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Nachrichten

18.10.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die Troika der internationalen Geldgeber hat ihre Verhandlungen mit der griechischen Regierung abgeschlossen. Nach Angaben der EU-Kommission in Brüssel besteht Einigkeit über die meisten Reform- und Sparprogramme. Einige Punkte sind jedoch noch offen. Deshalb wird es auch beim EU-Gipfel an diesem Donnerstag und Freitag noch keine Zusage über die nächste Hilfstranche von 31,5 Milliarden Euro geben. - Aus Protest gegen das neue 13,5 Milliarden Euro schwere Sparpaket streiken in Griechenland auch heute wieder Hunderttausende Beschäftigte. Geschäfte und Behörden bleiben geschlossen. Auch der Nahverkehr in Athen, die Häfen oder die Flugsicherung sind von dem Ausstand betroffen, der 24 Stunden dauern soll.

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Vor dem deutschen Bundestag kommt es an diesem Donnerstag zum ersten Rededuell zwischen Kanzlerin Angela Merkel und ihrem SPD-Herausforderer bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr, Peer Steinbrück. Merkel will am Morgen in Berlin in einer Regierungserklärung ihre Vorstellung vom weiteren Zusammenwachsen der Europäischen Union darlegen. Als Hauptredner der SPD wird anschließend Steinbrück sprechen. - Später fliegt die Kanzlerin zu dem zweitägigen EU-Gipfel nach Brüssel. Zentrales Thema soll auch hier die Frage sein, wie die Zusammenarbeit in der Wirtschafts- und Finanzpolitik verbindlicher werden kann.

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Die US-Bundespolizei FBI hat nach eigenen Angaben einen Anschlag auf das Gebäude der Zentralbank in New York vereitelt. Sicherheitskräfte nahmen im Stadtteil Manhatten einen aus Bangladesch stammenden Mann mit mutmaßlichen Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida fest, wie das US-Justizministerium mitteilte. Der 21-jährige Verdächtige war danach eigens in die USA geflogen, um einen Anschlag zu verüben. Auf der Suche nach Komplizen stieß er auf einen Informanten des FBI. Über einen verdeckten Ermittler orderte der Verdächtige 450 Kilogramm Sprengstoff, erhielt allerdings eine Attrappe. Als er den vermeintlichen Sprengstoff in einem Kleinlaster vor dem Bankgebäude zünden wollte, nahm das FBI ihn fest.

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Von Rache getriebene Milizionäre in Libyen haben im Oktober 2011 nicht nur Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi misshandelt und getötet, sondern auch dessen Sohn Mutassim und mehr als 50 seiner Begleiter. Zu diesem Ergebnis kommt die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) in ihrem jetzt vorgelegten Bericht - knapp ein Jahr nach dem Tod des libyschen Diktators. Zugleich beklagte HRW, die neuen libyschen Machthaber hätten bislang keine Anstalten gemacht, den Tod der Männer aufzuklären und die Milizionäre zu bestrafen. Die Kämpfer aus der Stadt Misrata hätten ihre Gegner nicht wie offiziell behauptet auf dem Schlachtfeld getötet, sondern in Sirte gefangen genommen, misshandelt und anschließend erschossen.

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Als erster französischer Staatschef hat François Hollande das Massaker an algerischen Demonstranten in Paris vom 17. Oktober 1961 offiziell anerkannt. Die Proteste seien gewaltsam unterdrückt worden, sagte Hollande. "Die französische Republik erkennt diese Fakten mit Klarheit an", hieß es weiter. Französische Sicherheitskräfte hatten seinerzeit eine friedliche Demonstration tausender Algerier mit Gewalt aufgelöst, die eine nächtliche Ausgangssperre ignorierten. Nach Schätzungen von Historikern wurden 200 Menschen getötet, als Sicherheitskräfte auf Demonstranten schossen, auf sie einschlugen oder sie in die Seine warfen. Die Pariser Behörden sprachen seinerzeit offiziell von drei Toten und 64 Verletzten. Später wurden jedoch zahlreiche Leichen aus der Seine geborgen.

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Der Syrien-Sondervermittler Lakhdar Brahimi hat eindringlich vor einer Ausweitung des Syrien-Kriegs gewarnt. In Gesprächen mit dem libanesischen Präsidenten Michel Sulaiman und Regierungschef Majib Mikati in Beirut mahnte der Diplomat, sollte keine Lösung gefunden werden, werde sich die Krise verschärfen und könnte auf den gesamten Nahen Osten übergreifen. Der Vermittler der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga wirbt derzeit für eine befristete Feuerpause in Syrien während des viertägigen Opferfestes Eid al Adha, das in diesem Jahr am 26. Oktober beginnt.

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