Einheiten der oppositionellen Freien Syrischen Armee gegeben. In dem Wohnviertel Al-Mezzeh, in dem sich mehrere Botschaften sowie Gebäude der Sicherheitskräfte befinden, seien Schüsse und Explosionen zu hören gewesen, sagte ein Sprecher der Oppositionskomitees in Damaskus. Über mögliche Opfer war zunächst nichts bekannt. Die Kämpfe in Damaskus folgten auf ein blutiges Wochenende, an dem bei einer Serie von Anschlägen in der syrischen Hauptstadt und der zweitgrößten Stadt Aleppo Dutzende Menschen getötet worden waren.

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Wenige Tage vor dem Besuch des Papstes in Kuba hat die Polizei mindestens 50 Mitglieder der Dissidentengruppe "Damen in Weiß" bei einer Demonstration und beim Kirchgang festgenommen. Das bestätigte die illegale, aber vom Regime tolerierte kubanische Menschenrechtskommission. Die meisten von ihnen seien jedoch wieder freigelassen worden. Die Regime-Kritikerinnen demonstrieren jeden Sonntag nach dem Gottesdienst in der Kirche Santa Rita in Havanna für die Freilassung der politischen Gefangenen. Papst Benedikt XVI. besucht vom 26. bis zum 28. März Kuba, eines der letzten sozialistischen Länder der Welt. Er soll dabei auch mit Präsident Raúl Castro zusammentreffen.

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Der Handel mit konventionellen Waffen hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri am Montag mitteilte, ist das Volumen der weltweit getätigten Rüstungsgeschäfte in den vergangenen fünf Jahren um 24 Prozent gestiegen. Die größten Rüstungsexporteure sind demnach die USA und Russland. Auf dem dritten Platz folgt Deutschland vor Großbritannien und Frankreich. Die größten Importeure sind allesamt asiatische Länder - nämlich Indien, Südkorea, Pakistan, China und Singapur. Die größten Steigerungsraten beim Waffenimport seit 2002 erreichten Syrien und Venezuela.

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Bei der Präsidentenwahl in Osttimor ist Amtsinhaber José Ramos-Horta nach Auszählung des Großteils der Stimmen in der ersten Runde ausgeschieden. Der 62-jährige Friedensnobelpreisträger sei bei der Wahl am Samstag mit nur 18 Prozent der Stimmen auf dem dritten Platz gelandet, sagte ein Mitglied der Wahlkommission. Demnach ziehen der Oppositionsführer Francisco "Lu Olo" Guterres und der frühere Armeechef, Taur Matan Ruak, in die Stichwahl Mitte April. Das 1,1 Millionen Einwohner zählende Osttimor ist seit dem Jahr 2002 von Indonesien unabhängig. In der einstigen portugiesischen Kolonie wurden während des jahrzehntelangen Kampfs gegen die indonesische Besatzungsmacht mehr als 180.000 Menschen getötet. Ramos-Horta wurde 1996 für sein Bemühen um die Lösung des Konflikts mit Indonesien mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

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