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Nachrichten

18.06.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Unter dem Eindruck der Demokratiebewegung in Nordafrika ist Marokkos König Mohammed VI. bereit, sich von einem Teil seiner umfassenden Machtbefugnisse zu trennen. In einer Rede an die Nation präsentierte der Monarch Pläne für eine Verfassungsreform, die der Regierung, dem Parlament und der Justiz mehr Befugnisse einräumt. Die geplante Reform solle "die Säulen einer konstitutionellen, demokratischen, parlamentarischen und sozialen Monarchie festigen", sagte Mohammed VI. Der Entwurf der neuen Verfassung sieht aber auch vor, dass der Monarch Oberbefehlshaber der Streitkräfte und Führer der marokkanischen Muslime bleibt. Künftig muss der König einen Premierminister aus der Partei ernennen, die bei Wahlen die meisten Parlamentssitze erhalten hat. Bisher konnte er den Regierungschef nach Gutdünken bestimmen. Am 1. Juli soll das Volk über den Verfassungsentwurf abstimmen. Die Protestbewegung des Landes kritisierte die Zugeständnisse des Königs als unzureichend.

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Syrische Regierungstruppen sind mit Panzern in ein Dorf nahe der türkischen Grenze eingerückt. Die Soldaten hätten Häuser niedergebrannt und etwa 70 Bewohner festgenommen, berichteten Oppositionelle. Das Dorf liegt in der Nähe von Dschisr al Schughur, das die Regierungssoldaten vor einer Woche wieder unter ihre Kontrolle brachten. Am Freitag nahmen Soldaten die Stadt Maaret al Numan im Nordwesten des Landes ein. Bei dem dreimonatigen Aufstand gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten bisher mehr als 1.400 Syrer getötet worden.

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Die Nato hat an diesem Samstag den zweiten Tag in Folge Tripolis auch am Tage bombardiert. Bomben seien in den Bezirken Al-Karama und Fernasch im Osten der libyschen Hauptstadt eingeschlagen, bestätigte ein libyscher Militärsprecher. Sowohl militärische als auch zivile Einrichtungen seien getroffen worden. Die Flugzeuge des Bündnisses fliegen ihre Angriffe meist nachts oder in den frühen Morgenstunden. Vor einigen Wochen ging die Nato dazu über, immer wieder auch am Tag Bomben abzuwerfen.

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Tausende Schiiten haben in Bahrain gegen die sunnitisch dominierte Regierung protestiert. Die Demonstrationen rund um die Hauptstadt Manama verliefen friedlich, wie die größte Oppositionspartei Wefak auf ihrer Facebook-Seite mitteilte. Sie hatte zu den Protesten aufgerufen. Wefak-Chef Scheich Ali Salman sagte bei der Demonstration, die Opposition stehe dem anstehenden Dialog mit der Regierung nicht feindlich gegenüber. Die Opposition fordert den Rücktritt von Ministerpräsident Scheich Chalifa ben Salman el Chalifa und die Errichtung einer echten konstitutionellen Monarchie.

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Der Präsident der Euro-Gruppe, Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker, hat davor gewarnt, dass eine Beteiligung privater Banken an weiteren Finanzhilfen für Griechenland dazu führen könne, dass die Ratingagenturen das Land als "zahlungsunfähig" einstuften. Dies könne extreme Folgen für andere Staaten der Währungsgemeinschaft haben, darunter Belgien und Italien, sagte Juncker der "Süddeutschen Zeitung". Die Pleite könne Portugal und Irland anstecken und dann wegen der hohen Schulden auch Belgien und Italien, noch vor Spanien. Jede Beteiligung privater Gläubiger müsse deshalb freiwillig sein. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass Regierungen massiven Druck auf Griechenland-Investoren ausübten. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hatten sich am Freitag für eine Beteiligung privater Gläubiger an einem neuen Rettungspaket für Griechenland ausgesprochen. Die nötigen Regelungen sollen mit der Europäischen Zentralbank ausgearbeitet werden.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Neben kurzen sonnigen Abschnitten oft starke Bewölkung mit Schauern und Gewittern, die allmählich nachlassen. Vor allem südlich der Donau kaum Sonne und ergiebiger Regen. Höchstwerte 15 bis 24 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag im Norden und Westen dichte Wolken und wiederholt Schauer oder Gewitter. Ansonsten zunächst etwas freundlicher, später auch hier Regen. Mit 14 bis 20 Grad noch etwas kühler.

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