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Nachrichten

18.05.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als Audio-Datei.

Audio anhören 09:18

Nachrichten von Montag, 18. Mai 2015 – langsam gesprochen als MP3

Entwicklungsminister Müller: Kein Militäreinsatz gegen Schleuser :

Kurz vor dem EU-Ministertreffen zum militärischen Vorgehen gegen Schleuserbanden hat sich Bundesentwicklungsminister Gerd Müller strikt gegen einen solchen Einsatz vor der libyschen Küste ausgesprochen. Militärische Operationen hätten zu viele Risiken, die eigentlichen Probleme würden nicht gelöst, erklärte der CSU-Politiker. Stattdessen müssten die Ursachen der Flucht über das Mittelmeer in den Herkunftsländern der Menschen bekämpft werden. Die Außen- und Verteidigungsminister der Europäischen Union wollen an diesem Montag in Brüssel Pläne für Militäreinsätze gegen Schleuserbanden vorantreiben. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hat vorgeschlagen, Schiffe, die zum Menschenschmuggel genutzt werden, gezielt zu zerstören. Viele Fragen sind aber noch offen. So werden mögliche negative Auswirkungen auf die UN-Friedensbemühungen in Libyen befürchtet. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sprach von einem "menschenverachtenden" Plan. Sie hoffe, dass die EU kein UN-Mandat für die Zerstörung von Booten vor der libyschen Küste und sogar für Einsätze an Land bekommen werde.

Bundespolizist soll Flüchtlinge misshandelt haben:

In Hannover soll ein Bundespolizist mindestens zwei Flüchtlinge körperlich misshandelt und erniedrigt haben. Die Vorfälle in Gewahrsamszellen der Bundespolizeiinspektion sollen sich bereits im März und im September vergangenen Jahres ereignet haben, wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtet. Gegen den Beamten ermittelt die Staatsanwaltschaft. Laut NDR wurde in einem Fall ein 19-jähriger Flüchtling aus Afghanistan gewürgt und mit angelegten Fußfesseln durch die Wache geschleift. In einem anderen Fall bestehe der Verdacht, dass ein 19-Jähriger Marokkaner in der Zelle erniedrigt wurde, etwa indem ihm verdorbenes Schweinemett zu essen gegeben wurde. Der Beamte soll mit diesen Taten im Internet geprahlt und entsprechende Fotos verbreitet haben. Die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl sprach von einem "entsetzlichen Maß an Rassismus und Menschenverachtung" und forderte umfassende Aufklärung. Auch der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter in Niedersachsen, Ulf Küch, äußerte sich empört. Er sehe darin eine "Misshandlung von Schutzbefohlenen". Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, seien sie die schlimmsten Straftatbestände, die ein Polizist begehen könne.

IS-Terrormiliz nimmt Ramadi ein:

Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben die letzten Stellungen der Regierungsarmee in der westirakischen Provinzhauptstadt Ramadi überrannt. Die Islamisten brachten den südlichen Bezirk Malaab nach Angaben aus Sicherheitskreisen in Bagdad vollständig unter ihre Kontrolle. Die irakische Regierung kündigte an, schiitische Kampfeinheiten gegen die Islamisten einzusetzen. Die USA zogen die Eroberung Ramadis durch den IS dagegen in Zweifel. Es sei zu früh für eine definitive Stellungnahme über die Lage vor Ort. In Syrien wurde die IS-Miliz unterdessen nach blutigen Kämpfen um die antike Oasenstadt Palmyra zurückgeschlagen. Bei erbitterten Gefechten zwischen Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad und der Terrormiliz starben nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zahlreiche Kämpfer auf beiden Seiten.

Arabische Militärallianz nimmt Luftangriffe im Jemen wieder auf :

Im Jemen ist am Sonntagabend eine fünftägige humanitäre Waffenruhe zu Ende gegangen. Der UN-Sondergesandte Ismail Ould Cheikh Ahmed hatte zuvor in Riad dazu aufgerufen, die Feuerpause um mindestens fünf Tage zu verlängern. Kurz nach dem Ende nahm die Militärallianz unter Führung Saudi-Arabiens ihre Luftangriffe auf Stellungen der Huthi-Rebellen in der Stadt Aden wieder auf. Die Allianz hatte die Feuerpause angesichts der katastrophalen humanitären Lage im Jemen ausgerufen.

Mehr als 20.000 Mazedonier fordern Rücktritt der Regierung:

In Mazedonien haben mehr als 20.000 Menschen den Rücktritt der Regierung gefordert. Sie versammelten sich im Zentrum der Hauptstadt Skopje und schwenkten mazedonische und albanische Flaggen. Die Opposition, die Ministerpräsident Nikola Gruevski Korruption und einen Abhörskandal vorwirft, hatte zu der Demonstration aufgerufen. Die Regierung kündigte für diesen Montagabend eine Gegenkundgebung an. Gruevski lehnt einen Rücktritt ab. Oppositionsführer Zoran Zaev warf er vor, von ausländischen Geheimdiensten unterstützt zu werden. Gruevski ist seit 2006 Ministerpräsident des Balkanstaates und wurde im April bei vorgezogenen Neuwahlen im Amt bestätigt.

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