19.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 19.01.2018
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Langsam gesprochene Nachrichten

19.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Freitag, 19. Januar 2018 – langsam gesprochen als MP3

Acht Tote nach Orkan in Deutschland:

Nach der bundesweiten Einstellung des Fernverkehrs wegen des Wintersturms "Friederike" hat die Deutsche Bahn den Betrieb wieder aufgenommen. Die Fahrgäste müssen sich aber weiter auf "erhebliche Einschränkungen" einstellen, wie ein Sprecher mitteilte. Auch im Nahverkehr gibt es noch etliche Beeinträchtigungen. Besonders betroffen ist Nordrhein-Westfalen. "Friederike" war am Donnerstag mit großer Wucht über Deutschland gefegt. Bundesweit kamen mindestens acht Menschen ums Leben. Auch in den Nachbarländern sorgte der Sturm für Chaos. Auf Gleisen und Straßen ging nichts mehr, der Amsterdamer Flughafen Schiphol strich kurzzeitig alle Flüge. Zwei Männer kamen in den Niederlanden durch herabfallende Äste und umgestürzte Bäume ums Leben. In Belgien starb eine Autofahrerin.

 

Prominenter Bürgerrechtsanwalt in Peking festgenommen:

Nach Kritik an der chinesischen Führung ist der bekannte chinesische Bürgerrechtsanwalt Yu Wensheng festgenommen worden. Der 50-Jährige sei in Peking von der Polizei mit einem Sondereinsatzkommando vor seinem Haus abgefangen und mitgenommen worden, als er seinen Sohn zur Schule bringen wollte, berichtete seine Frau Xu Yan telefonisch der Deutschen Presse-Agentur. Am Donnerstag hatte er einen offenen Brief verbreitet, in dem er eine Reform der Verfassung forderte. Yu Wensheng galt als einer der wenigen kritischen chinesischen Anwälte, die noch auf freiem Fuß waren. Vor wenigen Tagen war ihm allerdings die Anwaltslizenz entzogen worden.

 

Ehemann von Mesale Tolu festgenommen:

Der Ehemann der deutschen Journalistin Mesale Tolu, Suat Corlu, ist nach Angaben der türkischen Partei ESP wieder festgenommen worden. Bei Polizei-Razzien in vier Provinzen, darunter Istanbul und Ankara, seien mindestens fünf Mitglieder der sozialistischen Partei ESP und der sozialistischen Jugendorganisation SGDF in Gewahrsam genommen worden, erklärte die Partei. Die in Istanbul lebende Tolu hatte sieben Monate in türkischer Untersuchungshaft gesessen und war kurz vor Weihnachten freigekommen. Sie darf das Land aber nicht verlassen. Ihr Prozess wird im April fortgesetzt. Ihr Mann war im vergangenen Jahr ebenfalls mehrere Monate in Haft.

 

Venezuelas Opposition setzt Dialog mit Regierung aus:

Mitglieder des venezolanischen Oppositionsbündnisses MUD haben die für diesen Donnerstag geplante Verhandlungsrunde mit Vertretern der Maduro-Regierung abgesagt. Zur Begründung hieß es, die Regierung unterstelle fälschlicherweise Oppositionspolitikern, sie hätten Verbindungen zu einer vor wenigen Tagen gewaltsam aufgelösten Gruppe von Aufständischen gehabt. Sicherheitskräfte hatten in der vorigen Woche das Versteck des Ex-Polizisten Óscar Pérez aufgespürt und ihn getötet. Er galt als einer der meistgesuchten "Staatsfeinde". Mehr als 20 ehemalige Staats- und Regierungschefs aus Lateinamerika und Europa verurteilten jetzt die Tötung von Pérez als "befohlenes Massaker" einer "Diktatur von Nicolas Maduro". Die EU will neue Sanktionen gegen Venezuela verhängen.

 

Repräsentantenhaus billigt Maßnahme zur "Shutdown"-Vermeidung:

Im Haushaltsstreit der USA hat das Repräsentantenhaus für eine Zwischenfinanzierung bis zum 16. Februar gestimmt, um einen sogenannten Shutdown zu verhindern. Käme es zu einer Etatsperre, müssten Ämter und Behörden aufgrund fehlender Finanzmittel geschlossen bleiben. Das Gesetz muss nun noch den Senat passieren. Dort könnten die oppositionellen Demokraten die Maßnahme blockieren. Die Republikaner stellen zwar in beiden Kammern die Mehrheit, im Oberhaus sind sie aber auf die Stimmen einiger demokratischer Parlamentarier angewiesen. Die Demokraten verlangen unter anderem, dass das Verteidigungsbudget nicht überproportional im Verhältnis zu anderen Etats angehoben wird. Zuletzt hatte 2013 der Budgetstreit zum "Government Shutdown" geführt. Weite Teile der Bundesverwaltung ruhten 16 Tage lang.

 

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