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Nachrichten

18.05.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die US-Regierung hat den Rückzug des inhaftierten IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn von der Spitze des Internationalen Währungsfonds gefordert. US-Finanzminister Timothy Geithner sagte in Washington, es sei wichtig, dass das IWF-Direktorium formell jemanden einsetze, der für eine Übergangszeit die Führung übernehme. Zudem müsse ein Plan erarbeitet werden, um eine dauerhafte Führung sicherzustellen. Die USA sind das wichtigste Geberland des IWF und haben daher großen Einfluss auf die Entscheidungen des Fonds. Aus dem Direktorium hieß es, man werde Kontakt zu dem in Untersuchungshaft sitzenden Strauss-Kahn aufnehmen. Dem 62-jährigen Franzosen wird vorgeworfen, in einem New Yorker Hotel ein Zimmermädchen unter Gewaltanwendung sexuell genötigt zu haben. Strauss-Kahn hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Zugleich erklärte er, das Ganze habe in gegenseitigem Einvernehmen stattgefunden.

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Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere präsentiert an diesem Mittwoch seine Pläne für die Bundeswehr-Reform. Der radikalste Umbau der Streitkräfte seit ihrer Gründung 1955 sieht eine deutlich verringerte Truppenstärke und straffere Strukturen vor. Gleichzeitig sollen die bisherigen Sparvorgaben für das Verteidigungsressort gelockert werden. De Maizière wird seinen Reformplan zunächst dem Bundeskabinett vortragen und dann in einer Rede vor Spitzenmilitärs präsentieren. Die Bundeswehrreform war vor gut einem Jahr vom damaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg eingeleitet worden. In einem ersten Schritt wurde bereits die Wehrpflicht ausgesetzt. Über Standortschließungen soll im Oktober entschieden werden.

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Die Sicherheitsmängel bei deutschen Kernkraftwerken sind für Bundesumweltminister Norbert Röttgen kein Grund für einen sofortigen Atomausstieg. Zugleich deutete der CDU-Politiker jedoch ein Aus für die ältesten deutschen Meiler an. Ein Stresstest der Reaktor-Sicherheitskommission hatte aufgezeigt, dass kein Atomkraftwerk in Deutschland gegen Flugzeugabstürze gesichert ist. Das bezeichnete Röttgen als Zivilisationsrisiko, vor dem man nicht die Augen verschließen könne. Die politische Bewertung werde daran anknüpfen. Der Chef der Sicherheitskommission, Rudolf Wieland, bezeichnete die 17 deutschen Reaktoren trotz ihrer Unterschiede als insgesamt solide. Empfehlungen zur weiteren Laufzeit von AKW gab die Kommission nicht. - Oppositionsparteien und Umweltorganisationen reagierten kritisch auf den Sicherheitsbericht. Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin forderte ein zügiges Ende der Atomkraft und die sofortige Stilllegung von acht Meilern. Linkspartei und verschiedene atomkritische Organisationen nannten den Bericht nichtssagend.

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Angesichts der Unruhen und Umwälzungen in der arabischen Welt hat US-Präsident Barack Obama eine Wiederaufnahme des Nahost-Friedensprozesses gefordert. Es böten sich jetzt Gelegenheiten und es sei nötiger denn je, dass Israel und die Palästinenser an den Verhandlungstisch zurückkehrten, sagte Obama nach einem Treffen mit dem jordanischen König Abdullah II. in Washington. Der US-Präsident kündigte an, er werde sich für ein Gelingen einsetzen. Es gehe darum, der jungen Generation in der gesamten Region eine Perspektive zu bieten. Am Donnerstag will sich Obama in einer Grundsatzrede zum sogenannten arabischen Frühling äußern, dem Volksaufständen gegen autoritäre Regime.

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Die EU und die USA haben Syrien mit weiteren Maßnahmen gedroht, sollte das Regime sein gewaltsames Vorgehen gegen die Oppositionsbewegung nicht stoppen. EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton sagte nach einem Treffen mit US-Außenministerin Hillary Clinton in Washington, alle Optionen würden erwogen. Die EU hat bereits Sanktionen gegen 13 syrische Regierungsvertreter verhängt, nicht jedoch gegen Präsident Baschar al-Assad. In dem arabischen Land gehen Armee und Polizei weiter mit unverminderter Härte gegen Oppositionelle vor. Allein in der Stadt Tal Kalach seien in den vergangenen drei Tagen mindestens 27 Menschen getötet worden, teilte ein Menschenrechtsanwalt mit.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte noch längere Zeit wolkig und stellenweise geringer Regen. Sonst mehr Sonne als Wolken und meist trocken bei 15 bis 27 Grad.

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