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Nachrichten

18.12.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Fast neun Jahre nach Beginn des Irakkriegs haben sämtliche US-Kampftruppen das Land verlassen. Zum Abschluss des Abzugs überquerte ein letzter Konvoi mit rund 500 Soldaten und mehr als 100 zumeist gepanzerten Fahrzeugen die Grenze zum Nachbarland Kuwait. US-Präsident Barack Obama hatte im Oktober angekündigt, dass bis zum Jahresende die letzten US-Soldaten aus dem Irak abgezogen werden sollen. Die USA würden dem Land aber weiter partnerschaftlich zu Seite stehen. Die US-Truppen waren, unterstützt von einer internationalen Koalition, im März 2003 in den Irak einmarschiert, um den damaligen Machthaber Saddam Hussein zu stürzen. In dem umstrittenen Krieg wurden fast 4500 US-Soldaten und Zehntausende Iraker getötet. Zeitweise waren bis zu 170.000 US-Soldaten im Irak stationiert.

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In der ägyptischen Hauptstadt hat es auch am Samstag schwere Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gegeben. Soldaten mit Schlagstöcken stürmten den Tahrir-Platz im Zentrum Kairos und schlugen auf Menschen ein. Zuvor hatten Demonstranten bei den Protesten gegen die Militärregierung mit Steinen geworfen und Sicherheitskräfte angegriffen. In den vergangenen Tagen sind bei den Straßenschlachten nach Regierungsangaben zehn Menschen getötet und mehr als 440 verletzt worden. Der Regierungssitz wurde mit einem massiven Aufgebot von Armee und Polizei gesichert und mit Stacheldraht abgeriegelt.

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Auf den Philippinen geht nach der schweren Flutkatastrophe die Suche nach Überlebenden weiter. Soldaten, Angehörige der Küstenwache und Freiwillige durchkämmten die verwüsteten Orte auf der Insel Mindanao, die von den Sturzfluten des Tropensturms "Washi" heimgesucht worden waren. Das Rote Kreuz geht inzwischen davon aus, dass mehr als 500 Menschen ums Leben gekommen sind. Noch immer werden viele Anwohner vermisst. Rund 100.000 Menschen mussten nach Angaben der Regierung ihre Häuser verlassen. US-Außenministerin Hillary Clinton bot den Behörden in Manila die Unterstützung der Vereinigten Staaten an.

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Vor der indonesischen Insel Java ist ein überladenes Flüchtlingsschiff mit hunderten Menschen gesunken. Nach Angaben von Rettungskräften konnten bislang 33 Flüchtlinge aus dem Wasser gerettet werden, anderen Quellen zufolge sollen 76 Schiffbrüchige lebend geborgen worden sein. Nach Angaben Überlebender befanden sich etwa 250 Menschen an Bord. Ziel des Schiffes war nach Agenturberichten die zu Australien gehörende Insel Christmas Island, die vor der indonesischen Küste liegt. Die Insassen des Bootes wollten in Australien Asyl beantragen. Sie sollen aus Afghanistan, Saudi-Arabien, der Türkei und dem Iran stammen.

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Im Fernen Osten Russlands ist eine Öl-Bohrinsel mit 67 Menschen an Bord gekentert. Wie die Nachrichtenagentur Itar-Tass berichtet, wurde die Plattform zum Unglückzeitpunkt von einem Eisbrecher geschleppt, nachdem sie zuvor während eines Sturms im Ochotskischen Meer in Seenot geraten war. Nach ersten Meldungen konnten 14 Besatzungsmitglieder gerettet werden, zwei Menschen wurden tot geborgen. Das Unglück ereignete sich rund 200 Kilometer vor der Insel Sachalin.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten Auflockerungen, sonst viele Wolken und Schauer. Entlang des Rheins Schneeregen oder Regen, im Süden fällt bis in tiefere Lagen Schnee. Tageshöchstwerte minus zwei Grad am Alpenrand und bis plus sechs Grad an der Nordsee. Die weiteren Aussichten: Auch am Montag viele Wolken mit Schnee- oder Regenschauern. Tagestemperaturen minus drei bis plus sechs Grad.

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