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Nachrichten

18.08.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der syrische Staatschef Baschar al-Assad hat nach eigenen Angaben die Militärführung des Landes angewiesen, sämtliche Aktionen gegen Anhänger der Opposition einzustellen. Assad informierte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in einem Telefonat über diesen Schritt, wie ein Sprecher der Vereinten Nationen in New York mitteilte. Ban äußerte dabei nochmals seine große Besorgnis angesichts der jüngsten Berichte über Menschenrechtsverletzungen und Gewalt durch syrische Truppen und Milizen. Erst am Mittwoch waren in der Protesthochburg Homs laut Menschenrechtsaktivisten wieder mehrere Zivilisten getötet worden. In einem Stadion der Hafenstadt Latakia halten Soldaten nach Berichten von Anwohnern Hunderte Assad-Gegner gefangen. Armee-Einheiten hatten die Stadt in der vergangenen Woche umstellt und unter Beschuss genommen.

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Tausende Spanier haben am Rande des katholischen Weltjugendtages in Madrid gegen den bevorstehenden Besuch von Papst Benedikt XVI. demonstriert. Sie protestierten dagegen, dass trotz der schweren Wirtschaftskrise in Spanien Steuergelder für das mehrtägige Treffen der Kirche und für den Papst-Besuch ausgegeben würden. Sie forderten eine vollständige Trennung von Staat und Kirche. Mehr als 140 Gruppen und Organisationen hatten zu der Kundgebung aufgerufen. Die wirtschaftliche Erholung in Spanien erfolgt nur schleppend. Die Arbeitslosigkeit liegt bei mehr als 20 Prozent. Das Oberhaupt der katholischen Kirche wird in wenigen Stunden in der Hauptstadt Madrid erwartet. Nach einem Empfang am Flughafen ist für den 84-Jährigen am Donnerstagabend eine Willkommensfeier in der Innenstadt geplant. Zur Abschlussmesse des Weltjugendtages mit dem Papst am Sonntag auf dem Flughafengelände "Cuatro Vientos" werden mehr als eine halbe Million Besucher erwartet.

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Bei der Explosion einer am Straßenrand deponierten Bombe sind im Westen Afghanistans mindestens 13 Zivilisten getötet und mehr als zehn verletzt worden. Nach Angaben der Behörden der Provinz Herat war der Sprengsatz detoniert, als ein Kleinbus vorbeifuhr. - Bei einem Selbstmordanschlag auf einen unter US-Kommando stehenden Militärstützpunkt im Osten des Landes wurden zwei afghanische Wachmänner getötet. Der Attentäter sprengte sich vor dem Eingang des schwer bewachten Gebäudekomplexes in Gardes in der Provinz Paktia in seinem Fahrzeug in die Luft, wie der Polizeichef der Provinz, Sbdul Ghafar Sapai, mitteilte.

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Nach dem Anschlag auf einen türkischen Armeekonvoi mit zwölf Toten hat die türkische Luftwaffe einem Medienbericht zufolge Angriffe gegen mutmaßliche Stützpunkte der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) im Nordirak geflogen. 15 Kampfjets hätten zwei Orte bombardiert, an denen sich PKK-Rebellen aufgehalten hätten, berichtete der türkische Nachrichtensender NTV. Bei dem Angriff auf den Militärkonvoi hatten Bewaffnete im Südosten der Türkei elf türkische Soldaten und einen sogenannten Dorfschützer getötet. Die türkische Regierung machte PKK-Kämpfer für die Tat verantwortlich. Sie hätten mehrere Minen gelegt und den Konvoi nach den Explosionen beschossen, teilten die türkischen Behörden mit. - Mitte Juli hatte die PKK beim schwersten Rebellenangriff seit drei Jahren 13 Soldaten getötet. Am vergangenen Wochenende wurden wieder drei Soldaten erschossen. Regierungschef Recep Tayyip Erdogan hatte daraufhin angekündigt, nach dem Ende des Fastenmonats Ramadan wolle er "andere Saiten im Umgang mit der PKK aufziehen".

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Die "Organisation der Islamischen Konferenz" will umgerechnet rund 240 Millionen Euro an Hilfen für das von einer verheerenden Hungersnot betroffene Somalia bereitstellen. Die islamische Welt werde aktiv daran mitwirken, eine Lösung für die Spannungen in Somalia zu finden, sagte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu auf einer Krisenkonferenz in Istanbul. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyib Erdogan erinnerte daran, dass die Vereinten Nationen eine Milliarde Dollar an notwendigen Hilfen für Somalia gefordert haben, die internationale Gemeinschaft bislang aber nur die Hälfte zugesichert habe. Die muslimischen und wirtschaftsstarken Länder forderte er auf, den Menschen in Somalia zu helfen. - Nach UN-Angaben brauchen in der Region am Horn von Afrika mehr als zwölf Millionen Menschen dringend Nahrungsmittelhilfen. Am schwersten betroffen ist Somalia, weil dort islamistische Milizen Hilfen für die Not leidenden Menschen behindern.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Heiter und sonnig. Im Tagesverlauf ziehen von Nordwesten Wolken auf, die örtlich starke Gewitter bringen. Die Höchstwerte liegen bei 18 Grad an der See und bis zu 34 Grad im Süden. DIE WEITEREN AUSSICHTEN: Am Freitag nur ganz im Süden noch längere Zeit heiter. Sonst teils kräftige Schauer und Gewitter. Die Maximaltemperaturen erreichen Werte zwischen 16 und 29 Grad.

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