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Nachrichten

18.09.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.


Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus zeichnet sich eine schwache Beteiligung ab. Bis zum Mittag gaben gut 19 Prozent der rund 2,5 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Bei der Wahl vor fünf Jahren waren es zu dieser Zeit bereits mehr als 22 Prozent. Die Einwohner der Bundeshauptstadt entscheiden über mindestens 130 Sitze im Landesparlament, zusätzlich wird über die zwölf Bezirksverordnetenversammlungen in Berlin abgestimmt. Nach den letzten Umfragen ist die SPD mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit klarer Favorit. Allerdings gibt es wahrscheinlich keine Mehrheit für die Fortsetzung der rot-roten Koalition, weil der Linkspartei Verluste vorausgesagt werden. Die Grünen könnten hingegen deutlich zulegen und Regierungspartner der SPD werden, die CDU gilt als weit abgeschlagen. Mit Spannung wird erwartet, ob der FDP trotz schlechter Umfragewerte der Wiedereinzug ins Abgeordnetenhaus gelingt. Demgegenüber werden der Piratenpartei, die vor allem für mehr Freiheit im Internet wirbt, mehr Chancen eingeräumt, ins Berliner Landesparlament einzuziehen.

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Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière strebt eine Entscheidung über den deutschen Truppenabzug aus Afghanistan in den kommenden Wochen an. Derzeit sei es noch zu früh, konkrete Zahlen zu nennen, sagte der Minister bei einem Truppenbesuch im Norden des Landes. Die Entscheidung über den Abzug wolle er mit der Verlängerung des Bundeswehrmandats im kommenden Jahr verbinden. Der Bundestag muss bis spätestens Ende Januar 2012 über ein neues Afghanistan-Mandat entscheiden. Zu diesem Zeitpunkt läuft das derzeitige Mandat mit einer personellen Obergrenze von 5350 Soldaten aus. De Maizière besuchte unter anderem den Bundeswehrstützpunkt Masar-i-Scharif und die Feldlager zweier Regionaler Wiederaufbauteams. Zudem traf er mit den Verbündeten zusammen, um den geplanten Abzug der internationalen Kampftruppen aus Afghanistan bis Ende 2014 zu erörtern.

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In der Debatte über den geplanten Antrag der Palästinenser zur Anerkennung eines eigenen Staats durch die Vereinten Nationen hat Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn stärkeren Druck der Bundesregierung auf Israel verlangt. Deutschland könne eine "herausragende Rolle" dabei spielen, Israel von der "sturen Siedlungspolitik" abzubringen, das Land aus der Isolation in der Region zu führen und damit eine Zweistaatenlösung auf Grundlage der Grenzen von 1967 zu ermöglichen, sagte Asselborn der "Welt am Sonntag". Die Bundesrepublik habe zwar eine "große Verantwortung" gegenüber den Interessen des israelischen Volkes, aber nicht gegenüber der aktuellen israelischen Regierung. - Die Europäer sollten den Antrag der Palästinenser auf mehr internationale Anerkennung als große Chance für den Friedensprozess im Nahen Osten begreifen, mahnte Asselborn in der Zeitung.

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In Libyen gehen die Kämpfe um die letzten Hochburgen des untergetauchten Ex-Machthabers Muammar al-Gaddafi unvermindert weiter. In der Wüstenstadt Bani Walid starteten die Gaddafi-Einheiten sogar einen Angriff auf die Truppen des Übergangsrats. Sie feuerten mit Mörsern und versuchten, die ehemaligen Rebellen am nördlichen Stadtrand aus dem Hinterhalt anzugreifen. Auch um Sirte, die Geburtsstadt Gaddafis, gab es wieder Gefechte. -- Unterdessen verhandeln die rivalisierenden Fraktionen innerhalb des Übergangsrats über die Zusammenstellung des Kabinetts einer gemeinsamen Übergangsregierung. Geplant ist, das Ergebnis noch an diesem Sonntag zu präsentieren.

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Die Türkei droht der EU mit einem Einfrieren der Beziehungen, falls Zypern im kommenden Jahr die Ratspräsidentschaft der Gemeinschaft übernimmt und nicht vorher eine Lösung des Zypern-Konflikts erreicht worden ist. In diesem Falle drohe eine Krise in den Beziehungen zwischen der Türkei und der EU, sagte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu der türkische Vize-Ministerpräsident Besir Atalay am Ende eines Besuchs in Nord-Zypern. Der international anerkannte griechische Teil von Zypern soll turnusgemäß die sechsmonatige Ratspräsidentschaft der EU im Juli 2012 übernehmen. - Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte Ende Juli erklärt, er strebe eine Lösung des Zypern-Konflikts bis zum Ende des Jahres an.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Osten zeitweise Dauerregen, dagegen lockert es im Westen immer mehr auf. Die Temperaturen liegen zwischen zwölf und 20 Grad. Die weiteren Aussichten: Auch am Montag mehr Wolken als Sonne und gelegentlich etwas Regen bei elf bis 19 Grad.

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