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Nachrichten

18.08.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:12

Nachrichten von Montag, 18. August 2014 – langsam gesprochen als MP3

Ukraine-Krisentreffen in Berlin ohne Durchbruch beendet:

Ohne greifbare Ergebnisse ist in Berlin ein Krisentreffen zum Ukraine-Konflikt zu Ende gegangen. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier sprach in der Nacht zum Montag nach fünfstündigen Beratungen mit seinen Kollegen aus Russland, der Ukraine und Frankreich von einem "notwendigen Gespräch in einer schwierigen Zeit". Zugleich berichtete er von "Fortschritten in einzelnen Punkten", die er allerdings nicht konkret benannte. Der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin wollte hingegen noch keine Fortschritte erkennen, der russische Ressortchef Sergej Lawrow verließ den Tagungsort kommentarlos. Bis Dienstag soll nach Angaben Steinmeiers entschieden werden, ob die Gespräche fortgesetzt werden.

Schwarzer US-Teenager Brown mit sechs Schüssen getötet:

Der von einem Polizisten in der US-Kleinstadt Ferguson erschossene Teenager Michael Brown ist laut einem privaten Gutachten von mindestens sechs Kugeln getötet worden. Zwei Projektile hätten den Kopf und vier den rechten Arm des 18-Jährigen getroffen, befand ein von den Eltern des Opfers eingeschalteter Rechtsmediziner, wie die "New York Times"berichtet. Laut dem vorläufigen Ergebnis der Autopsie sind alle Kugeln von vorne abgefeuert worden. Der von Browns Eltern beauftragte Pathologe Michael Baden gilt als absoluter Fachmann auf seinem Gebiet. Er wurde bereits bei den Untersuchungen zum Mord an US-Präsident John F. Kennedy zu Rate gezogen. Ferguson ist seit der Tötung des schwarzen Jugendlichen durch einen weißen Polizisten am 9. August Schauplatz von Unruhen und Protesten, da dem Schützen rassistische Motive unterstellt werden. Das US-Justizministerium kündigte aufgrund der "außergewöhnlichen Umstände" des Falls an, dass nach den Behörden von Missouri nun auch zusätzlich Experten auf Bundesebene eine Autopsie der Leiche vornehmen würden.

Palästinenser sehen Rückschritt bei Gaza-Gesprächen:

Kurz vor Ablauf der jüngsten Feuerpause im Gazastreifen am späten Montagabend haben die Palästinenser einen Rückschritt bei den indirekten Verhandlungen mit Israel über eine dauerhafte Waffenruhe beklagt. Die israelische Seite habe das bisher Erreichte aufgegeben, nun stünden die Diskussionen wieder am Anfang, sagte ein Vertreter der Palästinenser in Kairo. Am Sonntag hatte der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu erklärt, eine Einigung könne es nur geben, wenn dabei Israels Sicherheitsinteressen gewahrt würden. Die Palästinenser bestehen hingegen unter anderem auf der vollständigen Aufhebung der seit acht Jahren andauernden Blockade des Gazastreifens.

Israel stoppt Ausfuhr bestimmter Agarprodukte in die EU:

Gemäß einer EU-Vorgabe wird Israel vom 1. September an keine Milch- und Geflügelprodukte mehr aus besetzten Gebieten in die Europäische Union exportieren. Das bestätigten Vertreter der EU und Israels in Jerusalem. Die EU-Kommission hatte im Frühjahr eine entsprechende Direktive erlassen. Die Europäische Union und auch die USA sehen den fortgesetzten Siedlungsbau vor allem im Westjordanland als eine Hauptursache für das Scheitern aller bisherigen Friedensgespräche mit den Palästinensern. Die Zeitung "Haaretz" berichtete, die ausgesonderten Produkte würden nun nur noch auf den heimischen Markt oder in Länder außerhalb der EU geliefert.

USA und Südkorea beginnen gemeinsames Manöver:

Ungeachtet der Drohungen aus Nordkorea haben Südkorea und die USA wieder eine gemeinsame Militärübung gestartet. Das jährlich abgehaltene Manöver simuliere erstmals die Reaktion auf einen möglichen Angriff mit Atomwaffen, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit. Die südkoreanische Militärführung versetzte ihre Truppen für die Dauer der bis zum 29. August laufenden Übung in erhöhte Alarmbereitschaft, um auf "provokative Akte" Nordkoreas reagieren zu können. Die Führung in Pjöngjang hatte Südkorea und den USA wegen des Manövers mit - so wörtlich - "erbarmungslosen" Militärschlägen gedroht.

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