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Nachrichten

19.02.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Suche nach einem Kandidaten für die Nachfolge von Christian Wulff

Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Suche nach einem Kandidaten für die Nachfolge von Christian Wulff

Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt an diesem Sonntag ihre Suche nach einem parteiübergreifend anerkannten Kandidaten für die Nachfolge des zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff fort. Die Spitzen von Union und FDP kommen im Laufe des Tages erneut zusammen. Möglicherweise gibt es auch ein Treffen mit Vertretern von SPD und Grünen. SPD-Chef Sigmar Gabriel drohte mit einem eigenen rotgrünen Kandidaten, wenn Merkel und die Koalition keine ernsthaften Gespräche mit den beiden Oppositionsparteien führen sollten. Eine Kandidatensuche nach dem Motto "Friss Vogel oder stirb" werde es nicht geben. Nach Medienberichten gelten unter anderen als mögliche Kandidaten der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Wolfgang Huber, und der ehemalige Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde, Joachim Gauck. Genannt werden auch die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU), EX-Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU) sowie Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt von den Grünen.

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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat den Bürgern des hochverschuldeten Griechenland ausdrücklich seinen Respekt für ihre Sparopfer gezollt. Dem Berliner "Tagesspiegel am Sonntag" sagte der Minister, die Allermeisten, die jetzt in Griechenland von den Reform- und Sparmaßnahmen hart betroffen seien, könnten nichts für den Reformstau, den Verlust an Wettbewerbsfähigkeit oder die unproduktive Verwendung von Geldern in der Vergangenheit. Er könne durchaus verstehen, dass es Wut und Entrüstung gebe, weil der griechische Mindestlohn gesenkt werden solle, sagte Schäuble. Zugleich verwahrte sich der Bundesfinanzminister gegen die Kritik des griechischen Präsidenten Karolos Papoulias, der ihm vorgeworfen hatte, er wolle die Griechen verhöhnen. Schäuble warf nochmals der griechischen Regierung vor, Hilfsangebote von Deutschland zum Aufbau einer effizienteren Steuerverwaltung nicht anzunehmen.

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Die Bürger der Baltenrepublik Lettland haben es in einer Volksabstimmung mit großer Mehrheit abgelehnt, Russisch zur zweiten Amtssprache zu machen. Nach vorläufigen Angaben der Wahlkommission votierten fast 75 Prozent gegen die Initiative russisch-sprachiger Letten. In der seit 2004 zur EU gehörenden ehemaligen Sowjetrepublik ist rund ein Drittel der 2,3 Millionen Einwohner russischer Herkunft. Die ethnischen Letten betrachten die bis 1991 dauernde Sowjetherrschaft mehrheitlich als Ära der Unterdrückung.

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Auf dem größten deutschen Verkehrsflughafen in Frankfurt am Main zeichnet sich für Montag ein Verkehrschaos ab. Die zur Einweisung der Maschinen auf dem Flugfeld eingesetzten Mitarbeiter wollen im Tarifkonflikt um deutlich höhere Einkommen um fünf Uhr morgens einen 24-stündigen Streik beginnen. Schon am Donnerstag und Freitag hatten 200 in der Gewerkschaft der Flugsicherung - GdF - organisierte Flugzeugeinweiser für mehrere Stunden die Arbeit niedergelegt. Allein am Freitag waren deshalb in Frankfurt rund 300 von 1.300 Starts und Landungen ausgefallen. Die Flughafengesellschaft Fraport hat die Forderungen der GdF als weit überzogen zurückgewiesen. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt warf in der "Bild am Sonntag" der relativ kleinen Berufsgruppe auf dem Flugfeld Erpressung vor, um "Lohnerhöhungen von 50 bis 70 Prozent" zu erreichen.

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Der italienische Film "Cesare deve morire" (Cäsar muss sterben) ist auf der Berlinale mit dem Goldenen Bären als bester Film ausgezeichnet worden. Der Streifen der Brüder Paolo und Vittorio Taviani schildert Theaterproben in einem Gefängnis in Rom. Silberne Bären erhielten zum Abschluss der Berliner Filmfestspiele Christian Petzold für die Regie in dem DDR-Drama "Barbara" und der Kameramann Lutz Reitemeier für seine Arbeit in einem chinesischen Historienfilm. Als beste Darstellerin wurde die 15-jährige Laien-Schauspielerin Rachel Mwanza aus dem Kongo für ihre Rolle als afrikanische Kindersoldatin in dem Film "War Witch" geehrt. Der Silberne Bär für den besten Darsteller ging an den Dänen Mikkel Boe Fölsgaard.

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