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Langsam gesprochene Nachrichten

18.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:47

Nachrichten von Freitag, 18. August 2017 – langsam gesprochen als MP3

Nach Terroranschlag in Barcelona suchen Behörden weiter nach Attentäter:

Nach dem schweren Terroranschlag in Barcelona mit mindestens 13 Toten und mehr als 100 Verletzten suchen die spanischen Behörden weiter nach dem Täter. In der Kleinstadt Cambrils, rund 100 Kilometer südlich der katalanischen Metropole, töteten Polizisten in der Nacht fünf mutmaßliche Terroristen. Die Behörden erklärten, dadurch sei ein weiterer Terrorangriff mit Sprengstoff-Gürteln verhindert worden. Möglicherweise bestehe ein Zusammenhang zu dem Anschlag in Barcelona. Am Donnerstag hatte ein Mann mit einem Lieferwagen viele Menschen auf der Touristenmeile Las Ramblas überfahren. Er wurde bislang nicht gefasst. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um einen Terroranschlag. Die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) erklärte sich selbst zum Drahtzieher.

 

Trump sorgt mit Reaktion auf Barcelona-Attentat für Empörung:

US-Präsident Donald Trump hat mit seiner Reaktion auf den Terroranschlag von Barcelona für Empörung gesorgt. Zunächst verurteilte Trump das Attentat in einer Twitter-Nachricht und sagte Spanien die Solidarität der USA zu. Man werde alles tun, was nötig sei, um zu helfen, hieß es darin. In einem zweiten Tweet forderte Trump dann jedoch dazu auf, man solle im Kampf gegen Terrorismus die Methoden von General John Pershing studieren. Dieser soll auf den Philippinen 50 muslimische Gefangene mit Kugeln exekutiert haben, die zuvor in Schweineblut getaucht worden waren. Die Legende ist nachweislich falsch. Dennoch behauptete Trump, es habe danach 35 Jahre keinen islamistischen Terror mehr gegeben. Mit dieser Äußerung stieß der US-Präsident in sozialen Netzwerken auf heftige Kritik.

 

Trump beerdigt Pläne zur Gründung eines Infrastruktur-Rats:

US-Präsident Donald Trump hat seine Pläne zur Gründung eines Infrastruktur-Rats mit Konzernschefs aus der Privatwirtschaft einem Medienbericht zufolge begraben. Das Vorhaben werde nicht mehr weiter verfolgt, teilte das Weiße Haus am Donnerstag mit. In dem Beratergremium sollten Vertreter der Immobilienbranche, der Bauwirtschaft, des Transportwesens und anderer Sektoren zusammenkommen. Trump hatte angekündigt, eine Milliardensumme in den Bau und die Reparatur etwa von Straßen, Brücken und Flughäfen zu stecken. Die Pläne zählen zu seinen wichtigen Vorhaben neben einer Gesundheits- und einer Steuerreform. Nach Trumps kontroversen Äußerungen zu der rechtsextremen Gewalt in Charlottesville hatten sich führende Wirtschaftsvertreter vom US-Präsidenten distanziert.

 

USA und Japan halten in Nordkorea-Krise zusammen:

Die USA und Japan haben sich gegenseitige Unterstützung im Kampf gegen Bedrohungen aus Nordkorea zugesichert. Die Provokationen durch Pjöngjangs Raketenprogramm seien nicht akzeptabel und müssten sofort aufhören, betonte US-Außenminister Rex Tillerson nach einem Sicherheitstreffen in Washington. Tillerson und US-Verteidigungsminister James Mattis machten nach Gesprächen mit ihren japanischen Kollegen Taro Kono und Itsunori Onodera deutlich, dass als letzte Konsequenz weiterhin auch ein Militäreinsatz gegen Nordkorea denkbar sei. Der Chefstratege von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, hatte hingegen "militärische Lösungen" des Konflikts ausdrücklich ausgeschlossen.

 

UN wollen Fortschritte bei Syrien-Gesprächen erzielen:

Die Vereinten Nationen hoffen auf ernsthafte Verhandlungen zur Lösung des Syrien-Konflikts im Herbst. Er zähle darauf, dass die syrische Regierung sowie ihre Verbündeten Russland und Iran dann bereit seien, aufrichtige und direkte Verhandlungen mit der syrischen Opposition zu beginnen, erklärte der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura in Genf. Als zentrales Hindernis für eine Einigung hatte sich bei den bisherigen sieben Verhandlungsrunden die Forderung der Opposition nach dem Abtritt von Präsident Baschar al-Assad erwiesen. Der Krieg zwischen seinen Anhängern und Gegnern tobt bereits seit mehr als sechs Jahren, Hunderttausende Menschen wurden getötet.

 

Zeitungsberichte: Mehr Gewalt gegen Muslime in Deutschland:

Die Zahl gewalttätiger Übergriffe auf Muslime in Deutschland hat einem Zeitungsbericht zufolge deutlich zugenommen. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtete, seien im zweiten Quartal bei islamfeindlichen Straftaten 16 Menschen verletzt worden. Das seien deutlich mehr als im ersten Vierteljahr, in dem zwei Verletzte gezählt wurden. Der Bericht beruft sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken. In fast allen Fällen waren die Täter demnach Rechtsextreme. Insgesamt hätten Polizei und Verfassungsschutz im zweiten Quartal 192 islamfeindliche Straftaten auf muslimische Einrichtungen oder Muslime erfasst. Zu den Straftaten zählen unter anderem Hetze gegen Muslime, Drohbriefe oder Angriffe auf Kopftuch tragende Frauen.

 

ISS-Außeneinsatz bereitet Sputnik-Jubiläum vor:

Bei einem fast achtstündigen Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation ISS haben zwei russische Kosmonauten ein wichtiges Jubiläum der Raumfahrt vorbereitet: den 60. Jahrestag des Sputnik-Starts. Der erste künstliche Erdsatellit war 1957 in seine Umlaufbahn geschickt worden. Die Kosmonauten Fjodor Jurtschichin und Sergej Rjasanski setzten nun mehrere Mini-Satelliten im All aus. Einer der kleinen Satelliten sendet eine Sprachbotschaft auf Russisch, Englisch, Spanisch und Chinesisch. Die Nachricht sei auch von Hobbyfunkern zu empfangen, berichtete die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos.

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