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Nachrichten

18.11.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:21

Nachrichten von Dienstag, 18. November 2014 – langsam gesprochen als MP3

Mehrere Tote bei Anschlag auf Synagoge in Jerusalem:

Bei einem Anschlag auf eine Synagoge in Jerusalem sind mehrere Menschen getötet worden. Wie eine Sprecherin der israelischen Polizei mitteilte, wurden die Gläubigen im Stadtteil Har Nof von zwei Angreifern mit einer Pistole und einer Axt attackiert. Die beiden Männer, bei denen es sich laut einem Bericht des Militärradios um Palästinenser handelte, wurden getötet. Am Montag hatte es nach dem Tod eines arabischen Busfahrers Unruhen in Jerusalem gegeben. Die Polizei geht von einem Selbstmord, die Familie jedoch von einem Mord durch jüdische Extremisten aus. Zudem gab es eine Serie von Anschlägen auf Israelis. Ein Auslöser der Spannungen war der Streit um die Nutzung des Tempelbergs in der Altstadt von Jerusalem, der Juden und Muslimen heilig ist.

Kein fristgerechter Kompromiss für EU-Haushalt:

Die Unterhändler der 28 EU-Staaten und des Europaparlaments haben sich nicht fristgerecht auf den Haushalt der Union für das kommende Jahr einigen können. Die Frist war Montagabend um Mitternacht abgelaufen. Nun muss die EU-Kommission einen neuen Entwurf für den Haushalt 2015 vorlegen. Falls dann bis zum 1. Januar kein Kompromiss gelingt, muss die EU 2015 mit Notbudgets arbeiten. Im Juni hatte die Kommission vorgeschlagen, die Ausgaben um knapp 5 Prozent auf 142 Milliarden Euro zu steigern. Das Europaparlament fordert jedoch deutlich mehr Geld für das Budget, dazu sind aber die Mitgliedsstaaten nicht bereit. Die Positionen liegen um rund sechs Milliarden Euro auseinander.

Neue Proteste gegen Orban:

In Ungarn haben mehr als Zehntausend Menschen gegen Korruption demonstriert und den Rücktritt von Ministerpräsident Viktor Orban gefordert. Sie warfen dem Regierungschef zudem vor, sich in seiner Politik zu stark an Russland zu orientieren. Die Demonstranten skandierten "Orban verschwinde" und "Europa, Europa". Auf Transparenten war zu lesen: "Wir zahlen keine Steuern an Kriminelle". Die USA verweigern unter anderem der Chefin der Steuerbehörde die Einreise und werfen ihr die Verwicklung in Bestechungsfälle vor. Die Proteste gegen die rechtsnationale Orban-Regierung hatten sich im Oktober an einer geplanten Internetsteuer entzündet, die inzwischen auf Eis gelegt wurde.

Hongkong: Polizei räumt zentrale Straßensperren von Aktivisten:

Nach mehr als siebenwöchigen Demonstrationen in Hongkong hat die Polizei mit der Räumung von Straßensperren am wichtigsten Protestlager der Aktivisten begonnen. Die Demonstranten leisteten keinen Widerstand, als von Polizisten und Justizbeamten bewachte Arbeiter Metallzäune und andere Barrikaden vor dem Citic Tower im Bezirk Admiralty abbauten. Ein Hongkonger Gericht hatte zuvor die Räumung von Straßenzügen angeordnet. Die Proteste hatten sich an den Plänen Pekings entzündet, 2017 zwar erstmals eine direkte Wahl in Hongkong zu erlauben, den Wählern aber eine freie Nominierung der Kandidaten zu verweigern. Seit Rückgabe der ehemaligen britischen Kronkolonie 1997 an China wird Hongkong als eigenes Territorium autonom regiert.

Nationalgarde kehrt nach Ferguson zurück:

Aus Angst vor neuen Unruhen in Ferguson und St. Louis wurde im US-Bundesstaat Missouri der Notstand ausgerufen. Gouverneur Jay Nixon aktivierte zudem erneut die Nationalgarde, um einen Polizeieinsatz bei möglichen Protesten zu unterstützen. Die Behörden in Missouri bereiteten sich auf die bevorstehende Entscheidung über eine Anklage des weißen Polizisten Darren Wilson vor. Dieser hatte den unbewaffneten schwarzen Teenager Michael Brown am 9. August auf offener Straße erschossen und damit eine Serie teils schwerer Proteste losgetreten. Die Entscheidung der zwölfköpfigen Geschworenenjury, ob Wilson angeklagt und ein Gerichtsverfahren eröffnet werden soll, könnte bereits diese Woche fallen.

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