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Nachrichten

18.07.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:26

Nachrichten von Freitag, 18. Juli 2014 – langsam gesprochen als MP3

Malaysische Passagiermaschine über Ostukraine abgeschossen:

Nach dem Absturz der malaysischen Passagiermaschine mit 298 Menschen an Bord über der umkämpften Ostukraine haben die USA eine sofortige und umfassende Waffenruhe in dem Gebiet gefordert. Ein Sprecher von US-Präsident Barack Obama rief Russland, die prorussischen Separatisten und die Ukraine in der Nacht dazu auf, internationalen Experten sicheren und uneingeschränkten Zugang zur Absturzstelle zu gewähren. Nach erster Einschätzung der US-Geheimdienste wurde die Maschine mit einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen. Die Linienmaschine von Malaysia Airlines war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur, als sie am Donnerstag in einem von prorussischen Separatisten kontrollierten Gebiet bei Donezk abstürzte - sie war auf einer Flughöhe von 10.000 Metern. Nach Angaben der Fluggesellschaft waren unter anderen 154 Niederländer an Bord, sowie 27 Australier und möglicherweise auch vier Deutsche. Die ukrainische Staatsführung und die Aufständischen beschuldigen sich gegenseitig, die Maschine abgeschossen zu haben. Rettungskräfte haben nach Angaben eines Reuters-Kameramanns inzwischen den zweiten Flugschreiber entdeckt. Noch am Donnerstag hatten Aufständische angegeben, sie hätten die Black Box gefunden.

Weltweites Entsetzen nach mutmaßlichem Abschuss der malaysischen Boeing :

US-Präsident Barack Obama hat eine internationale Untersuchung der Ursache für den Absturz der Passagiermaschine über der von Rebellen kontrollierten Region in der Ostukraine gefordert. In einem Telefonat mit seinem ukrainischen Kollegen Petro Poroschenko sagte Obama, am Ort des Absturzes dürfe nichts verändert werden, bis internationale Experten "alle Aspekte der Tragödie" untersuchen könnten. Zugleich sicherte der US-Präsident sofortige Hilfe von US-Experten zu, wie das Weiße Haus mitteilte. Auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, die EU und die Nato verlangten eine internationale Untersuchung. Der Weltsicherheitsrat in New York kommt wegen des mutmaßlichen Abschusses des malaysischen Flugzeugs an diesem Freitag zu einer Sondersitzung zusammen. Russlands Präsident Wladimir Putin gab der Ukraine indirekt die Schuld. Die schreckliche Tragödie wäre nicht passiert, wenn es in der Ostukraine keinen Krieg gebe, sagte der Kremlchef.

Israel startet Bodenoffensive in Gaza - mehr als 20 Todesopfer :

Die israelische Armee hat am Donnerstagabend eine Bodenoffensive im palästinensischen Gazastreifen gestartet. Das israelische Sicherheitskabinett habe den entsprechenden Beschluss gefasst, nachdem die radikalislamische Hamas einen Plan Ägyptens für eine Waffenruhe abgelehnt hatte, erklärte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Die israelischen Truppen sollen vor allem Raketenverstecke der Hamas und Tunnel nach Israel zerstören. Mehr als 20 Palästinenser seien in der vergangenen Nacht getötet worden, hieß es von Seiten der Palästinenser. Nach Armeeangaben wurde außerdem ein Soldat bei Kämpfen im Norden des Gazastreifens getötet. Für den Bodeneinsatz seien 8000 Reservisten mobilisiert, insgesamt seien knapp 70.000 Soldaten im Einsatz, erklärte ein Sprecher. Die Hamas drohte Israel einen "hohen Preis" für die Angriffe an. Israel fliegt bereits seit zehn Tagen Luftangriffe auf den Gaza-Streifen, um den anhaltenden Raketenbeschuss von dort zu stoppen.

Oberster US-Geheimdienstler verlässt Deutschland:

Der oberste US-Geheimdienstler in Deutschland ist der Aufforderung der Bundesregierung zur Ausreise gefolgt. Er verließ am Donnerstag vom Flughafen Frankfurt am Main aus das Land. Die deutsche Regierung hatte ihn vor einer Woche zur Ausreise aufgefordert. Zuvor hatte der Generalbundesanwalt Ermittlungen gegen zwei mutmaßliche Spione der USA beim Bundesnachrichtendienst und im Verteidigungsministerium eingeleitet. Die Bundesregierung begründete die Aufforderung zur Ausreise aber auch mit den Spähaktionen des US-Geheimdienstes NSA, die vor einem Jahr bekannt geworden waren. Ob der CIA-Vertreter in der US-Botschaft in Berlin die beiden mutmaßlichen Spione tatsächlich geführt hat, ist unklar. Wäre der Top-Spion der Aufforderung zur Ausreise nicht nachgekommen, wäre er von der Regierung zur unerwünschten Person erklärt worden und hätte innerhalb einer Frist - normalerweise 72 Stunden - zwingend das Land verlassen müssen.

Deutschland und Mexiko vereinbaren Kooperation:

Deutschland und Mexiko wollen in den nächsten Jahren enger zusammenarbeiten. Unter anderem soll dies durch regelmäßige Treffen einer gemeinsamem Regierungskommission geschehen. Diese riefen die Außenminister beider Länder, Frank-Walter Steinmeier und sein Kollege José Antonio Meade, in Mexiko-Stadt ins Leben. Bei seinem dreitägigen Besuch in Mexiko wird Steinmeier von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Mexiko gehört zu den wichtigsten Schwellenländern und hat in den vergangenen Jahren auch politisch an Einfluss gewonnen. Innerhalb der Europäischen Union ist Deutschland Mexikos wichtigster Handelspartner. Zu den Schwerpunkten dabei gehört die Autoindustrie.

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