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Nachrichten

18.07.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der Chef der Londoner Metropolitan Police, Paul Stephenson, ist in der Abhör- und Bestechungsaffäre um den Medienmogul Rupert Murdoch zurückgetreten. Stephenson war ins Kreuzfeuer der Kritik geraten, als bekannt wurde, dass er sich einen Kur-Aufenthalt teilweise hatte bezahlen lassen. Pressechef des Kur-Unternehmens war der inzwischen festgenommene frühere Journalist der Skandalzeitung "News of the World", Neil Wallis. Bereits zuvor war öffentlich geworden, dass Polizisten gegen die Zahlung von Bestechungsgeldern Informationen an die Zeitung herausgegeben hatten. Am Sonntag hatte die Polizei Rebekah Brooks, eine Vertraute von Murdoch, festgenommen. Sie wurde nach intensiver Befragung zur Affäre gegen Kaution von der Polizei wieder freigelassen. - Der britische Premierminister David Cameron verkürzt nach einem Bericht der Tageszeitung "The Guardian" aufgrund des Abhörskandals um Murdochs Medienkonzern News Corporation seine Reise nach Afrika. Cameron wolle sich in die Ermittlungen einschalten, hieß es.

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In Syrien haben sich die Auseinandersetzungen zwischen Regierungsgegnern und der Armee deutlich verschärft. In der Stadt Homs sollen an diesem Wochenende bei Zusammenstößen mehr als 30 Zivilisten getötet worden sein. Diese Zahl nannten Menschenrechtsaktivisten. Die Regierungsseite versuche, einen Bürgerkrieg zu provozieren, hieß es. In Sabadani an der Grenze zum Libanon zogen etwa 2000 Soldaten und andere Sicherheitskräfte mit Panzern auf. Regierungskritische Aktivisten berichteten außerdem über eine Verhaftungswelle in der Stadt. Seit Beginn der Proteste gegen den syrischen Staaatschef Baschar al-Assad fanden in Sabadani zahlreiche Demonstrationen statt.

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Die radikalislamischen Taliban haben sich zu dem tödlichen Anschlag auf einen ehemaligen Provinzgouverneur und engen Berater des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai bekannt. Er habe für seine Taten bezahlen müssen, sagte Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahed der Nachrichtenagentur AFP. Chan war am Sonntag nach Angaben der Regierung bei einem mehrstündigen Angriff auf sein Haus in Kabul getötet worden. Erst am Dienstag war in Kandahar Karsais einflussreicher Halbbruder Ahmed Wali Karsai ermordet worden. - Unterdessen haben in der Provinz Bamian erstmals afghanische Sicherheitskräfte wieder die Verantwortung für die Sicherheit der Bevölkerung übernommen. Bislang waren in der Region kleinere Militäreinheiten aus den USA, Neusseeland und Singapur unter dem Kommando der internationalen Schutztruppe ISAF stationiert. Bamian ist das erste von sieben Gebieten, in denen die NATO-geführten Streitkräfte in diesem Monat die Sicherheitsverantwortung abgeben.

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In Ägypten bildet Regierungschef Essam Sharaf unter dem Eindruck fortgesetzter Proteste sein Kabinett um. Zehn neue Minister zogen in die Regierung ein, darunter mit Hazem Beblawi auch ein neuer Ressortchef für Finanzen. Ägyptischer Außenminister wird der frühere Botschafter in Saudi-Arabien, Mohamed Kamel Amr. In Kairo wird erwartet, dass der Regierungschef an diesem Montag weitere Personalien bekannt gibt. - Über den früheren Staatschef Husni Mubarak kursieren derweil Gerüchte. Medienberichten zufolge soll der 83-Jährige einen Schlaganfall erlitten haben. Dies wurde aber von der Klinik im Badeort Scharm el Scheich dementiert, wo Mubarak wegen Herzproblemen behandelt wird und offiziell unter Arrest steht.

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Eineinhalb Jahre nach der Erdbeben-Katastrophe in Haiti hat Bundesaußenminister Guido Westerwelle den krisengebeutelten Karibikstaat besucht und die zügige Bildung einer stabilen Regierung angemahnt. Ohne funktionierende politische Strukturen könne der schwierige Wiederaufbau nicht gelingen, auch Investitionen blieben aus, sagte der FDP-Politiker in Port-au-Prince nach einem Treffen mit Präsident Michel Martelly. Der neue haitianische Staatschef sei mit ihm der Meinung, dass der politische Stillstand schnellstmöglich überwunden werden müsse.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselhaft mit etwas Sonne und vielen Wolken. Dabei immer wieder Schauer und Gewitter, die im Tagesverlauf abklingen. Die Höchstwerte liegen zwischen 15 Grad am Alpenrand und 24 Grad an der Oder. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag im Osten zunächst noch freundlich, sonst wieder viele Wolken mit Regen oder Schauern. Nur mäßig warm.

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