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Nachrichten

18.06.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:29

Nachrichten von Donnerstag, 18. Juni 2015 – langsam gesprochen als MP3

Neun Menschen in Kirche in South Carolina erschossen:

In einer Kirche in Charleston im US-Bundesstaat South Carolina sind neun Menschen erschossen worden. Das gab der örtliche Polizeichef Gregory Mullen in der Nacht zum Donnerstag auf einer Pressekonferenz bekannt. Ein weißer Mann habe in dem von Afroamerikanern besuchten Gotteshaus das Feuer auf Menschen eröffnet, die zu einer Bibelstunde zusammengekommen seien. Als Motiv nannte er rassistisch motivierten Hass. Acht Menschen seien am Tatort gestorben, ein weiterer Mensch im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Unter den Todesopfern soll auch der Pastor der Gemeinde sein. Die Polizei fahndet nach dem flüchtigen Täter. Es soll sich um einen 21-jährigen Weißen handeln. Ein unbekannter Anrufer hatte in der Umgebung der Kirche fast zeitgleich eine Bombendrohung ausgesprochen.

Finanzminister fordern von Athen Einhaltung der Reform-Absprachen:

Kurz vor der Sitzung der Eurogruppe in Luxemburg haben die Finanzminister Deutschlands, Belgiens, Litauens und Sloweniens an Griechenland appelliert, die Reform-Vereinbarungen mit den Geldgebern einzuhalten. Athen müsse "seine Verpflichtungen aus dem laufenden Hilfsprogramm erfüllen", sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble. Nur auf dieser Grundlage könne man noch vorhandene Mittel freigeben. Es gelte das Prinzip: Hilfe nur gegen Gegenleistung. Litauens Finanzminister Rimantas Sadzius wandte sich gegen Pläne Athens, die Hilfsprogramme ohne den Internationalen Währungsfonds fortzusetzen. Dies sei "schwer vorstellbar". Vor dem Parlament in Athen versammelten sich rund 7000 Menschen, um ein "Ende der Opfer" zu verlangen und den Kurs der Regierung in den Verhandlungen zu unterstützen. Mehrere Regierungsmitglieder schlossen sich der Kundgebung an. Auch in anderen Städten demonstrierten Anhänger der regierenden Linkspartei Syriza.

Knapp 60 Millionen Menschen auf der Flucht - Neuer Höchststand :

Weltweit sind derzeit so viele Menschen auf der Flucht vor Kriegen und Konflikten wie noch nie: Rund 59,5 Millionen Flüchtlinge Ende 2014 beklagte jetzt das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) in Genf. Der Report zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni trägt den bezeichnenden Titel "Welt im Krieg". Wegen bewaffneter Konflikte stieg die Zahl der Flüchtlinge im vergangenen Jahr stärker an als jemals zuvor: Um 8,3 Millionen Menschen. Ende 2013 waren noch 51,2 Millionen Flüchtlinge registriert gewesen. Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, António Guterres, nannte als Grund die Konflikte und Kriege wie in Syrien, im Südsudan und in der Ukraine. Nach seiner Prognose könnte sich die globale Flüchtlingskrise sogar noch verschlimmern.

Parlament in Hongkong lehnt umstrittene Wahlreform ab:

Das Parlament in Hongkong hat die Pläne Pekings für die umstrittene Wahlreform abgelehnt. Bei dem Votum in dem 70-köpfigen Legislativrat der chinesischen Sonderverwaltungszone wurde die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit weit verfehlt. Gegen das Gesetz über die nur eingeschränkte direkte Wahl des Regierungschefs sei "ein Veto eingelegt" worden, stellte Parlamentspräsident Jasper Tsang fest. Das prodemokratische Lager stimmte geschlossen mit Nein, insgesamt lehnten 28 Abgeordnete die Wahlreform ab. Nur acht Parlamentarier stimmten dafür, weil der Großteil der pekingtreuen Fraktion die Abstimmung boykottierte. Sie hatten zuvor vergeblich eine Unterbrechung der Sitzung beantragt. Das Gesetz soll den Bürgern zwar das Recht geben, 2017 erstmals ihren Verwaltungschef selbst zu wählen, allerdings sollen die Kandidaten von Peking ausgesucht werden. Bei monatelangen Protesten gingen im vergangenen Jahr zehntausende Menschen auf die Straße und legten mit ihren Protestcamps das öffentliche Leben in Hongkong lahm.

Verkehrsminister Dobrindt verschiebt Start der Pkw-Maut:

Die Pkw-Maut auf deutschen Straßen kommt nun vorerst doch nicht. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat ihr Inkrafttreten auf Eis gelegt. Grund ist das zu erwartende juristische Vorgehen der EU-Kommission gegen das Projekt. Mit der Eröffnung eines Vertragsverletzungsverfahrens bremse die EU-Kommission die Umsetzung der Infrastrukturabgabe, sagte der CSU-Politiker. Man werde daher eine Gerichtsentscheidung abwarten. Ein Start der Pkw-Maut im Jahr 2016 sei damit nicht mehr möglich. In den vergangenen Monaten hatte die EU-Kommission mehrmals Bedenken gegen die deutschen Mautpläne geäußert. Sie fürchtet eine Benachteiligung ausländischer Autofahrer und einen Verstoß gegen das Prinzip der Nicht-Diskriminierung. Dobrindt machte nochmals klar, dass die EU aus seiner Sicht für Einsprüche gegen die deutsche Maut nicht zuständig ist. Es sei klar geregelt, dass Steuern in der nationalen Hoheit eines Landes liegen.

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